Victor Hecht

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Dr. jur. Victor Hecht (* 1847 Haslau bei Eger, heute Hazlov, heb, Böhmen; † 16. Juni 1904 in Linz) war Hof- und Gerichtsadvokat und Alpinist.

Leben

Er war bis kurz vor seinem Lebensende Inhaber einer der angesehensten Anwaltskanzleien in Prag, Tschechoslowakei.

Unter den Führertouristen der Bergsteiger war er eine markante Persönlichkeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestieg er in den Ost- und Westalpen über 300 Gipfel. 1890 wurde er Mitglied des Österreichischen Alpenklubs.

Bergfahrten

solche ohne besondere Kennzeichnung sind erste Besteigungen, Erstbesteigungen, Erstbegehungen im Aufstieg oder Erstüberschreitungen:

1869: Niedere Tauern: Hochwildstelle (dritte bekannte Besteigung);
Hohe Tauern: Hochschober von der Kalser Seite
1870: Ortlergruppe: Hohe Angelusspitze (2. Best.)
1871: Ortlergruppe: Tschenglser Hochwand;
Ötztaler Alpen: Hohe Weiße; Hohe Tauern: Granatkogelgruppe, Gradöz (1. tourist. Best.), Luckenkogel (1. tourist. Best.).
1872: Ortlergruppe: Hochofenwand; Ötztaler Alpen: Similaun (tw. neuer Weg), Östliche Marzellspitze, Liebener Spitze, Ferwalljoch;
Stubaier Alpen: Sonnklarspitze (2. Best.) von S (1. Erst.).
1873: Ortlergruppe: Palon della Mare (2. Best., tw. neuer Weg);
Hohe Tauern: Malchalmspitze, Hochgrabe, Keilscharte (2. tourist. Überschr.).
1874: Ötztaler Alpen: Petersenspitze, Taschachhochjoch, Tiefenbachkogel (1. tourist. Best.), Innere Schwarze Schneide (1. tourist. Best.);
Stubaier Alpen: Schrankogel (1. beschriebene Best.), Zuckerhütl über Pfaffenscharte.
1875 : Rieserfernergruppe: Wildgall;
Adamellogruppe: Monte Nero (5. Best., neuer Abstieg);
Zillertaler Alpen: Hochfeiler (neuer Abstieg nach N).
1876: Zillertaler Alpen: Schwarzensteinjoch (1. Abstieg in die Floite).
1877: Lechtaler Alpen: Leiterspitze (1. tourist. Best.);
Venedigergruppe: Westliche Simonyspitze (1. direkter Abstieg zum Krimmler Kees);
Zillertaler Alpen: Zillerplatte.
1878: Lechtaler Alpen: Parseierspitze (7. Best., Wegänderung);

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 233