Schloss Thannegg

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Begriffsklärung
Dieser Artikel beschreibt das Schloss Thannegg als Schloss. Über das gleichnamige Schlosshotel findest du einen Artikel unter Hotel Schloss Thannegg
Schloss Thannegg
Karte
Schloss Thannegg im Winter
Georg Matthäus Vischer: Topographia Ducatus Stiriae - Thonegg bei Gröbming
Östliche Frontansicht des Schlosses Thannegg
Nördliche Trakt des Schlosses Thannegg
Nordansicht des Schlosses Thanegg

Das Schloss Thannegg liegt im Ort Moosheim in der der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern im oberen Ennstal.

Geschichte

Der Schlossturm wurde über einem römischen Fürstengrab errichtet, welches in einer römischen Siedlung zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und Christi Geburt angelegt wurde. Im 9. Jahrhundert n. Chr. gab es an diesem Ort erste befestigte Mauern. Eine erste urkundliche Erwähnung des Schlosses gibt es dann 1150 von Ritter Rudolf von Sankt Michael.

Nach einer sehr wechselvollen Geschichte als Sitz der Grundherrschaft erwarb 1911 die Gemeinde Michaelerberg das Altschloss mit dem Pfarrhof und verwendete es eine Zeit lang sogar als Armenhaus. Und doch verfiel es im Laufe der Jahre immer mehr. Zuletzt war im Besonderen das Altschloss eine unbewohnbare Ruine. Vor dem endgültigen Verfall retten und zu neuem Glanz erstrahlen lassen konnte das Gemäuer die Familie Schrempf nachdem sie die Ruine 1984 in mehreren Etappen käuflich erwarb und zur Finanzierung des Vorhabens darin ein kleines Schlosshotel integrierte. (Stand 2021) Hotel Schloss Thannegg.

Besonderheit

Schlossnamen im Lauf der Geschichte - von Schloss Tannegg bis Donnegg Die Schreibweise des Schlossnamens Thannegg war vielfältig, je nachdem wie ihn der Schreiberling "gehört" hat. So gibt es Urbare mit der Bezeichnung "Donnegg", Thanneck, Tanneck, Tannegg und Thanegg.

Die Grafen von Moosheim bauten um ca. 1540 an das Altschloss den Nordflügel / Pfarrhof, als Räume für eine Schule und für die Wohnung des Pfarrers an. Als nächste Ausbauetappe folgte der Südflügel, mit dem Namen Kapuzinerstöckl, in welchem nach Überlieferungen Mönche wohnten. Die häufigste Bezeichnung in der 850 jährigen Geschichte ist Schloss Thannegg.

Historie und Besitzer der Schlossanlage mit dem Pfarrhof und der Kirche St. Michael

0-2.Jhdt.: Römische Siedlung.

In der Schlossanlage Fund eines römischen Fürstengrabes. Nach Beurteilung des Bundesdenkmalamtes gehört es mit einer Bauhöhe von ca. 5 m zu einem der beeindruckendsten römischen Bauwerken des Ennstales. Freigelegter Pilaster und ein Grabdeckel sind im Schlosshof ausgestellt.

Die Eigentümer

1150: Ritter Rudolf von St. Michael
1284: Ritter Eckert von Thann
1369: Friedrich, Bischof von Chiemsee
1530: Graf Bartholomäus von Moosheim,

Kupferstich "Donnegg" aus Vischers Schlösserbuch

1642: Franz Schörckhmayr und dessen Sohn Franz
1671: Graf Peter Bonaventura von Crollolanza
1777: Karl Graf (von) Stainach
1883: Benediktinerstift Admont
1919: Charles Henry Graf von Bardeau
1929: Fürst Hieronimus Colloredo-Mansfeld
1941: Gemeinde Michaelerberg
1984: Ernst Walter Schrempf - Ernst und Gerlinde Schrempf
1985: Altschloss: Ernst und Gerlinde Schrempf
1991: erstes Drittel des Pfarrhofes: Schrempf Katharina u. Anna Lena
1999: zweites Drittel des Pfarrhofes: Schrempf Katharina u. Anna Lena
2008: 2. OG Feuerwehrrüsthaus Fam. Schrempf
2012: dritten Drittels des Pfarrhofes: Schrempf Ernst und Gerlinde
2020: Abschluss der Revitalisierung von 2200 m² Wohnflächen.

Anreise

In Gröbming beim Kreisverkehr West nimmt man die Ausfahrt Bahnhof bis nach Moosheim. Über die Bahn- und Strassenbrücke, Richtung Michaelerberg. Nach wenigen hundert Metern erreicht man links abzweigend die Schlosskirche mit dem Schloss Thannegg.

Anschrift

Schloss Thannegg
Schlossweg 1
Moosheim
8962 Gröbming
Telefon: (0 36 85) 23 21 0
E-Mail: info@schloss-thannegg.at

Bilder

  • Schloss Thannegg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

  Schloss Thannegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblink

  • Eintrag zu Schloss Thannegg in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online

Quelle