Scheißtag

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Im Allgemeinen ist der 30. Dezember der sogenannte Scheißtag, regional können es auch die Tage davor sein.

Allgemeines

„d’Scheisståg“, Scheißtag(e) sind vor allem in der älteren, bäuerlichen Bevölkerung im Bezirk Liezen, die sich an die Zeit mit den Dienstboten auf den Bauernhöfen noch erinnern kann, in schelmisch-lebhafter Erinnerung.

Der Bürgermeister von Pruggern, Franz Schwarz vgl. Gsin, erklärte zur Namensherkunft, dass jene [[swiki:[[swiki:swiki:Dienstboten[1]]][2]]][3], die während des Jahres das "Häusl" zu oft aufgesucht oder zu lange besucht hatten, am 30. Dezember keinen Bauerfeischtag hatten. Sie mussten an diesem Tag die Zeit einarbeiten. Dieser Erklärung folgten auch Josef Schweiger vlg. Schweiger aus Aiglern in der Gemeinde Aigen im Ennstal oder Franz Thaller vlg. Thaller am Gössenberg.

Scheißtage in der Ramsau

In der Gemeinde Ramsau am Dachstein waren auch der 28. und 29. Dezember zusätzlich zum 30. Dezember "Scheißtage".

Scheißtag in Reith

Aus dem Ortsteil Reith in Kleinsölk, Gemeinde Sölk, berichtete Bürgermeister Ernst Daum vlg. Karner im Reith, dass ab Mittag des 30. Dezember in den alten Hofgemeinschaften die "Deanstzeit" ausbezahlt wurde.

Der Bauer holte sich dabei alle [[swiki:swiki:Dienstboten[4]]][5] in die „schea Stub’m“, wo er ihnen die „Leviten“ las. Sie mussten sich also die Kritik des Bauern anhören. Danach bekamen sie ihr Geld. Es folgte der Dank des Bauern entweder für die geleistete Arbeit und verlängerte das Dienstverhältnis. Oder aber er schickte die Magd oder den Knecht weg. Die [[swiki:swiki:Dienstboten[6]]][7] hatten vor diesem Tag teilweise große Angst, da vor allem in den wirtschaftlich schlechten Jahren der Zwischenkriegszeit war der Verlust eines solchen Dienstplatzes keine erfreuliche Sache war.

Für die Dienstleute, die verabschiedet wurden, gab es am Abend bei einem bestimmten Hof bzw. Bauerngasthaus für alle gemeinsam das sogenannte „Binkelfest“. Dieses fand in Reith 1968 zum letzte Mal statt.

„G’fetscht“, also gewechselt von einem Bauern zum anderen wurde in Reith dann am 2. Februar, dem „Liachtmesstog“ (Lichtmesstag).

Scheißtag in Wörschach

In der Gemeinde Wörschach feierte Bürgermeister Ing. Franz Lemmerer ganz bewusst schon einen Tag vor dem letzten Tag des Jahres mit mit dem Feuerwehrkommandanten, den Arbeitern der Gemeinde sowie etwa weiteren zehn Personen einen inoffiziellen Jahresabschluss.

Quelle

Anmerkung

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