Bereichsfeuerwehrverband Liezen

Der Bereichsfeuerwehrverband Liezen (vormals Bezirksfeuerwehrverband Liezen) ist der Dachverband aller 95 Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren des Bezirkes Liezen.

Inhaltsverzeichnis

Rechtsstatus

Sein Rechtsstatus ist der einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Bereichsfeuerwehrkommandant ist seit 2011 Landesbranddirektor-Stellvertreter Gerhard Pötsch, der in Pichl-Kainisch wohnt.

Gliederung

Der Bereichsfeuerwehrverband Liezen ist in zehn Feuerwehrabschnitte gegliedert.

Der Bereichsfeuerwehrverband Liezen ist zuständig für den gesamten politischen Bezirk Liezen. Ihm gehören 88 Freiwillige Feuerwehren und sieben Betriebsfeuerwehren an, rund 5 813 Frauen und Männer (Stand Mai 2020) engagieren sich freiwillig und ehrenamtlich. Die Alarmierung erfolgt von der Warn- und Alarmzentrale „Florian Liezen“ und als Redundanz von der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“.

Geschichte

Die ersten Freiwilligen Feuerwehren des Bezirk Liezen entstanden naturgemäß in den zentralen Orten. Eine Aufstellung aus dem Jahre 1872 verzeichnete die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehren Aussee und Rottenmann bereits im Jahre 1871. Nach den Gründungsbewilligungen der k.k. Statthalterei bildeten sich die ersten Wehren:

In rascher Folge kam es nun zu weiteren Neugründungen; vor 1900 existierten im Bezirk bereits 37 Wehren, von denen sich die Schloß-Feuerwehr Gröbming bald wieder auflöste. Mit der „Freiwilligen Feuerwehr der Cellulosefabrik von Dr. Alexander Peez in Weißenbach an der Enns“ bildete sich 1890 die erste Betriebsfeuerwehr im Bezirk.

Nach dem Entstehen der ersten Feuerwehren kam es die folgenden zehn Jahren kaum zu Neugründungen. Dann aber bildeten sich zwischen 1890 und 1899 gleich 21 Wehren neu. Eine zweite Gründungswelle folgte dann zwischen 1920 und 1929. In den letzten 45 Jahren wurden im Bezirk nur mehr zwei Wehren gegründet.

Nach gründlicher Vorbereitung wurde 1886 die Einteilung der Feuerwehren in eigene Feuerwehrbezirke getroffen. Für den Bereich der Bezirkshauptmannschaften Gröbming und Liezen wurde der XI. Feuerwehrbezirk „Unteres Enns- und Paltental“ gebildet. Ihm gehörten die vier Feuerwehren Trieben, Rottenmann, Admont und Liezen an.

Neben den in diesem Bezirksverband eingegliederten Wehren waren im Bezirk Liezen noch die Feuerwehren Aussee, Gröbming, Mitterndorf, St. Gallen und Schladming Mitglieder des Landesverbandes, aufgrund ihrer geografischen Lage aber keinem Feuerwehrbezirk zugeteilt. Die damals bereits bestehenden Wehren Wörschach, Irdning und Altaussee waren noch nicht Mitglieder des Landesverbandes.

Durch die Gründung immer neuerer Feuerwehren wurde die Unterteilung in mehrere Feuerwehrbezirke notwendig. Bis 1938 existierten nun die Bezirke Oberes Ennstal, Steirisches Salzkammergut, Mittleres Ennstal, Unteres Enns- und Paltental und Eisenerz.

Bei der Neuorganisation des Feuerwehrwesens nach 1945 kehrte man nicht zur alten Organisation der Feuerwehrbezirke zurück. Im Mai 1946 berief der Bezirkshauptmann von Liezen alle Hauptleute zur Gründung eines Bezirksfeuerwehrverbandes in die Bezirkshauptstadt. Ausgenommen die Wehren des Gerichtsbezirkes Bad Aussee, die nach wie vor zum Landesverband Oberösterreich gehörten.

Im Februar 1947 erfolgte die Unterteilung in acht Abschnitte: Admont, Gröbming, Irdning, Liezen, Palfau Paltental, Schladming, Weißenbach-St. Gallen. 1947 wurde das Salzkammergut wieder dem Bundesland Steiermark zurückgeführt und somit die Feuerwehren in den Bezirksfeuerwehrverband Liezen eingegliedert. Die Abschnitte Bad Aussee und Bad Mitterndorf kamen nun als neunter und zehnter Abschnitt hinzu.

Mit 1. Jänner 2012 wurden die Bezirksfeuerwehrverbände der Steiermark in "Bereichsfeuerwehrverbände" umbenannt.

Weblinks

Quellen