Der Putschversuch Juli 1934 am Fuße des Grimmings

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1935: Ehrenmal in Klachau zur Erinnerung an jene sechs Heimatschützer, die beim Juliputsch 1934 am Fuße des Grimmings an dieser Stelle ums Leben kamen.
1935: Ehrengäste anlässlich der Einweihung des Ehrenmals.
Opferbilanz des Juliputsches 1934 am Fuße des Grimmings.

„Der schaurige Widerhall der Schüsse …“ Der Juliputsch 1934 am Fuße des Grimmings[1] ist ein Beitrag von Prof. MMag. Martin Parth (Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Stainach) aus dem Magazin Da schau her, Ausgabe 3/2011[2]

Einleitung

Karl stand mit dem Gesicht zum Postautobus, die Hände über dem Kopf. Ein kühler Wind strich von den Abhängen des Grimming herunter. Die Schmerzen in seinem Kiefer waren kaum zu ertragen. Er hörte, wie sich hinter ihm ein paar Männer unterhielten. „Was machen wir mit ihnen?“, flüsterte einer. „Der Pohnert meint, wir nehmen sie mit nach Stainach. Hier lassen können wir sie ja schlecht.“ „Aber geh“, flüsterte ein anderer. „Ist doch schade ums Benzin. Am gescheitesten wär’, wir erschießen sie gleich hier, in der Klachau. Wozu Umstände machen?“[3]

Die Szene, die der Journalist Günther Kaindlstorfer hier im Rahmen seines bemerkenswerten literarischen Debüts in der akribisch recherchierten semidokumentarischen Erzählung „Der Postautobus“ beschreibt, gehört zu einer der blutigsten Episoden des nationalsozialistischen Juliputsches von 1934 im Ennstal.

Der Juliputsch am Fuße des Grimmings

Nach alarmierenden Nachrichten aus Wien konnten im damaligen Bezirk Gröbming Gendarmerie und regierungstreue Wehrverbände am 25. Juli noch rechtzeitig ihre Hauptmacht in Gröbming und Bad Aussee konzentrieren, ehe es bei Wörschach, Schladming, Pichl-Gleiming, Klachau und Mitterndorf zu Feuergefechten zwischen Nationalsozialisten und der Exekutive kam, wobei auf beiden Seiten Tote und Verwundete zu beklagen waren.

Das Aufstandszentrum im mittleren Ennstal bildete der Raum Stainach-Irdning, von wo bewaffnete SA-Männer zur Besetzung der umliegenden Orte entsandt wurden. Vermutlich durch das Abhören eines Telefongesprächs erfuhren die Putschisten, dass am frühen Morgen des 26. Juli ein Postautobus mit einem Gendarmen und 17 Ausseer Schutzkorpsangehörigen zur Verstärkung nach Gröbming abgehen sollte.[4]

Von Stainach wurde ihnen eine Gruppe von 15 Aufständischen unter dem Ausseer Sturmführer Oberleutnant a. D. Josef Pohnert in einem Omnibus entgegengeschickt. Bei Klachau-Girtstatt kam es gegen 4 Uhr früh zum Zusammenstoß. Während dem zuerst aussteigenden Gendarmen Josef Hammer der angeschlagene Stutzen aus der Hand geschossen und er darauf vom Führer der Aufständischen niedergestreckt wurde, starb der Putschist Adolf Strohmayer durch die Kugel eines Heimatschützers. Die Nationalsozialisten überschütteten in der Folge den Postautobus mit heftigem Gewehrfeuer.

Einige der unzureichend mit Waffen und Munition versehenen Hilfspolizisten gelangten noch aus dem Fahrzeug und erwiderten das Feuer, andere suchten unter den Sitzen Deckung. Vier von ihnen wurden im Kugelhagel getötet oder tödlich verwundet, mehrere andere und der Postchauffeur teils schwer verletzt.[5]

Nachdem sich die Überlebenden ergeben hatten, wurde der wehrlose Kompaniekommandant-Stellvertreter des Heimatschutzes Max Diermayer, ein Familienvater „mit kristallklaren Augen und sonnigem Herzen“,[6] von den Aufständischen brutalst misshandelt und anschließend ermordet. An der Tat beteiligt waren Josef Pohnert und der Stainacher SA-Mann Rudolf Erlbacher.

Unter fortwährenden Gewalttätigkeiten wurden danach Gefangene, Verwundete und Tote nach Stainach gebracht und erstere eingesperrt. Dort erst wurden die Verletzten erstversorgt und von der Rettungsabteilung ins Krankenhaus Rottenmann überführt. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät.[7]

Die dramatische Eskalation der von einem fanatischen Führer befehligten Aktion wirkte selbst auf manche Teilnehmer ernüchternd. Nach der Rückkehr, so einer von ihnen später, hätte er gesagt, ich kann nicht mehr, ich tue nicht mehr mit und bin nach Hause gegangen. Das Gewehr habe ich beim Zeiringer stehen gelassen und die Hakenkreuzbinde weggeworfen.[8]

Der schwer verletzte Gendarm und mehrere Heimatschützer waren dem Gemetzel entkommen, wodurch der couragierte Ausseer Postenkommandant Revierinspektor Valentin Tarra von den Vorgängen erfuhr und sich nur Stunden später mit einigen Gendarmen und Schutzkorpsmännern den erneut mit Verstärkung von Stainach herannahenden Putschisten entgegen stellte. Das Gefecht bei Mitterndorf forderte zwei Todesopfer und endete mit dem Rückzug der Exekutive. Erst der Einsatz von Heeres- und Heimatschutzkräften aus Oberösterreich brachte den Aufstand gegen Abend zum Zusammenbruch.[9]

Während Josef Pohnert die Flucht nach Jugoslawien gelang, musste sich Rudolf Erlbacher mit den ausgeforschten Beteiligten vor dem Leobener Militärgericht verantworten. Die Verteidigung argumentierte, dass die Gewaltexzesse ein Ausfluss der beiderseitigen Erregung, insbesondere aber derjenigen über den Tod Strohmaiers waren, und nicht etwa einer vorgefassten Absicht entsprangen.[10] Bemerkenswerterweise stellten die uniformierten Richter trotz der Schwere der erhobenen Anschuldigungen fest: Ein Bürgerkrieg kann nur mit der Waffe in der Hand (…) durchgeführt werden und gehören die Kampfhandlungen (…) nur dem Tatbestand des Hochverrates zugerechnet und begründen noch keinen eigenen Tatbestand des Mordes oder des Mordversuches.[11] Dementsprechend wurden auch nur gezielt mit tödlichen Waffen gegen bestimmte Personen gerichtete Handlungen nach § 136 STG (Mord) geahndet.

Der ehemalige Berufssoldat August Ritz, Haupträdelsführer in Irdning, büßte seine Schüsse auf einen Gendarmen bei Mitterndorf mit lebenslänglichem Kerker.[12] Die sechs anderen Angeklagten hatten aktiv am Gefecht in der Klachau teilgenommen. Am 22. August 1934, seinem 28. Geburtstag, wurde Rudolf Erlbacher wegen Beihilfe zum Mord an Max Diermayer zum Tod durch den Strang verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.[13] Die fünf Mitangeklagten, denen keine konkreten Tötungsabsichten nachgewiesen werden konnten, erhielten wegen Hochverrats verschärfte Kerkerstrafen zwischen zehn und 15 Jahren.

Zum Gedenken an die toten Heimatschützer wurde im Spätherbst 1935 in der Klachau ein Kreuz auf einem Marmorsockel errichtet,[14] der eine von Prof. Wilhelm Gösser ausgeführte Christusdarstellung zeigte, ein Denkmal, das der Nachwelt bezeugen soll, wie bestialisch Menschen gleicher Sprache und Sitte sein können.[15] Die Bedeutung des „vaterländischen“ Erinnerungszeichens im „nationalsozialistisch verseuchten“ Ennstal wurde durch die Anwesenheit des Landesstatthalters, des Sicherheitsdirektors und führender Funktionäre von Heimatschutz und Vaterländischer Front bei der Einweihung unterstrichen.[16]

Auf Seiten der Gegner waren bereits am ersten Jahrestag des Juliputsches die Namen der hingerichteten Ennstaler Aufständischen Ebner und Erlbacher als Straßenbeschmierungen im Murtal aufgetaucht. In NS-Flugblättern der illegalen Zeit werden sie mehrfach als „Blutzeugen der Bewegung“ genannt.[17] Nach dem Juliabkommen von 1936, das auf Druck Hitlers weitgehende Erleichterungen für die österreichischen Nationalsozialisten brachte, wurden den Klachauer Putschisten durch den Bundespräsidenten ihre noch zu verbüßenden Haftstrafen in Form einer „bedingten Begnadigung“ mit fünfjähriger Probezeit nachgesehen. Für August Ritz öffneten sich nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 die Gefängnistore.[18] Gleichzeitig begann das Strafgericht der neuen Machthaber. So wurde der seinerzeitige Vorsitzende des Militärgerichts, Oberst Heinrich Šefčik, der den Auftrag zur Vollstreckung des Urteils an Rudolf Erlbacher erteilt hatte, seines militärischen Kommandos in Kärnten enthoben und in den Selbstmord getrieben.[19]

Für Revierinspektor Tarra, der sich im Kampf gegen den Nationalsozialismus besonders exponiert hatte, begann ein jahrelanger Leidensweg öffentlicher Anfeindungen, Demütigungen und Gefängnisaufenthalte.[20]

Im Taumel der ersten Anschlussbegeisterung stand der Juliputsch im Sommer 1938 im Zentrum landesweiter Gedenkfeiern. Die bereits in der illegalen Zeit betriebene Mythologisierung des Ennstaler Aufstandes als Freiheitskampf eines vom austrofaschistischen Regime unterdrückten Bergvolkes fand nunmehr ihren sichtbaren Ausdruck in einer propagandistisch inszenierten Gedenkfeier, für die die Wände des Grimmings, die damals in schaurigem Widerhall die Schüsse, unter denen manche fielen, zurückwarfen, die Kulisse abgaben:

In kaltem Grau steht wuchtig der Block des gewaltigen Grimming und sieht hinab auf den lieblichen Ort Klachau, der mit seiner schönen Umgebung alljährlich das Ziel vieler Wanderer geworden ist. Am heutigen Tage gedenken die Bewohner dieses schönen Tales jener Stunden, als vor vier Jahren in den frühen Morgenstunden die Felswände dieses Berges von Schüssen widerhallten, als das Volk in diesem Lande seine Fesseln sprengen wollte, als der Bauer, der Holzknecht von seinen Höhen herabstieg, um mit der Waffe in der Faust seine Heimat zu befreien. Die damals gegen uns standen, sie ließen sechs der ihren an dieser Stätte zurück und einen, den wir nie vergessen (…), mussten wir verlieren.[21]

Für die SA-Gebirgsjägerstandarte Nr. 9 - 1934 Hauptträgerin des Aufstandes in der Region - wurde der Juliputsch zum Traditionselement. In einem „feierlichen Appell“ erhielt die Standarte am 12. März 1939 in Liezen den Namen „Rudolf Erlbacher“.

Weitere Namensverleihungen mit Bezug zu den Kämpfen bei Klachau und Mitterndorf erfolgten an den Sturm 7/GJ 9 „Adolf Strohmayer“ in Stainach und den Sturm 9/GJ 9 „Hugo Pliem“ in Tauplitz.[22] In diesem Zusammenhang fällt auf, dass nur ein verurteilter Beteiligter des Gefechts in der Klachau als „Blutordensträger“ der NSDAP aufscheint. Möglicherweise haben hierbei die grausamen Übergriffe, die auch von eigenen Mitkämpfern abgelehnt wurden, eine Rolle gespielt.[23] Immerhin musste selbst die NS-Historiographie zu einer völligen Umkehrung der Tatsachen greifen, um den ungünstigen Gesamteindruck zu verwischen.[24]

Was nach 77 Jahren geblieben ist, sind die Erinnerungszeichen. Überraschenderweise hat das „Heldengrab“ auf dem Ausseer Friedhof, dessen aus der Erde ragende Hände mit dem hocherhobenen Kreuz den „Opfertod“ der gefallenen Heimatschützer für den autoritären Ständestaat beschwören, alle politischen und gesellschaftlichen Umbrüche seit 1934 unbeschadet überstanden. Das anklagende Denkmal in der Klachau wurde nach 1938 von Nationalsozialisten zerstört und beseitigt.[25] Anfang der 1950er-Jahre gab der hochwasserführende Grimmingbach das Eisenkreuz wieder frei. Seinem historischen Kontext entfremdet, steht es nun an einem Aussichtspunkt südlich von Tauplitz.[26]

Die erschreckende folgenschwere Eskalation der Gewalt im Juli 1934 beschäftigt noch heute Menschen rund um den Grimming. Bezeichnend für die Zerrissenheit einer Zeit, die auch vor familiären und freundschaftlichen Banden nicht halt machte, ist jener Stainacher Putschist, dessen Neffe im gleichen Ort Hilfspolizist und damit Gegner war. Trotzdem verbarg der Onkel nach der Rückkehr von der Klachau den um sein Leben bangenden Neffen in seiner Wohnung, während er als SA-Mann im Ort Wache hielt.22[27] Für Nachgeborene unbegreiflich, sind die Juliereignisse am Fuße des Grimming Teil der Tragödie junger Menschen, die unter dem Einfluss totalitärer Ideologien überzeugt von der Richtigkeit ihres Tuns ethische Grenzen überschritten und damit zu Katalysatoren einer verhängnisvollen Entwicklung wurden.

Ergänzend zum Beitrag von Prof. MMag. Martin Parth

Aus Zeugenaussagen über Ereignisse bei Bad Mitterndorf und Klachau

Über Ereignisse in Mitterndorf und Klachau im Leobener Militärgerichtsprozess im August 1934

Der Realschüler aus Bad Aussee, Friedrich Lanzdorf, Realschüler aus Bad Aussee, sagt unter Eid aus, dass er mit 15 anderen Heimwehrleuten von Bad Aussee um 3 Uhr früh nach Gröbming zur Verstärkung der Gendarmerie ging. Zwölf Heimatschützer waren mit Gewehren ausgerüstet, Lanzdorf jedoch nicht. Vor der Ortschaft Klachau trafen sie auf ein Auto der Nazi, die aus dem Fahrzeug sprangen und in Feuerstellung gingen. Der Nazikommandant Pohnert rief von 15 Metern ihnen zu: „Ergebt euch oder wir schießen!'“

Die aus Bad Aussee Kommenden blieben auf ihrem Fahrzeug sitzen und als Gendarm Hammer absprang und schrie: „Nein!“ wurde er von Pohnert durch einen Pistolenschuss niedergestreckt und erlitt einen Brustschuss. Daraufhin eröffneten die Nazi ein mörderisches Feuer auf die Heimwehrleute, die noch im Wagen saßen, was eine umso furchtbarere Wirkung hatte. Mit der ersten Salve fielen gleich drei Heimatschützer, zwei wurden schwer verletzt. Die Nazis feuerten einige hundert Schüsse, die Heimwehr hingegen konnte nur etwa 15 Schüsse abgeben, waren sie doch gar nicht auf den Überfall gefasst gewesen. Pohnert schrie immer wieder „Schießt sie alle nieder!“, bis die Heimwehr das Feuer einstellte. Dann wurden sie, die noch lebend übrig geblieben waren, gefangen genommen und geschlagen.

Bei den Nazis war Rudolf Erlbacher, der in diesem Prozess als Angeklagter anwesend war. Ein weiterer Zeuge, Emil Höllweger, Forstbeamter aus Bad Aussee, der als Schutzkorpsmann im Auto der Heimwehr war, sagt ebenfalls unter Eid aus. Ihm stellte der Verhandlungsleiter zur Feststellung der Schuld Erlbachers eingehende Fragen. Höllweger bestätigte, dass Erlbacher wild mit dem Gewehrkolben herumgeschlagen und auch ihm misshandelt hatte.

Prinz Franz Josef Schaumburg-Lippe wurde aus der Haft dem Verhandlungsleiter vorgeführt. Dieser von kleiner, unscheinbarer Gestalt, mit Lederhose und Steirerrock bekleidete reichsdeutsche Staatsbürger verbrachte die Nacht zum 26. Juli im Bereitschaftslokal der nationalsozialistischen Partei in Klachau und wollte früh morgens auf die Jagd gehen. Mittlerweile war es zum Feuergefecht gekommen, das der Prinz durch das auf seinem Gewehr montierten Zielfernrohr beobachtete.

Interessant war auch die Aussage des 38-jährigen Landwirts Johann Maier. Zusammen mit anderen Nazi saß er im Bereitschaftslokal in Stainach. Von dort sah er, wie man verwundete Heimatschützer in den Eiskeller der Fleischhauerei Moßbrugger gesperrt hatte. Er bestätigte auch die brutale Behandlung der Verletzten von den meisten Nationalsozialisten. Einer schrie den im kalten Eiskeller untergebrachten Gefangenen zu: „Das Loch ist noch viel zu gut für euch!“. Pohnert erklärte den Gefangenen, dass sie alle sofort an die Wand gestellt werden, wenn sich auch nur einer rühren sollte. Den Zeugen Steinberger, der selbst ein Nazi war, hatte über alle diese Brutalitäten so der Ekel gepackt, dass er das Bereitschaftslokal heimlich verließ, sein Gewehr wegwarf und nach Hause ging.

Rudolf Erlbacher wurde am 22. August 1934 hingerichtet.

Quellen

Einzelnachweise

  1. So der Originaltitel des Beitrags, jedoch handelte es sich bei diesem Putsch nur um einen Putschversuch. Siehe dazu auch die swiki:Diskussion:Juliputschversuch im Salzburgwiki
  2. Die Zustimmung von Wolfgang Otte (Redaktion von „Da schau her“) und des Verfassers Prof. MMag. Martin Parth für die Veröffentlichung des Artikels über „Der schaurige Widerhall der Schüsse …“ - den Juliputsch 1934 am Fuße des Grimmings (Klachau/Tauplitz) - vom „Da schau her 3/2011“ (ab Seite 19) im EnnstalWiki wurde schriftlich über Hermann Harreiter an Administrator Peter Krackowizer erteilt (6. November 2020).
  3. Günter Wels (d. i. Günter Kaindlstorfer), Der Postautobus. In: Ders., Maitage (Wien 2010), 236-273, 270.
  4. Kuratorium des Fonds zur Unterstützung der Witwen und Waisen der gefallenen Bundesheer-, Exekutiv- und Wehrverbandsangehörigen (Ed.), Um Österreichs Freiheit. Ein Beitrag zur Geschichte der Abwehrkämpfe des Jahres 1934 in der Steiermark (Graz 1936), 191; Chronik des Gendarmeriepostens Mitterndorf I, 26. Juli 1934.
  5. ÖStA, AdR 05/LV, Militärgerichtshof 1934, Akt MHv 55/34, 91ff.; 126ff. Vom Gendarmerieposten Mitterndorf wurden später an der Kampfstätte an die 150 von den Putschisten herrührende Patronenhülsen vorgefunden.
  6. Diözesanarchiv Graz, Pfarrchronik Altaussee 1934, Die Beerdigung von sechs gefallenen Heimatschützern (eingeklebter Bericht aus dem Volksblatt vom 30. Juli 1934).
  7. Kurt Bauer, Elementarereignis. Die österreichischen Nationalsozialisten und der Juliputsch (Wien 2003), 212.
  8. ÖStA, AdR 05/LV, Militärgerichtshof 1934, Akt MHv 55/34, 33.
  9. ÖStA, AdR 04, BKA-Inneres 22 gen. ex 1934, Ktn. 4904/a, Gz. 219.833.
  10. ÖStA, AdR 05/LV, Militärgerichtshof 1934, Akt MHv 55/34, 141.
  11. Ebd., 332.
  12. Der Ennstaler Nr. 34 vom 24. August 1934, 7f.
  13. ANNO, Illustrierte Kronen Zeitung, Ausgabe vom 23. August 1934, Seite 11: Eine Hinrichtung in Leoben
  14. siehe Gedenkstätte in Tauplitz
  15. Chronik des Gendarmeriepostens Tauplitz I, Nachtrag für 1934 (Der Posten wurde erst 1936 errichtet.).
  16. Bilder-Welt Nr. 21 vom 10. November 1935, 2.
  17. ÖStA, AdR 04, BKA-Inneres 22 gen. ex 1935, Ktn. 4907, Situationsbericht vom 26. August 1935.
  18. ÖStA, AdR 05/LV, Militärgerichtshof 1934, Akt MHv 55/34, 371ff.
  19. Vgl. Erwin Steinböck, Österreichs militärisches Potential im März 1938, (Wien-München 1988), 111.
  20. Vgl. Albrecht Gaiswinkler, Sprung in die Freiheit (Wien 1947), 241f.
  21. Die Standarte J 9 gedenkt der Juligefallenen. An der Kampfstätte in Klachau. In: Obersteirische Volkszeitung Nr. 88 vom 30. Juli 1938, 9.
  22. SA-Gebirgsjägerstandarte 9, Einladung zum Standartenappell und Aufmarsch am Sonntag den 12. März 1939 in Liezen, Archiv Verfasser
  23. Vgl. Wolfgang Höllrigl, Hitlers Fanklub. Die Blutordensträger: Österreichs Super-Nazis. In: Wiener, April 1988, 166ff. Zumindest was deren spätere Karrieren im Dritten Reich angeht, ist der reißerische Titel für die meisten Ennstaler Putschisten unzutreffend.
  24. Bauer, Elementarereignis, 212
  25. Siehe dazu Kreuz im Jaglbauer Ossfeld
  26. Freundliche Mitteilung von Herrn Franz Strick, Bad Mitterndorf. Für weitere Hinweise bin ich Herrn Dr. Alois Ruhri, Graz, Herrn Franz Frischmuth, Altaussee, und Herrn Alois Perl, Tauplitz, zu Dank verpflichet.
  27. Vgl. ÖStA, AdR 05/LV, Militärgerichtshof 1934, Akt MHv 55/34, 33.