Nationalsozialismus

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Beflaggung zur Zeit des Nationalsozialismus in Schladming. Eine historische Ansichtskarte.
Beflaggung zur Zeit des Nationalsozialismus in Schladming vor dem Salzburgertor. Eine historische Ansichtskarte.

Der Nationalsozialismus war eine Herrschaftsform im 20. Jahrhundert, die viele Elemente des Faschismus beinhaltete.

Einleitung

In Österreich dauerte die Zeit des Nationalsozialismus vom swiki:Anschluss[1] im März 1938 bis April 1945 unter dem nationalsozialistischen Führer Adolf Hitler. Während dieser Zeit kam es zur NS-Zwangsarbeit beim Bau von Ennskraftwerken, in Frauenberg an der Enns wurde ein NS-Arbeitslager für Männer eingerichtet.

Geschichte

Seit Anfang der 1930er-Jahre marschierte in diesem Teil des Ennstals schon die SA. Kurzfristig hatten Putschisten der illegalen NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) sogar im Juli 1934 fast alle Orte des Tales kontrolliert. Der Maler Emmerich Millim war in St. Gallen damals aktiv beim sogenannten „Juliputsch“, einen Putschversuch im Juli 1934.

Im März 1938 begann die SS in Stainach mit der Rekrutierung von Ennstalern. Und dies sogar noch am Tag der Volksabstimmung und unter dem Jubel der Bevölkerung.

Wie in ganz Österreich gaben auch die Ennstaler ihr "Ja" zum Anschluss. Der Gerichtsbezirk Irdning stimmte zum Beispiel mit 5 202 „Ja“ Stimmen gegen sieben „Nein“ Stimmen und drei ungültigen Stimmen dem Anschluss zu.

Überall wurde der Gemeinderat aufgelöst und wenn noch nicht der Fall dem Regime zugeneigten Personen ersetzt. Mancherorts kam es zu erste Verhaftungen und Amtsenthebungen. In Graz wurde Hugo Löb seines Posten enthoben.

Auch im Ennstal nahm die Verfolgung der Jüdischer Bevölkerung und politisch Andersdenkenden zu, besonders betroffen Familie Eisler aus Liezen. Es befinden sich einige Ennstaler unter den Shoah Opfern.

Mit dem Kriegsverlauf kam es zum Aufbau von Lager für Kriegsgefangene und Arbeitslager im Ennstal wie in Schladming, Stainach und Liezen.

Viele dem Nationalsozialismus nahestehenden hochrangige Offiziere und andere Persönlichkeiten flüchteten in den letzten Kriegstagen des Frühjahrs 1945 ins Ennstal. Vom Osten her auf der Flucht vor der Roten Armee, die erst am 11. Mai 1945 bei der Liezener Ennsbrücke haltmachte. In Wörschachwald nahe des Spechtensees versteckte sich beispielsweise der steirische NS-Gauhauptmann Armin Dadieu.

Hochrangige Mitarbeiter des Amt Rosenberg hielten sich bei Kriegsende in Frauenberg bei Admont auf. Der Gründer des Museums auf Schloss Trautenfels, Karl Haiding, war im Dritten Reich als Mitarbeiter von Alfred Rosenberg in Kriegsverbrechen verstrickt gewesen. Er blieb bis zu seinem Lebensende ein Nazi, der den Holocaust leugnete.

Nach dem Ende der Herrschaft wurde das obere Murtal bis Judenburg von den Briten besetzt und das obere Ennstal von den Amerikanern.

Stefan Berger junior schildert im Beitrag Da „Ebner Bua“ und das Kriegsende in Wörschachwald vom Ende des Krieges im Ennstal.

Bilder

  • Nationalsozialismus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Quellen

Fußnote

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki