Weißenbach an der Enns

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Ortsansicht
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Basisdaten
Politischer Bezirk: Liezen (LI)
Fläche: 68,58 km²
Geografische Koordinaten: 47° 42′ N, 14° 38′ O
Höhe: 430 m ü. A.
Einwohner: 483 (1. Jänner 2014)
Postleitzahl: 8932
Vorwahl: 0 36 32
Gemeindekennziffer: 61248
Gliederung: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 8932 Weißenbach an der Enns 110
Offizielle Website: www.weissenbach.istsuper.com
Politik
Bürgermeister: Herbert Baumann (Partei)
Gemeinderat: 9 Mitglieder: 6 ÖVP,
3 SPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Jahr Bevölkerung
1869 982
1880 879
1890 971
1900 1 043
1910 1 115
1923 1 269
1934 1 268
1939 1 177
1951 1 250
1961 1 158
1971 1 004
1981 752
1991 646
2001 566
2011 501
2014 483
Karte

Weißenbach an der Enns war bis 31. Dezember 2014 eine eigenständige Marktgemeinde im Nordosten des Bezirks Liezen. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 1. Jänner 2015 mit der Gemeinde St. Gallen zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde trägt den Namen St. Gallen.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde befindet sich an der Grenze zu Oberösterreich, wo die Enns nach dem Verlassen des Gesäuses in nördliche Richtung fließt. Nur noch das Zentrum der Gemeinde Altenmarkt bei St. Gallen, das noch nördlich als Weißenbach an der Enns liegt, hat nochmals Anteil an der steirischen Enns.

Ortsgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011): Bichl (56), Breitau (30), Oberlaussa (7), Unterlaussa (46), Weißenbach an der Enns (344) und Wolfsbachau (26).

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Weißenbach an der Enns und Wolfsbachau.

Nachbargemeinden

Vor der Gemeindestrukturreform 2015

Im Norden grenzt die Gemeinde an Weyer und Rosenau am Hengstpass in Oberösterreich, im Nordosten an Altenmarkt bei St. Gallen, im Südosten an Landl und im Südwesten an St. Gallen.

Seit der Gemeindestrukturreform 2015

Im Norden grenzt die Gemeinde an Weyer und Rosenau am Hengstpaß in Oberösterreich, im Nordosten an Altenmarkt bei St. Gallen, im Südosten an Landl und im Südwesten an den Ortsteil St. Gallen.

Geschichte

Erste Nennungen im 12. Jahrhundert sind nachweisbar. Am 9. Jänner 1277 gab König Rudolf I. (* 1218; † 1291; der erste römisch-deutsche König aus dem Geschlecht der Habsburger) die Erlaubnis zum Bau einer Brücke über die Enns, die ziemlich genau an der gleichen Stelle, wo sich die heutige Ennsbrücke befindet, gebaut wurde.

Vor allem gab es drei Wirtschaftszweige , denen der Ort und die Gegend um Weißenbach ihren Aufstieg verdankten. Die Eisenindustrie mit den Hammerwerken, damit verbunden die Flößerei ennsabwärts, und die Salzgewinnung. Bereits im 13. Jahrhundert findet sich die erste Eisenhammerstätte dieses Gebietes urkundlich erwähnt.

Die Zahl der Hammerwerke im Gebiet der Herrschaft Gallenstein wuchs mit der Zeit auf 26 Betriebe an. Aber nicht nur das aus Innerberg hierher gebrachte Eisen war für dieses Gebiet von Bedeutung, sondern auch die Weißenbacher Saline, die dem Benediktinerstift Admont namhafte Einkünfte abwarfen und die ihre Erzeugnisse nicht nur nach Admont, sondern auch mit dem Floß ennsabwärts verfrachteten.

Im Jahre 1542 wurde die schon 400 Jahre bestehende Saline Weißenbach auf landesfürstlichen Befehl gesperrt. Als die Salzquellen 1648 noch einmal hervorbrachen, mussten sie so "verschlagen und verdeckt" werden, dass eine weitere Salzgewinnung unmöglich war.

Die Flößer brachten nicht nur Holz aus den riesigen Wäldern zu beiden Seiten der Enns und der Salza, sondern auch Eisen in rohem Rauheisen und halbfertigen Zustand talwärts.

Der Verkehr auf der Enns wuchs ständig an, so dass 1440 und 1456 eine genaue Regelung der Flößerei und eine Ordnung für die Ladestätten in Weißenbach und Reifling notwendig wurden.

Als im 16. Jahrhundert die Eisenindustrie dieses Gebietes ihren Höhepunkt erreichte, sind nach einem zehnjährigen Durchschnitt ca. 3 500 Flöße und 350 Schiffe mit 150 000 Zentner Eisenware beladen, ennsabwärts geführt worden. Noch im Jahre 1900, als hier die Eisenindustrie längst der Vergangenheit angehörte, wurden noch 1 200 Flöße gezählt.

Entwicklung des Fremdenverkehrs

Durch die Eröffnung der Rudolfsbahn 1872 durch das Ennstal wurde der Bahnhof Weißenbach an der Enns zu einem wichtigen Ankunftsort von Urlaubern im St. Gallener Becken. Die Fremdenverkehrsführer „St. Gallen – Standquartier für Ausflüge“ (1879) und „St. Gallen – ein Führer für Naturfreunde und Sommergäste“ (1905) warben mit lieblicher Landschaft, guter Unterkunft und Dienstleistungen: Wannenbäder, photographischen Ansichten, Fremdenführer, zugleich Träger, werden zu sehr billigen Preisen von den Gastwirten beschafft. Fahrgelegenheiten – ein Einspänner von oder zum Bahnhofe 1 Gulden. Ein Einspänner war ein leichtes Fuhrwerk mit einem einzelnen Zugpferd.

Zur Nachlese über den „Fremdenverkehr“ vor 100 Jahren empfiehlt sich das Büchlein Sommerfrische in der steirischen Eisenwurzen.

Zugunglück 1915

Am 16. Juli 1915 entgleiste in der Station Weißenbach - St. Gallen vormittags eine schwere Lastzugmaschine, wodurch eine mehrstündige Verkehrsstörung eintrat[1].

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Eine Liste über alle Unternehmen findest du auf der Homepage der Gemeinde oder du durchsuchst die Kategorie:Weißenbach an der Enns, die Kategorie:Wirtschaft oder Kategorie:Tourismus.

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Marktgemeinde Weißenbach an der Enns

Wappen

Am 13. April 1977 verlieh die Steiermärkische Landesregierung mit Beschluss der Marktgemeinde das Recht zur Führung eines Gemeindewappens[2].

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Marktgemeinde Weißenbach an der Enns

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Marktgemeinde Weißenbach an der Enns

Bilder

 Weißenbach an der Enns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

    • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006
  1. Quelle www.verwaltung.steiermark.at


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