Admonter Haus

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Das Admonter Haus 2009
Das Admonter Haus im November 2010
Admonter Haus8181.JPG
Blick nach Nordwesten, Über der Mitte: Natterriegel und Mittagskogel.
Historische Aufnahme um 1915.

Das Admonter Haus ist eine Schutzhütte in den Haller Mauern nördlich des Ennstals.

Lage

Das dem ÖAV, Sektion Admont-Gesäuse Admonter Haus befindet sich am markanten Grabnertörl zwischen Mittagskogel und Admonter Warte auf 1 725 m ü. A..

Geschichte

Das Bestreben des altehrwürdigen Oesterreichischen Alpenvereins war, die Kenntnis der Alpen zu erweitern und zu verbreiten sowie deren Bereisung zu erleichtern. Dies bedeutete den Bau von Schutzhütten und vor allem das Anlegen von Steigen. So verbesserte und sicherte man beispielsweise den Steig auf den Natterriegel. 1894 beschloss man, auf dem Grabnerthör ein Schutzhaus zu erbauen. Am 20. Jänner 1894 wurde der Pachtvertrag mit dem Besitzer des Grundes, Jakob Berghofer Vater, vulgo Farner in Hall, geschlossen. Noch im selben Jahr, am 30. Dezember, wurde die Grundbucheintragung des Baugrund-Pachts und des Reveres beim Bezirksgericht Liezen vorgenommen. Im Bauausschuss waren Heinrich Heß, Karl Pongratz, Franz Sulzer und Ludwig Steinberg.

Errichtet wurde dann die Hütte von der Alpinen Gesellschaft "Ennstaler".[1] Im Frühjahr des nächsten Jahres begann man mit den Bauarbeiten und das „Admonter Haus“ konnte am 18. August 1895, dem 65. Geburtstag des Kaisers Franz Josef I., eröffnet werden. Stolz schrieb einer der Berg-Pioniere des Gebietes, Heinrich Heß, in seinem „Spezial-Führer durch das Gesäuse“:

Es ist aus festem Steinmauerwerk ausgeführt und in allen Räumen gut vertäfelt. Es besitzt ... einen Matratzenschlafraum für 8 Personen; im ersten Stockwerke befinden sich 4 Zimmer mit je 2 bis 3 Betten und ein Raum mit Matratzenlagern.

Die Schutzhütte wurde sehr gerne besucht. 1901 schwärmte ein Dr. Julius Mayr von der Abendstimmung vor der Hütte: Wenn die Schatten von Wand und Riff länger und länger werden, wenn im Thale unsichere Töne weben, so liegt noch mildes Licht hier oben auf dem Berge. ... Rauher aber auch zieht der Bergwind herab und treibt die Wanderer in die Stube, wo das Feuer loht und der gutmüthige Wirt geschäftig bedient.

Doch andern Tages nach einfachem Lager und doppeltem Schlaf geht es hinan zur Spitze. Offensichtlich noch vor Sonnenaufgang, denn der Wirt des Admonterhauses hat uns die Stunde für das Morgenmahl festgesetzt. So geht es wieder hinab zu ihm und nach kurzer Rast nach Admont zurück.

Das Frühstück nach einer Bergtour - ein seltener Genuss, den man sich dort oben auch heute noch leisten kann (wenn man früh genug aufsteht!). Doch auch tagsüber erhält man ausgezeichnete Speisen. Wenn der jetzige Wirt Zeit hat - fragt man ihn, welche Ennstaler Spezialität er einem auftischen kann.

1901 besuchten 576 Touristen das Admonter Haus. 1902 war Hüttenwirt Andreas Mayerhofer, der sich in alpinen Kreisen großer Beliebtheit erfreute,[2] das letzte Jahr Hüttenwirt gewesen.

1913 besuchten 1 100 Touristen die Hütte, deren Wirt Hans Lengauer aus Opponitz war.[3]

In den 1930er Jahren lag der Hüttenschlüssel im Hotel Sulzer in Admont.

Am 27. August 2005 feierte das Admotner Haus sein 110 jähriges Bestehen[4].

Hüttenwirte

...

  • seit Mai 2020: Elisa und Gottfried

Bilder

  • Admonter Haus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle anno, Neues Wiener Tagblatt, Ausgabe vom 4. September 1910, Seite 12
  2. Quelle anno, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Mai 1902, Seite 17
  3. Quelle anno, Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 3. Mai 1914, Seite 9
  4. Quelle mit zahlreichen Bildern von der Veranstaltung