Salzbergwerk Altaussee

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Datei:Knappenhaus Altaussee.JPG
denkmalgeschütztes Knappenhaus Altaussee, in dem sich der Eingang ins Schaubergwerk befindet
Das Salzbergwerk Altaussee ist ein Salzbergwerk im Sandling in der Ausseerland-Gemeinde Altaussee im Steirischen Salzkammergut. Es ist die größte noch aktive Salzgewinnungsstätte Österreichs mit 450 000 Tonnen jährlich. Sie wird von der Salinen Austria AG betrieben.

Geschichte

Hauptartikel Salzwesen im Bezirk Liezen

1147 wurde der Salzabbau im Sandling in einer Schenkungsurkunde Markgraf Ottokars III. erstmals urkundlich erwähnt. Doch es könnte bereits zur Römerzeit Salz abgebaut worden sein, wie Grabungen in diesem Gebiet vermuten lassen.

Zunächst hatte man die Sole direkt am Fuße des Berges versotten. Ab dem 13. Jahrhundert wurde es über Soleleitungen in die Saline Aussee geleitet. 1906 wurde eine Soleleitung von Altaussee ins Oberösterreichische über Bad Ischl zur Saline in Ebensee am Traunsee angelegt. Mit der Stilllegung der Bad Ausseer Saline im Jahr 1983 wurde die Sole ausschließlich nach Ebensee geleitet. Dort werden die Solen der Abbaugebiete Altaussee, Hallstatt und Bad Ischl gemeinsam gesotten.

Das Schaubergwerk

Das „Eustach-Harrischwehr“ war schon vor dem Ersten Weltkrieg für Besucher zugänglich. Als echtes Schaubergwerk war es dann ab 1929 zu besichtigen. Es bot zwei Museumsräumen. 1935 wurde die Besucherstrecke um die aus rohem, durchscheinenden Steinsalz gebildete „Barbarakapelle“ erweitert. In der Kapelle befindet sich eine gotische Barbara-Figur. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schaubergwerk 1946 wieder eröffnet.

1952 erhielt es dann seine heutige Besucherstrecke, 2005 wurde das Museum umstrukturiert und seitdem wird das Schaubergwerk als „Salzwelten Altaussee“ vermarktet.

Das Schaubergwerk ist jeweils von Ende April bis Ende Oktober geöffnet.

Lagerstätte im Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Salzbergwerk bombensichere Lagerräume für tausende Kunstschätze angelegt. Bilder von Rembrandt und Brueghel, der "Tassilo-Kelch" aus dem Benediktinerstift Kremsmünster und der weltberühmte "Genter-Altar" konnten hier überdauern.

Forschung und Wissenschaft

Seit der ersten urkundlichen Erwähnung des Altausseer Salzbergwerks im Jahr 1147, waren zahlreiche (Natur-) Wissenschaftler hier zugegen, um einen Beitrag an Forschung und Entwicklung bezüglich Salzgewinnung zu leisten:

Daten

Streckenkilometer gesamt: 66,99 km
davon begehbar: 24,250 km
18 Stockwerke gesamt
davon 11 begehbar
im Salzabbau sind 57 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 2018)

Aktuelle Öffnungs- und Einrichtungsdaten

Quellen

  • EnnstalWiki-Einträge