Marktgemeindeansicht
Admont vom Grabnerstein.jpg
Basisdaten
Politischer Bezirk: Liezen (LI)
Fläche: 76,01 km² (bis 2014)
299,84 km² (seit 2015)
Geografische Koordinaten: 47° 34′ N, 14° 28′ O
Höhe: 640–853 m ü. A.
Einwohner: 4 954 (1. Jänner 2021)
Postleitzahl: 8911
Vorwahl: 0 36 13
Gemeindekennziffer: 6 12 01
Gliederung: 3 Katastralgemeinden (bis 2014)
7 Katastralgemeinden (ab 2015)
Geografische Karte der Marktgemeinde:
Gemeindeamt: Hauptstraße 36
8911 Admont
Offizielle Website: www.admont.at
Politik
Bürgermeister: Christian Haider (ÖVP)
Gemeinderat 21 Mitglieder (2020)
12 ÖVP
8 SPÖ
1 Die Grünen
Bevölkerungs-
entwicklung
Jahr Bevölkerung
1869 1 840
1880 2 013
1890 1 985
1900 2 359
1910 2 536
1923 2 683
1934 2 709
1939 4 082
1951 3 161
1961 3 057
1971 3 154
1981 3 101
1991 2 848
2001 2 775
2011 2 581
2014 2 508
2015 4 988[1]
Klimaspiegel 1954
beim Eingang zum Blasius-Münster
links das Schloss Röthelstein, rechts im Bild der Turm der evangelischen Kirche

Admont eine österreichische Marktgemeinde im Norden der Obersteiermark, etwa 20 km östlich der Bezirkshauptstadt Liezen. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Liezen.

Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 1. Jänner 2015 mit den Gemeinden Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Admont weiter.

Geografie

Admont liegt in einem Talbecken an der mittleren Enns und im westlichen Teil des Gesäuses. Mitten in den Ennstaler Alpen wird es eingerahmt von den Haller Mauern im Norden und dem Admonter Reichenstein im Süden. Im Gemeindegebiet liegt auch ein Teil der Gesäuseberge, wie etwa der Buchstein. Im Süden liegt das Hochtal der Kaiserau mit seinen Skiliften im Marktgemeindegebiet von Admont. Mit der Gemeindefläche von 300,02 km² ist Admont seit 2015 nach Mariazell die zweitgrößte Gemeinde der Steiermark und die viertgrößte Österreichs. Die drittgrößte Gemeinde der Steiermark ist Sölk.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus sieben Katastralgemeinden (Fläche 2016): Admont (415,38 ha), Aigen (2 935,95 ha), Johnsbach (9 773,79 ha), Krumau (4 246,84 ha), Oberhall (1 958,48 ha), Unterhall (3 112,36 ha) und Weng (7 559,60 ha);

Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2018): Admont (2 136), Aigen (214), Gstatterboden (44), Hall (1736), Johnsbach (154), Krumau (178) und Weng im Gesäuse (548); weitere Ortsteile sind die Eichelau, das Paradies und Kematen;

Nachbargemeinden

Vor der Gemeindestrukturreform 2015

Im Westen befindet sich die Gemeinde Selzthal, im Nordwesten Ardning, im Norden Hall, im Nordosten Weng im Gesäuse, im Osten und Südosten Johnsbach, im Südosten Gaishorn am See, im Süden Trieben und im Südwesten Rottenmann.

Seit der Gemeindestrukturreform 2015

Im Westen befinden sich die Gemeinden Selztha] und Ardning, im Norden die oberösterreichischen Gemeinden Rosenau am Hengstpass, Spital am Pyhrn und Weyer sowie St. Gallen, im Osten an Radmer, im Südosten an Wald am Schoberpass, im Süden an Gaishorn am See, Trieben und Rottenmann.

Klima

Die Jahresmittel betrugen:

  • von 1881 bis 1930: Temperatur: 6,2 °C, Niederschlag: 1 134 mm
  • von 1901 bis 1950: Temperatur: 6,3 °C, Niederschlag: 1 166 mm
  • im Jahr 1954: Temperatur: 6,0° C[2]

Bevölkerungsentwicklung

Durch die Gemeindestrukturreform 2015 kam es fast zur Verdoppelung der Einwohnerzahl.

Religionen

In Admont befindet sich das Benediktinerstift Admont mit dem Blasius-Münster, sowie eine Reihe von Kapellen wie die Benediktuskapelle.

Geschichte

 
Historische Aufnahme aus dem Jahr 1914.
 
Luftaufnahme um 1930.

Über die Besiedelung der Gesäuseregion vor der Ankunft der Benediktiner in Admont ist nur wenig bekannt. Dass die Umgebung der Ennstaler Alpen jedoch zu den geschichtsträchtigsten Siedlungsräumen des Landes zählt, liefert der 1865 verbrannte „Codex praediorum Admontensium“, in welchem laut P. Jacob Wichner von einer „Ursiedlung namens Rudindorf, einer schon vor dem Klosterbau längst verschwundenen Siedlung am Fuße des Röthelsteinberges“ berichtet wird. Die im Codex als „Rute curtis“ bzw. als „Rudendorf curtis“ erwähnte Siedlung wurde noch in den Urbaren des 14. Jahrhunderts in Vorder-, Mitter- und Hinterrudeneck unterteilt. Danach verschwand dieser Begriff, der sich auf eine frühe Bergbausiedlung an den Abhängen des Klosterkogels bezieht. Einzig in Hinterrudeneck blieb ein Hinweis in Form eines mittlerweile abgerissenen Keuschlergehöftes namens „Rinnecker“ erhalten. Neueren Erkenntnissen zufolge waren es weder Kelten noch Römer, sondern slawische Stämme, die sich hier mutmaßlich ab dem 6. Jahrhundert erstmalig dauerhaft niederließen.

Erste verbindliche Daten gehen aus der Gründungsgeschichte des Stiftes hervor, in der schon im Jahre 859 die dem hl. Amandus geweihte Pfarrkirche erwähnt wird. Neun Jahre später findet sich in einer Schenkungsurkunde die Bezeichnung „Adamunta im Ademundi vallis“, womit eine Erstnennung des Ortes Admont und des Admonttales dokumentiert wurde. Über die Herkunft und Bedeutung des Namens Admont gibt es zahlreiche Theorien, vermutlich lässt sich der Begriff jedoch von einer altslawischen Bezeichnung des heute sogenannten Lichtmessbaches ableiten. Noch im Jahre 1816 bezeichnete P. Albert Muchar diesen Bach als „den Admunt“. Weitere Hinweise bezüglich einer frühen Besiedelung des „Ademundi vallis“ wurden im Zuge einer Schenkung der hl. Hemma von Gurk an den swiki:Salzburger Erzbischof[3] swiki:Gebhard überliefert. Neben dem „Fiskalhof am Admunt“ (Amanduskirche, 859) werden anno 931 die „Saline von Hall“ und „zwölf Huben“ erwähnt.

Mit der am 29. September 1074 geweihten Stiftskirche wurde die Gründungsphase des Stiftes abgeschlossen und das reguläre Klosterleben begonnen, womit eine gut dokumentierte Entwicklungsgeschichte ab der Zeit des Hochmittelalters innerhalb des „Ademundi vallis“ verbunden ist. Dennoch finden sich über die frühere Baugeschichte des Ortes noch wenig überlieferte Daten. Das ursprüngliche Vorhaben, das direkte Umfeld des Klosters siedlungsfrei zu halten wurde wohl rasch verworfen. Zu wichtig war die Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs und so entstanden die ersten Handwerksbetriebe zunächst südwestlich des Klosters. Im Urbar aus dem Jahr 1434 wurden bereits etliche gewerbliche Siedler verzeichnet. „Der Ort Admont“, so der Stiftschronist P. Jakob Wichner,

hatte sich unter dem Schutze des Krummstabes zu einem blühenden Gemeinwesen gestaltet; das Stift, die Wallfahrtskirche zu Frauenberg, die Salinen zu Hall, die Bergwerke und Schmelzöfen, die Hammerwerke zu Johnsbach, am Lichtmess- und Blahberg zogen stets fremde Ansiedler herbei und die Handwerker, welche im 13. Jahrhundert am Tanebas und Leichenberge wohnten, zogen über die Enns, bauten sich Häuser um das Kloster herum, und die Stiftsäbte selbst luden durch ihre Baulust Architekten, Steinmetze, Maler und Schreiner ein, sich neue Herde in Admont zu gründen“.

Im Jahre 1437 wurden 22 solcher Herde verzeichnet, in welchen vier Schmiede, zwei Lederer, zwei Wirte, zwei Fleischer, ein Krämer, ein Steinmetz, ein Schlosser, fünf Schuster und zwei Schneider tätig waren. „Um dem Gemeinwohle des Ortes Admont mächtigen Vorschub zu leisten“, wandte sich Abt Andrä an König Friedrich mit der Bitte, dem Orte Admont ein Wochenmarktsprivileg zu erteilen. Der Bitte wurde 1443 entsprochen und so kamen die vielfach weither gereisten Marktfahrer nach Admont, die hier ein buntes Sortiment an Waren feilboten. Textilhändler, Hutmacher, Hafner, Messerschmiede, Schneider, Seifensieder, Nadler und Stumpfwirker brachten mitunter Gebrauchsgegenstände mit, die ansonsten in der Region nicht erhältlich waren. Der grundlegende Bedarf an gewerblichen Dienstleistungen wurde jedoch durchaus im Ort selbst gedeckt.

Mit Stichjahr 1880 listete zur Abführung der Erwerbssteuer das k.k. Handelsministerium in der Katastralgemeinde Admont folgende Betreibe auf: 4 Schmiede, 1 Sensenwerk, 1 Schlosser, 1 Spengler, je zwei Wagner und Uhrmacher, 1 Büchsenmacher, 1 Töpfer, 1. Ziegelbrenner, 3 Sägewerke, 2 Bötticher, 5 Tischler, 2 Lederer, 1 Weißgerber, 2 Sattler, 1 Seiler, 4 Kleidermacher, 1 Handschuhmacher, 2 Schuster, 1 Hutmacher, 2 Buchbinder, jeweils 3 Müller und Fleischer sowie 2 Bäcker und 1 Lebzelter. Weiters 1 Kleinstecher, 1 Brauer, 1 Mauermeister, jeweils 2 Glaser- und Zimmermeister, 1 Rauchfangkehrer, 1. Vergolder, 1. Photograf, 2 Victualienhändler, 7 Gemischtwarenhändler, 1. Personentransportunternehmer, 5 Gastwirte, 3 Tavernen, 10 Schankwirte und 1 Apotheker. Zusammen mit den Betrieben in den damaligen Gemeinden Aigen und Krumau waren somit 109 Gewerbetreibende steuerpflichtig.

Wie Wichner vermerkt, „hatten die ,Häuser in der Zeil’ anderen Orten voraus, dass die Häuser nicht in einer Reihe aneinander gebaut sind, das fast bei keinem ein Gärtchen fehlte und so Schmuck für den Anblick und praktisch für die Küche waren“.

Eine planmäßige Bebauung des Ortes gab es offenkundig nicht, vielmehr gestaltete sich die Häuseranordnung entlang des hochwassergefährdeten Lichtmessbaches, weshalb der Ort nach jedem Starkregen überflutet wurde. Von den damit einhergehenden Schuttablagerungen zeugen noch die unter dem heutigen Straßenniveau liegenden Häuser Hofrichter, Buchner, Seidl und Bretscherer. Eine Verbauung des Wildbaches wurde erst Ende der 1880er-Jahre begonnen, doch kam es schon vorab zu einer Teilverlegung des Bachbettes; ein entsprechender Hinweis auf den einst rund 50 Meter weiter östlich verlaufenden Bach findet sich im Jahre 1550 mit der Erwähnung der mit zwei Wasserrädern angetriebenen „Spaltl-Mühl“ (später Hotel Sulzer). In der Amtszeit von Abt Valentin Abel, also zwischen 1545 und 1568, erfolgte eine erste wirkungsvolle Regulierung der Enns, wodurch eine weitere Bebauung des Ortes möglich wurde. Im Zuge dieser Regulierung wurden zum Schutz der Ufer großflächig Eichen gepflanzt (Eichelau und Kajetanpromenade an der Mühlpoint). Die ersten Gebäude wurden meist in Holzbau- bzw. in Mischbauweise errichtet. Ab dem 13. Jahrhundert überwiegen bereits aus Stein und Ziegel erbaute Objekte, wobei es um 1800 auch noch etliche Holzhäuser gab. Ein einheitlicher Baustil setzte sich nicht durch, Hausnummern wurden ab 1770 vergeben, jedoch mehrfach abgeändert.

Ab dem 15. Jahrhundert ließen sich in Admont und Umgebung weitere im Bauwesen tätige Gewerbetreibende nieder, die sich zur „Admonter Bauhütte“ zusammenschlossen. Die Tätigkeiten dieser Mauerinnung wurden im „Admonter Hüttenbuch“ bis ins Jahr 1672 aufgezeichnet. Ferner bildeten sich auch handwerkliche Zünfte, ein Siegel aus dem Jahr 1879 bezieht sich auf eine ortsansässige „Vereinigung der Hammer-, Hacken-, Huf- und Sensenschmiede, der Drahtzieher, Schlosser, Tischler und Wagner zu Admont“. Nach dem Großbrand von 1865 kam im Auftrag des Stiftes der aus dem italienischen Moggio stammende Antonio Franz nach Admont und fand hier als Baumeister ein reiches Betätigungsfeld vor. Im den folgenden Jahrzehnten veränderte sich das Ortsbild des Marktes durch den Abriss mehrerer historischer Gebäude bzw. durch den Ersatz derselben. Die meisten Handwerks- und Gewerbebetriebe sind indes verschwunden, während an der Peripherie des Ortszentrums in der Nachkriegszeit großflächige Wohnsiedlungsbereiche entstanden.

Veränderung durch Katastrophen

Elementarereignisse begleiten die Geschichte des Admonttales von Anfang an. Möglicherweise wurde schon das „längst verschwundene Rudindorf“ ein Raub der Flammen. Die erste dokumentierte Brandkatastrophe ereignete sich im Jahre 1152, wo vom erst 80 Jahre alten Kloster „nur mehr Kümmernis übrigblieb“. Große Schäden richtete auch die vom Wind angefachte Feuersbrunst im Jahre 1777 im Stift an, doch zur wirklichen Katastrophe sollte es im April 1865 kommen. Brandstiftung im Hause Oberlederer war die Ursache für ein bis dahin nicht gekanntes Inferno, das 22 Häuser samt Stallungen und Nebengebäuden, sowie den gesamten Klosterkomplex in Schutt und Asche legte. Einzig die Bibliothek konnte noch gerettet werden. Kurz zuvor ging ein Brand im Bereich Brauhaus Friedl vergleichsweise glimpflich aus. Der Wiederaufbau veränderte das Ortsbild erheblich, aus der Brandstatt der einst barocken Stiftskirche entstand ein Sakralbau in neugotischem Stil, Teile des Klosters wurden nicht mehr errichtet und auch der mittlere Markt erhielt durch Neubauten ein verändertes Aussehen.

Häufig wurden auch Bauernhöfe und Keuschlergehöfte eingeäschert, weshalb auch viele landwirtschaftliche Objekte neu errichtet wurden. Ein weiteres „wütendes Element“ waren die regelmäßig wiederkehrenden Hochwasserereignisse, die vom „Admunt“ (Bach der rasch übergeht) verursacht wurden. Schmelzwasser, Stark- und Dauerregen ließen das später als Dietmannsberg- bzw. als Lichtmessbach bekannte Gerinne über seine Ufer treten. Das mitgeführte Geschiebe lagerte der Bach mitten im Ort ab, weshalb das Niveau der Bauten zunehmend absank. Um 1900 kam es dann zum „Jahrhundertprojekt Verbauung des Lichtmessbaches“, bei dem es zunächst galt, bürokratische Hindernisse zu bewältigen; immerhin wurde das Vorhaben mit 20.000 Gulden veranschlagt. 1904 wurde in mehreren Abschnitten mit der Verbauung begonnen, wobei das Flussbett des Oberlaufes vom Paradies bis zum Hackenschmied gleichbleibend mit trapezförmigen Schutzbauten gesichert wurde. Darunter wurde ein U-förmig gemauerter Kanal errichtet. Trotz dieser Maßnahmen wurde der Bach durch heftige Unwetter belastet; besonders in den Jahren 1949 und 1950 brachen über die Seitenbäche des Oberlaufes in Krumau und Aigen sowie über das Marktgebiet verheerende Zerstörungen herein.

Chronologie

  • Mit der ersten Erwähnung Admonts aus dem Jahr 859 als Ademundi vallis ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark.
  • Am 27. April 1865 zerstörte ein Großbrand 22 Häuser des Marktes und forderte sieben Menschenleben. Vom Brand wurde auch das barocke Stift stark betroffen, von dem nur die Bibliothek erhalten blieb. So musste es auf den Grundmauern neu aufgebaut werden und erhielt mit dem heutigen Münster den ersten großen neugotischen Sakralbau Österreichs (Auszug über den Brand siehe Der Tourist in Admont).
  • Im Jahr 1900 zählt man in der Marktgemeinde Admont (damals noch ohne Aigen und Krumau) 115 Häuser und 1 167 Einwohner; in Aigen gibt es 110 Häuser mit 407 Bewohnern, in Krumau 96 Häuser mit 411.[6]
  • 1910 gab es u. a. den Gasthof zur Post (Besitzer L. Grossauer) sowie die Unterkunft "Zum Buchbinder". J. Ertl, Schlosser, bot Reparaturarbeiten an Automobilen an und der Kaufmann G. Gumpelmeier verkauft Autosolin (Treibstoff) und Öle.[7]
  • Am 15. Mai 1927 fand in Admont eine Arbeiterdemonstration statt. Es ging darum, dass 150 Forstarbeiter des Stiftes Admont gemäß L.G.Blatt Nr.120/1921, an diesem Tage auf eine außerordentliche Entlohnung in der Höhe von 25% des Jahreslohnes Anspruch hatten, da sie fünf Jahre ununterbrochen beim Stifte gearbeitet hatten. Doch das Stift hatte diese 150 Forstarbeiter gekündigt, um die Auszahlung dieser Prämie nicht leisten zu müssen. Die Kündigung erfolgte einige Tage vor der Vollendung der fünf-Jahres-Frist. An der am 15. Mai stattgefundenen Demonstration nahmen etwa 1 000 Arbeitern und deren Frauen teil. 56 Mann des republikanischen Schutzbunds in Uniform aus Hieflau und Rottenmann nahmen ebenfalls an der Demonstration teil[8].
  • 1940 gabt es in Admont und Hall 67 Telefonanschlüsse, davon vier im Zuständigkeitsbereich der „Treuhand-Verwaltung Stift Admont“. Das Elektrizitätswerk war unter der Nr. 4, die Kanzlei des Treuhandverwalters unter der Nr. 12 und das Waldamt unter der Nr. 37 erreichbar; die Sägeverwaltung und das Schafferamt teilten sich den Anschluss Nr. 15. [9]. Im Zweiten Weltkrieg war Admont durch die Stationierung des Verbands 802 der Spezialeinheit 800 „Brandenburg“ ein kleines militärisches Zentrum, das nach dem Ende des Krieges zur britischen Besatzungszone gehörte. Die britische Militärverwaltung errichtete auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein Lager für bis zu 2 000 jüdische Displaced Persons (DP) eingerichtet.
  • Am Samstag, den 1. Juni 1946 gastierten mit einer Sondervorstellung "Elsa Balster und Fred Raul, das Buffopaar, von dem man spricht. Alfred Friedrich plaudert am Flügel, Toni Baiton, der unerreichte Hexer, und weitere prominente Künstler. Von diesem Programm werden Sie restlos begeistert sein." hieß es in der Ankündigung, die in der Turnhalle stattfand.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aussichtspunkte

Bauwerke

 
Rathaus von Admont

nicht mehr bestehende Gebäude

Historische Gebäude

Hauptartikel Historische Gebäude in Admont

Einen konkreten „Bauplan“ des Ortes gab es wohl nicht, vielmehr richtete sich die Häuseranordnung nach den Gegebenheiten der Gewässer, also des Lichtmessbaches und der bis ins 19. Jahrhundert stark mäandernden Enns. Zunächst ließen sich im sogenannten „oberen Markt“, also südwestlich des Klosters, die ersten Handwerksbetriebe beidseitig des Lichtmessbaches nieder. Nach und nach wurde gegen Norden weitergebaut, wodurch das „zeilenartige“ Ortsbild entstand. Bis ins 15. Jahrhundert wurde der Ort daher „in der Zell“ genannt.

Die ersten Gebäude wurden meist in Holzbau- bzw. in Mischbauweise errichtet. Ab dem 13. Jahrhundert überwiegen bereits aus Stein und Ziegel erbaute Objekte, wobei es um 1800 auch noch etliche Holzhäuser gab. Viele Liegenschaften hatten rückseitig Gärten angelegt und landwirtschaftliche Gebäude angebaut. Ein einheitlicher Baustil war nicht vorhanden, Hausnummern wurden ab 1770 vergeben, jedoch mehrfach wieder geändert. Der Bereich des „unteren Marktes“ auf Höhe der Liegenschaften Bretscherer und Froschlackenschmied bzw. der „Sautratten“ (Weg zur Eichelau) konnte erst nach der ersten Ennsregulierung im 16. Jahrhundert durchgehend bebaut werden. Im Zuge dieser Regulierung wurden zum Schutz der Ufer großflächig Eichen gepflanzt (Eichelau und Kajetanpromenade an der Mühlpoint). Wesentlich später wurde im Zuge des Baues der Kronprinz Rudolfs-Bahn im Jahre 1872 (dem einige Häuser weichen mussten) in Richtung Bahnhofstraße expandiert. Im Umfeld des Ortes entstanden die Streusiedlungen Krumau und Aigen, die überwiegend aus landwirtschaftlichen Gehöften bestanden. Einige dieser Liegenschaften stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Nach dem Großbrand von 1865 kam im Auftrag des Stiftes der aus dem italienischen Moggio stammende Antonio Franz nach Admont und fand hier als Baumeister ein reiches, vier Jahrzehnte währendes Betätigungsfeld vor. Etliche der nach dem Brand errichteten neuen Häuser tragen seine Handschrift (vereinfachter Jugendstil, aufwärts führende Stufen als Hochwasserschutz). Rund 40 Häuser, darunter zahlreiche der heute architektonisch bedeutendsten Bauten, wurden ebenfalls von Antonio Franz errichtet, z.B. die Villen Barbara und Freytag, das Geschäftshaus der Familie Fankhauser und das Jagdschloss des Baron Schöller auf der Buchau. Nach 1945 wurden etliche Gebäude im Ortskern, wie der Hofwagner, das Plaßpecken-Haus, das alte Postamt und das Kucharitsch-Haus wegen Baufälligkeit geschliffen. Mit dem Bedarf an Wohnraum entstanden in der Nachkriegszeit in der Eichelau, im Bereich der Dampfsäge sowie im Stein- und Oberhoffeld neue Siedlungsareale.

Museen

Musik

Natur

Teile des Gebiets nördlich und südlich der Enns gehören zum Europaschutzgebiet Pürgschachen Moor und ennsnahe Bereiche.

Vereine

Sonstige Vereine

Oesterreichischer Alpenverein Sektion Admont-Gesäuse, Bienezuchtverein Gesäuse, ...

Regelmäßige Veranstaltungen

Die weltberühmte Admonter Weihnachtskrippe ist jeweils von der Christnacht bis Anfang Februar täglich von 7 bis 19 Uhr zu bewundern.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ansässige Unternehmen

Medienmanufaktur Admont, Johann Reinalter KG, Bergholz-Admont, Moosbrugger Holz, Stia-Holzindustrie, Gasthof zur Bachbrücke, Gasthaus zur Ennsbrücke, Raiffeisenbank Admont, Kaiserau Lifte GmbH, Gasthaus Kamper, Gasthof Kölblwirt, Hotel Spirodom Admont, Gasthof-Pension Ödsteinblick, ...

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Bildung

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 12 SPÖ – stellt den Bürgermeister
  • 7 ÖVP – stellt den Vizebürgermeister
  • 1 Grüne
  • 1 FPÖ

Bürgermeister

Hauptartikel Bürgermeister der Marktgemeinde Admont

Städtepartnerschaften

Pohlheim, Hessen, Deutschland[11]

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Marktgemeinde Admont

Ehrenring

Hauptartikel Ehrenring der Marktgemeinde Admont

Partnerstadt

  • ursprünglich Garbenteich in heute Pohlheim

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Hauptartikel Töchter und Söhne der Marktgemeinde Admont

Bilder

  • Admont – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

   Admont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Literatur

Weblinks

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Admont"

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2014, die neuen Eingemeindungen zusammengezählt
  2. Quelle www.zobodat.at, pdf, Seite 103, abgefragt am 3. Jänner 2018
  3. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki
  4. Quelle vdu.uni-koeln.de Bestand: St. Peter, Archiv der Erzabtei (1005–1981)
  5. Quelle www.evesta.at Das Jubiläumsbuch (PDF)
  6. Quelle ENESTA, das Jubiläumsbuch
  7. Handbuch des Oesterreichischen Automobil-Clubs 1910, zusammengestellt von Friedrich Cubasch, k.u.k. Rittmeister d. R., herausgegeben von Ingenieur Konrad & Bleyer, technisch-literarisches Bureau
  8. Quelle korso.at abgefragt am 13. Mai 2013
  9. Quelle 100 Jahre - ENVESTA Energie- und Dienstleistungs GmbH
  10. ANNO, Arbeiterwille, Ausgabe vom 1. Juni 1946, Seite 8
  11. Quelle Wikipedia Pohlheim


Städte und Gemeinden im Bezirk Liezen seit 1. Jänner 2015
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