Adolf Hitler

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Dieser Artikel erfasst nur Informationen von Adolf Hitler im Zusammenhang mit dem Ennstal.

Ennstalbezug

Unumstritten ist der kurze Aufenthalt Hitlers in der obersteirischen Eisenbahnermetropole Selzthal am 3. April 1938 am Bahnhof Selzthal. Er befand sich in dem nach Graz fahrenden Zug des deutschen Reichskanzlers, der Stimmung für ein „Ja“ bei der Anschlussvolksabstimmung am 10. April machen wollte. Der Zug hatte in Selzthal eine Viertelstunde Aufenthalt am Bahnhof.

Vom begeisterten Jubel für Hitler, in den die Bevölkerung während des kurzen Aufenthalts Hitler ausbrach und ins Maßlose steigerte, berichtete die damals bereits gleichgeschaltene Wochenzeitung Der Ennstaler („Still und groß, voll Liebe und Güte, ging der Blick Adolf Hitlers über die Menschen“). Der Redakteur schien sichtlich ergriffen vom Halt seines Führers gewesen zu sein, wobei er in jenen Tagen nicht alleine dastand. Aber er schrieb kein Wort von einem früheren Besuch Adolf Hitlers in Selzthal.

Gerücht

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Siehe auch: Diskussionsseite

Um diesen früheren Besuch in der Ennstaler Gemeinde des künftigen Politikers ranken sich allerdings Gerüchte in regionalen katholischen Kreisen mit unterschiedlichen Varianten.

Der 1889 geborene Hitler war als junger Mann als Künstler in Wien tätig gewesen und soll 1911 bei der Errichtung des Pfarrhofs mitgearbeitet haben. Dabei soll er die vier völlig harmlosen Gebäudedarstellungen an die Zimmerdecke des offiziell so genannten Bischofszimmers gemalt haben. Ab diesem Punkt gehen nun die Versionen auseinander. Für die einen soll er für einen Rottenmanner Malermeister tätig gewesen sein, für die anderen war er von einer Firma aus Kremsmünster (.) geschickt worden und im Pfarrhof „Sommerarbeiten“ erledigt haben.

Josef Holzmüller, der derzeitig Verwalter des Pfarrhofs, habe zudem gehört, dass Pfarrer Josef Polaschek (* 1883; † 1966) gar bei einem der Bilder ein Hitler-Monogramm entfernt haben. Polaschek war zwischen 1921 und 1950 Pfarrer in Selzthal und als deklarierte Nazi-Gegner bekannt gewesen.

Heute lässt sich nicht mehr feststellen, wer als erster das Gerücht von den Hitlerbildern aufgebracht hatte. Die Pfarrhaushälterin Maria Pöllerbauer (Pfarrer-Miazl) war die älteste bekannte Quelle, jedoch bereits 1982 verstorben. Sie hatte seit den frühen 1930er-Jahren im Pfarrhof gewirkt und auch gewohnt. Da sie aber erst nach der Errichtung des Pfarrhofs kam, ist sie als ursprüngliche Quelle zweifelhaft. Auch ihr erster Vorgesetzter, Pfarrer Polaschek, kam erst später und konnte so unmöglich den jungen Hitler persönlich bei den Arbeiten gesehen haben. Auch sein Vorgänger, Eduard Schleimer konnte nicht dabei gewesen sein. Denn er war ab 1914 der erste Pfarrer der damals gerade von Rottenmann abgetrennten Pfarrgemeinde.

Quelle

Weiterführend

Für Informationen zu Adolf Hitler, die über den Bezug zum Ennstal hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema