Zweiter Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg im Ennstal.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Der Zweite Weltkrieg dauerte von 1939 bis 1945. Am 1. September 1939 griff Adolf Hitler Polen an. Am 3. September erklärten die Weltmächte Deutschland den Krieg. Dieser Krieg weitete sich weltweit aus. Japan und Italien waren Deutschlands Verbündete. Unter verheerenden Umständen wurde an unzähligen Fronten gekämpft. Der Zweite Weltkrieg wurde durch Luftkämpfe und Seeschlachten (U-Boote und Flugzeugträger) geprägt. 1945 drangen die Alliierten nach Deutschland vor. Am 13. April 1945 nahm die Sowjetunion Wien ein. Am 30. April 1945 verübte Adolf Hitler Selbstmord, woraufhin Deutschland einige Tage später kapitulierte. Im August 1945 setzte Amerika zwei Atombomben gegen Japan ein, um die Kapitulation zu erzwingen. Am 2. September 1945 gab Japan auf und der Zweite Weltkrieg war beendet. Während der Kriegsjahre kam es zu zahlreichen Kriegsverbrechen und zum grausamsten Völkermord aller Zeiten am Volk der Juden, sowie der Roma und Sinti.

Im Ennstal

Während des Zweiten Weltkriegs beherbergte Gröbming tausende von Flüchtlingen.

1944

März

Zwischen 11:00 und 11:10 Uhr griffen drei aus Richtung Öblarn anfliegende, angeblich amerikanische Jagdflugzeuge den Bahnhof Gröbming mit Bordwaffen; zwei Männer (Otto Kar und Werner Ulbrich) wurden getötet, die Gebäudeschäden waren leicht.

Der Bahnhof Gröbming wurde zwischen 13:00 und 13:15 Uhr wieder von zwei aus Richtung Schladming anfliegenden Jagdbombern mit Bordwaffen beschossen, wobei eine Lokomotive beschädigt wurde.

Juli

Das Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillon 138 wurde nach Admont verlegt[1].

Oktober

Anfang Oktober 1944 wurden im Almgebiet des Besitzers Thur-Arracher in Donnersbachwald elf mittelschwere Bomben geworfen.

1945

Februar

Von 14:55 bis 15:20 Uhr wurde ein auf der Bahnstrecke Klachau - Bad Mitterndorf bei km 13.962 fahrender Personenzug von sechs aus Gröbming anfliegenden amerikanischen Jägern mit fünfzehn leichten Bomben und mit Bordwaffen angegriffen. Die Lokomotive und acht Waggons wurden leicht beschädigt: 17 Einschüsse an der Lokomotive, 51 an Waggons. Frieda Kienberger starb in der darauffolgenden Nacht im Krankenhaus von Bad Aussee an den erlittenen Verletzunge, eine weitere Person wurde beim Angriff schwer, fünf leicht verletzt.

März

Ein Tieffliegerangriff auf die Bahnstrecke Selzthal-Bischofshofen am Vormittag erreichte das Gemeindegebiet Wörschach zwischen Weißenbach bei Liezen und Stein an der Enns, bei dem drei Lokomotiven der auf der Strecke stehenden Züge durch Bordwaffenbeschuß aus englischen Jagdmaschinen zerstört und zwei mit Treibstoff gefüllte Tankwagen in Brand geschossen werden. Es gab einen Verletzten.

Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr stürzte ein schwer beschädigtes, aus Richtung Trautenfels anfliegendes zweimotoriges Jagdflugzeug der Type Lightning Allison V-1710 unweit des Gehöftes vlg. Schoringer in Fuchsberg Nr. 15 in der Gemeinde Donnersbach aus einer Höhe von 300 bis 400 m in freies Feld ab. Der Pilot, Leutnant der US-Army Adrian C. Edwards, konnte mit dem Fallschirm abspringen, der Fallschirm ging jedoch nicht auf und er wurde beim Aufprall auf dem Boden getötet. Ewards wurde im Ortsfriedhof Donnersbach beigesetzt, im Jahr 1946 jedoch wieder exhumiert.

Um 13.00 Uhr beschossen fünf aus Westen entlang des Ennstales anfliegende amerikanische Jagdmaschinen den Bahnhof Öblarn mit Bordwaffen; ein abgestellter Güterzug wurde leicht beschädigt.

April

Ein aus Norden abfliegendes Flugzeug warf um 11:30 Uhr im Notwurf vier Brandbomben auf Aigen (Marktgemeinde Admont, angeblich Phosphorbomben, durch die das Haus Aigen Nr. 61 bis auf die Grundmauern niederbrannte, 16 Personen wurden obdachlos.

Zwischen 11.00 und 11.09 Uhr

Ein russisches Flugzeug warf in der Nähe von Rottenmann um 11:30 Uhr sieben Bomben ab, durch die die Lacknerhube leicht beschädigt wurde.

In Ramsau-Vorberg wurde ein russischer Boston-Bomber von einer deutschen Jagdmaschine abgeschossen. Zwei Besatzungsmitglieder (der Fliegerleutnant Wasili Nassikin und ein weiterer russischer Flieger) wurden beim Absturz getötet, ein Mann verletzt.

August

Am 5. August 1945 in Admont wurde in einem ehemaligen Lager der Wehrmacht ein Auffanglager für „DP“ (swiki:Displaced Persons) eingerichtet, "das mit 2 000 bis 2 400 Personen zu den größten Flüchtlingslagern der Steiermark zählte" [..] "Plündernde und stehlende Ausländer flüchteten in dieses DP-Lager und ließen ihr Diebesgut zurück. Es fand eine Razzia im Lager mit Hilfe englischer Truppen und 100 (!) Gendarmen aus dem Ennstal statt. Dabei wurden Waffen und Munition sichergestellt." [..] "Der Gendarmerieposten Admont war wegen der häufigen Raubüberfälle auf 20 Mann verstärkt. Im Frühjahr 1946 wurden zwei Gendarmen bei einer Anhaltung beschossen und die Täter flüchteten ins Lager. Es kam zu Verlegung von jüdische Flüchtlingen ins Lager Admont. 50 von ihnen plünderten am 19. Juni das Schloss Röthelstein. Bei der Verhaftung eines polnischen Einbrechers wurden drei Admonter Gendarmen von 25 Polen tätlich angegriffen. In Notwehr erschossen die Gendarmen einen Polen. Am 9. September überfielen 60 jüdische Lagerinsassen den Gendarmerieposten Admont. Ein Hilfsgendarm wurde bis zur Bewusstlosigkeit niedergeschlagen."[2]

Weiterführend

Für Informationen zu Zweiter Weltkrieg, die über den Bezug zum Ennstal hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

  1. Quelle www.lexikon-der-wehrmacht.de
  2. Quelle Amtliche Mitteilung des Bürgermeisters von Admont, Dez. 2007, S.9, im Internet am 5. August 2013 nicht mehr abrufbar gewesen [Quelle dieser Quelle: [http://fremdsehen.at/tag/admont/ fremdsehen.at