Heinrich Heß

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Heinrich Heß

Heinrich Heß (* 29. Dezember 1857 in Wien; † 12. August 1946 ebenda) war einer der ganz großen Gesäuse-Pioniere und wird als solcher auch "Vater des Gesäuses" genannt.

Leben

Schon als Kind unternahm Heß Bergfahrten. Dabei wurde das Gesäuse zu seinem Lieblingsgebiet. Heß war ein Metallwarenfabrikant, der, weil er auch samstags in seinem Kontor arbeitete, für seine Bergtouren nur den Sonntag hatte.

Am 11. Juni 1876 gelang ihm die zweite Besteigung des Admonter Reichensteins.

Am 11. Juni 1877 beging er als erster Tourist den Peternpfad mit Andreas Rodlauer, am 5. Juli 1877 den Wasserfallweg im Urzustand. Am 29. August 1877 stand er als Erster auf dem Kleinen Buchstein und am 16. August 1885 kletterte Heß auf den Hexenturm-Gipfel erstmals im Rahmen einer Gratüberschreitung von Westen über den Kesselgrat.[1]

Er war ein begeisterter Bergsteiger und Buchschreiber auf diesem Gebiet. Er redigierte 31 Jahre die "Mitteilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins" und 25 Jahre das "Jahrbuch". Gemeinsam mit Ludwig Purtscheller brachte er den mehrbändigen "Hochtourist" heraus, der über Jahrzehnte ein Standardwerk der ostalpinen Führerliteratur war. 1884 verfasste er den ersten Gesäuseführer, den ersten deutschsprachigen Führer für ein Alpengebiet. Ab der siebten Auflage, 1921, trat dabei Eduard Pichl als Koautor auf.

Mit der Gründung der Alpinen Gesellschaft Ennstaler schuf er sich eine treue und hilfsbereite Gesellschaft.

Am 27. und 28. Juni 1926 feierte er sein 50jähriges Jubiläum als Alpinist.[1]

Ehrungen

Ihm zu Ehren wurde die Heßhütte benannt.

Bücher

Quellen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Quelle anno, Österreichische Touristenzeitung, Ausgabe 1926, Seite 90