Guttenberghaus

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Das Guttenberghaus von Süden: unterhalb das Feisterkar, oberhalb des Hauses führt die Feisterscharte auf die Karsthochebene Auf dem Stein
Lage des Guttenberghauses auf Googlemaps
Blick über das Guttenberghaus zur Feisterscharte
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Das Guttenberghaus ist eine Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins in 2 164 m ü. A. im Dachsteinmassiv.

Lage

Das Schutzhaus liegt im Feisterkar knapp unterhalb der Feisterscharte (2 198 m ü. A.) auf einem Sattel zwischen dem Eselstein (2 556 m ü. A.) im Westen und dem Sinabell (2 349 m ü. A.) im Osten.

Allgemeines

Von Ramsau am Dachstein führt eine Materialseilbahn zum Haus.

Das Guttenberghaus hat im Sommer 2011 vom Samstag, den 4. Juni bis Sonntag, den 9. Oktober geöffnet. Auf Anfrage eventuell ein paar Tage vor Beginn der Bewirtschaftungszeit oder danach. Die alpin-kulinarischen Nepalitage finden 2011 von Donnerstag, den 25. bis Sonntag, den 28. August statt.

Geschichte

Das Guttenberghaus der ÖAV-Sektion Austria Wien wurde am 26. Juli 1914, dem Generalmobilmachungstag für den Ersten Weltkrieg, eröffnet. So wechselvoll die Geschichte Steiermarks höchstgelegener Alpenvereinsschutzhütte war – ihre Errichtung erfolgte noch in der Monarchie – so eng war der Tag der Eröffnung vor 100 Jahren auch mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges verbunden. Noch während der Eröffnungsfeierlichkeiten erreichte die Festteilnehmer die Botschaft vom Ausbruch des Krieges und manche unter ihnen erhielten bereits den Einrückungsbefehl.

Das Guttenberghaus wurde nach dem bekannten Forstwissenschaftler, Naturschützer und Alpinisten Professor Adolf Ritter von Guttenberg benannt, der in den Jahren 1897 bis 1910 Vorsitzender der ÖAV-Sektion Austria war. Die wissenschaftliche Tätigkeit des gebürtigen Lungauers, der auch Rektor an der Hochschule für Bodenkultur in Wien war, beeinflusst diese Einrichtung noch bis in die heutige Zeit.

2014: 100 Jahre Guttenberghaus

Einmalig war die Tatsache, dass vier Urenkeln und drei Ururenkel des Namensgebers beim 100-Jahre-Jubiläumsfest am 26. Juli 2014 anwesend waren und mit Prof. Reinhold Christian einer von ihnen das Leben seines Urgroßvaters skizzierte.

Den Auftakt des Festes bildete eine historische Wanderung zur Hütte. Der Einladung des Alpenvereins Sektion Haus im Ennstal mit Vorsitzendem Siegfried Steiner waren über 40 Teilnehmer gefolgt, die in „Bekleidungen von damals“ den Weg in Angriff nahmen – begleitet auch von einem Haflinger, wurde die Hütte doch über Jahrzehnte nur auf diesem Weg versorgt. Von den Wirtsleuten des Feistererhofes verabschiedet wurden die Wanderer von den Hüttenwirtsleuten Günter und Jitka Perhab am Ziel willkommen geheißen und von den Ackerl-Peyrer-Musikanten musikalisch begrüßt. Sie begleiteten zwei Tage dieses Fest. Nachmittags eröffnete Walter Bastl (ÖAV Haus im Ennstal) eine Ausstellung von Bildern und Dokumenten zur Guttenberghausgeschichte und konnte den Festgästen auch eine kleine Chronik zur Verfügung stellen.

Am darauffolgenden Tag feierte Mag. Wolfgang Rehner den Berggottesdienst, umrahmt von den Ramsauer Musikanten Peter Steiner und Peter Tritscher. In seiner Predigt ging er nicht nur auf erfreuliche, sondern auch auf die tragischen Ereignisse vor 100 Jahren ein und stellte die Schöpfung Gottes in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Prof. KR Fritz Macher, Vorsitzender der ÖAV-Sektion Austria, konnte etwa 350 Festgäste begrüßen, darunter Bürgermeister der Stadt Schladming, Jürgen Winter, Elias Walser vom Tourismusverband Ramsau am Dachstein, Ramsauer Gemeinderäte, Vertreter alpiner Vereine und Robert Simonlehner für die Feisterkar-Almgemeinschaft und Grundnachbarn. Macher verwies auf den damaligen schwierigen und doch großzügigen Bau des Schutzhauses, das in 100 Jahren in der Bausubstanz keine wesentlichen Veränderungen erfuhr. Er bedankte sich vor allem beim Alpenverein Haus im Ennstal für die langjährige Partnerschaft und die Ausrichtung der Jubiläumsveranstaltung gemeinsam mit den Hüttenwirtsleuten. Siegfried Steiner, 1. Vorsitzender des ÖAV Haus, sprach das Schlusswort und erinnerte unter anderem an das 50-jährige Bestehen des Alpenvereins in Haus, der auch fast so lange durch Kurse und Jugendberglager mit dem Guttenberghaus in besonderer Weise verbunden ist.

Eine beeindruckende Schauübung des Bergrettungsdienstes Ramsau, kommentiert von Obmann Heribert Eisl, beschloss das umfangreiche Programm. Mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche von Günter und Jitka Perhab klang die zweitägige Jubiläumsveranstaltung aus, die den rund 550 Besuchern an diesen Tagen in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird.

Brand 2011

Im Maschinenraum des Guttenberghauses brach am 19. August 2011 um 19:30 Uhr ein Feuer aus. Da der Brand sofort bemerkt wurde, konnte verhindert werden, dass das Feuer auf das Haupthaus übergriff. Anwesende Personen bildeten eine Rettungskette, mit der sie Wasser aus dem Regenwasserbehälter in Kübeln an den Brandherd brachten[1]

Hüttenwirte

Günter Perhab und Jitka Perhab

Kontakt

8972 Ramsau am Dachstein
Mobiltelefon: 06 64 - 3 02 29 56
im Tal: Familie Perhab
Telefon: 0 36 87 - 2 27 53
E-Mail: info@guttenberghaus.at

Bildergalerie

Warentransport anno dazumal

Die Verpflegung wurde mit dem Packpferd geliefert.

weitere Bilder

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Weblink

Quellen und Einzelnachweise

Einzelnachweise

  1. Quelle www.kleinezeitung.at