Hexenturm (Bärnkarmauer)

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Gipfel des Hexenturm
Karte

Der Hexenturm ist ein Berg nördlich von Hall bei Admont und gehört zu den Ennstaler Alpen. Er ist 2 172 m ü. A. hoch.

Geschichtliches

Am 7. September 1877 bestiegen Dr. August Martinez und Franz Rumpel, die Admonter Josef Draxler und Jakob Friedl, die Oberförstergattin Marie Pachmayer sowie der Botaniker Gabriel Strobl den Gipfel als erste "Touristen".[1] Sie waren in Begleitung des Jäger Hechtners. Hechtner war bereits etwa 15 Jahre vorher am Gipfel des Hexenturms gestanden. Sie stiegen von der Grabneralm auf und gelangten über den Natterriegel, das Rosskar und über die Südostflanke zum Gipfel. Dies ist in etwa jene Normalroute, die man noch heute geht. Am Gipfel fanden sie eine Triangulierungsstange vor. Diese war im August 1877 auf Veranlassung des Forstamtes St. Gallen aufgestellt worden. Die beiden zu spät gekommenen "Erschließer" Dr. August Martinez und Franz Rumpel bezeichneten den Hexenturm als Bärnkarmauer und führten damit den falschen Begriff in die Literatur ein.

Heinrich Heß kletterte am 16. August 1885 auf den Hexenturm-Gipfel erstmals im Rahmen einer Gratüberschreitung von Westen über den Kesselgrat.

Am 18. August 1895 wurde das Admonter Haus am Grabnertörl der Section Ennsthal-Admont des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins eröffnet.

Am 15. August 1936 stürzte der Wiener Alpinist Franz Müllner gegen Mittag am Hexenturm tödlich ab.

2002 wurde von der Sektion Admont-Gesäuse des Oesterreichischen Alpenvereins der Hexensteig errichtet.

Erreichbarkeit

Vom Buchauer Sattel dem markierten Weg folgend bis zum Grabneralmhaus, weiter bis zum Admonter Haus. Am Weg Nr. 634 Richtung Natterriegel bei der Abzweigung entweder über den Hexensteig (versicherter Klettersteig Schwierigkeitsgrad A/B) oder durchs Rosskar (Vorsicht bei Nässe).

Schutzhütten, Almhütten

In der Nähe des Berges befinden sich folgende Schutzhütten/Almhütten:

Almen

Bilder

Weiterführend

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Das Vaterland, Ausgabe 12. September 1877, Seite 3