Marlies Raich
Marlies Raich, geborene Schild (* 31. Mai 1981 in Admont), wohnhaft in swiki:Saalfelden am Steinernen Meer[1] im Bundesland Salzburg, ist eine ehemalige österreichische Skirennläuferin.
Leben
Das erste Mal auf zwei Bretteln rutschte Marlies Schild den kleinen Hügel vor dem Elternhaus in Saalfelden hinunter, als sie zwei Jahre alt war. Schon als Kind war sie eine begeisterte Skifahrerin (oder Skirutscherin …). Daraus entstand langsam der Wunsch, Skirennläuferin zu werden. Ihr erstes Rennen fuhr sie mit sechs Jahren und gewann beim Kindercup ihre ersten Pokale. Mit zehn Jahren wurde sie in den Salzburger Schülerkader aufgenommen, zunächst als Schülerin der swiki:Hauptschule Zell am See, die noch heute einen Zweig "Ski alpin" anbietet. Danach wechselte sie an das Skigymnasium Stams in Tirol. Sie startete für den Verein SC swiki:Dienten am Hochkönig.
Trotz einiger Verletzungen schaffte Marlies Schild im Jahr 1998 den Aufstieg in die ÖSV‑Nachwuchsmannschaft. Sie bestritt zunächst FIS‑Rennen, wechselte dann in den Europacup und schließlich in der Saison 2001/2002 in den Weltcup. 2000 beendete sie nebenbei mit der Matura das Skigymnasium Stams und widmete sich seither ganz dem Skifahren.
Vor dem Saisonauftakt 2008/2009 bremste sie ein schwerer Sturz aus. Am 9. Oktober 2008 stürzte sie beim Riesentorlauftraining auf dem Rettenbachferner bei Sölden und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein. Erst am 14. November 2009 konnte sie nach mehr als einem Jahr Pause in Levi (FIN) ihr Renncomeback feiern. In diesem Rennen belegte sie Rang sechs. Doch schon in ihrem zweiten Rennen nach der langen Verletzungspause stand sie als Zweite wieder auf dem Podest. Zwei Rennen später feierte sie in Lienz, Osttirol, ihren 21. Weltcupsieg. Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver gewann Schild die Silbermedaille. Zum Saisonausklang gelang ihr in Innerkrems (Kärnten) am 15. März 2010 ihr insgesamt vierter österreichischer Meistertitel in der allgemeinen Klasse im Slalom.
Ihre Sonderstellung im Slalom bewies Schild erneut vor der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen im Winter 2010/2011. Fünf Weltcupsiege, nur zwei Ausfälle; wenn Schild durchkam, gewann sie auch. Bei den 41. Alpinen Skiweltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen in Bayern errang sie mit dem Team (in dem auch die Salzburger Anna Fenninger, swiki:Michaela Kirchgasser und swiki:Philipp Schörghofer fuhren) Silber sowie am 19. Februar Gold im Slalom.
WM-Winter 2012/2013
Am 20. Dezember 2012 verletzte sich Schild beim Einfahrtraining zum Weltcup-Slalom in Åre, Schweden, am Knie. Damit fiel sie, so hieß es, für die gesamte Saison und natürlich auch für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2013 in Schladming aus.
Sensation: Schild tritt zur WM an
Sensation: Marlies Schild fährt WM-Slalom 2013 – die Weltmeisterin swiki:Marlies Schild wird in Schladming ihren Titel im Slalom bei den Weltmeisterschaften 2013 verteidigen. Das gab Schild am Mittwoch, den 13. Februar 2013, bei einer Pressekonferenz bekannt.
Marlies Schild wird nur 58 Tage nach dem Riss des Innenbandes im rechten Knie ihr Renn-Comeback geben. Die Salzburgerin tritt am Samstag, den 16. Februar 2013, bei den alpinen Skiweltmeisterschaften in Schladming zur Titelverteidigung im Slalom an. Die 31-jährige Schild gab ihre Entscheidung am Mittwoch in swiki:Dienten am Hochkönig bekannt, wo sie in den vergangenen Tagen trainiert hat.
"Es ist ein Geschenk, dass ich fahren kann", meinte Österreichs Slalom-Königin. Schild war einen Tag nach der am 20. Dezember 2012 bei ihrem Trainingssturz in Åre (Schweden) zugezogenen Verletzung operiert worden; die Ärzte gingen von einer dreimonatigen Pause aus. Nach intensiven Therapie- und Reha-Einheiten stand sie Ende Jänner wieder auf Skiern, damit begann auch für den ÖSV und die Skifans das Hoffen auf ein Wunder.
Beim Slalom der Damen am 16. Februar 2013 feierte sie dann auch tatsächlich ein gelungenes Comeback mit einem neunten Platz.
Privat und Familie
Am 25. April 2015 heiratete Schild nach elfjähriger Partnerschaft Benjamin Raich und trägt seither seinen Familiennamen.
Ihre Geschwister Josef, swiki:Bernadette und Lukas sind ebenfalls im Skirennsport tätig.
Ihre größten Erfolge
- zweimal Silbermedaille bei Olympia (2006/Kombi, 2010/Slalom)
- einmal Bronzemedaille bei Olympia (2006/Slalom)
- zweimal Goldmedaille bei der WM (2007/Team, 2011/Slalom)
- dreimal Silbermedaille bei der WM (2007 und 2003/Slalom, 2011/Team)
- zweimal Bronzemedaille bei der WM (2007 und 2005/Kombi)
- zweimal Sieg im Slalomweltcup (2007 und 2008)
- Sieg im Kombiweltcup 2007
- 2. Platz im Gesamtweltcup 2007
- 29 Weltcup-Siege (Stand: Februar 2011)
- 2002 österreichische Slalom-Meisterin
- 2003 österreichische Slalom-Meisterin
- 2003 Silbermedaillengewinnerin im Slalom bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz
- 3. Platz in der WM-Kombination in Bormio (ITA) am 4. Februar 2005
- Slalomweltcup 2004/2005: 2. Platz mit 376 Punkten
- Gesamtweltcup 2004/2005: 8. Platz mit 669 Punkten
- Slalomweltcup 2005/2006: 2. Platz mit 550 Punkten
- Gesamtweltcup 2005/2006: 6. Platz mit 961 Punkten
Weltcup 2003/2004
- 1. Platz SL Sestriere (ITA)
- 2. Platz SL Maribor (SLO)
- 2. Platz SL Megève (FRA)
- 3. Platz SL Madonna di Campiglio (ITA)
- 3. Platz SL Park City (USA)
Weltcup 2004/2005
- 1. Platz SL Santa Caterina (ITA)
- 1. Platz SL Semmering (AUT)
- 1. Platz RTL Semmering (AUT)
- 2. Platz SG Lenzerheide (CH)
- 2. Platz SL Altenmarkt/Zauchensee (AUT)
- 3. Platz SL Zagreb (CRO)
- 4. Platz RTL Aspen (USA)
Weltcup 2005/2006
- 1. Platz SL Maribor (SLO)
- 1. Platz SL Zagreb (CRO)
- 1. Platz SL Lienz (AUT)
- 2. Platz SL Åre (SWE)
- 3. Platz SC (NOR)
- 3. Platz SL Ofterschwang (GER)
- 3. Platz RTL Spindlermühle (CZE)
- 3. Platz SL Spindlermühle (CZE)
Olympische Winterspiele Turin 2006 (ITA)
- 2. Platz Kombination (17./18.02.2006)
- 3. Platz SL (22.02.2006)
Weltcup 2006/2007
- 1. Platz SL Zwiesel (GER)
- 1. Platz SL Sierra Nevada (ESP)
- 1. Platz SL Kranjska Gora (SLO)
- 1. Platz SL Zagreb (CRO)
- 1. Platz SL Val d'Isère (FRA)
- 1. Platz SC Reiteralm (AUT)
- 1. Platz SL Aspen (USA)
- 1. Platz SL Levi (FIN)
- 2. Platz Abfahrt Lenzerheide (CH)
- 3. Platz SG Lenzerheide (CH)
- 3. Platz SC Tarvis (ITA)
- 3. Platz SC Zauchensee (AUT)
- 3. Platz SL Semmering (AUT)
- 3. Platz RTL Semmering (AUT)
WM 2007 in Åre (SWE)
- 1. Platz und Goldmedaille im Teambewerb
- 2. Platz und Silbermedaille im SL
- 3. Platz und Bronzemedaille in der SC
Weltcup 2007/2008
- 1. Platz SL Reiteralm (AUT)
- 1. Platz SL Panorama (CAN)
- 1. Platz SL Spindlermühle (CZE)
- 1. Platz SL Ofterschwang (GER)
- 1. Platz SL Bormio (ITA)
- 2. Platz SL Zagreb (CRO)
- 2. Platz SC Whistler (CAN)
- 2. Platz Abfahrt Aspen (USA)
- 3. Platz SL Maribor (SLO)
- 4. Platz RTL Panorama (CAN)
- 9. Platz Abfahrt St. Anton (AUT)
Weltcup 2009/2010
- 1. Platz SL Garmisch (GER)
- 1. Platz SL Lienz (AUT)
- 1. Platz SL Flachau (AUT)
- 2. Platz SL Aspen (USA)
- 6. Platz SL Levi (FIN)
Weltcup 2010/2011
- 1. Platz SL Levi (FIN)
- 1. Platz SL Courchevel (FRA)
- 1. Platz SL Semmering (AUT)
- 1. Platz SL Zagreb (CRO)
- 1. Platz SL Arber‑Zwiesel (GER)
Weltmeisterschaften 2011 Garmisch-Partenkirchen (GER)
- 1. Platz und Goldmedaille im SL (19.02.2011) – 1. Weltmeistertitel ihrer Karriere
- 2. Platz und Silbermedaille im Team-Wettbewerb (16.02.2011)
Weltcup 2012/2013
- 2. Platz SL Aspen (USA)
- 9. Platz SL bei der Alpinen Ski-WM 2013 in Schladming (AUT)
Auszeichnungen
- sechsmal swiki:Salzburgs Sportlerin des Jahres (2003-2008)
Weblinks
- Eintrag zu Marlies Raich in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online
Quellen
- swiki:SALZBURGWIKI
- www.salzburg.com/nachrichten/spezial/ski-wm
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Marlies Raich"
Fußnote
- ↑ Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis