Hochwasserkatastrophe 1899

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Die Hochwasserkatastrophe 1899 ist im Nachruf von Bürgermeister von Bad Aussee Johann Lex erwähnt.

Über das Hochwasser

Im September 1899 ereignete sich zwischen dem 8. und 18. September die größte Donau-Hochwasserkatastrophe des 19. Jahrhunderts. Überschwemmungen gab es auch bei allen Zubringerflüsse, besonders im Traun- und Ennstal. Am 12. September in Mühlau wurde mit 287,5 mm die größte Tagesniederschlagsmenge registriert[1].

Die Unwetter richteten auch im Ennstal und Ausseeerland schwere Schäden an. Nach einen niederschlagreichen Sommer setzte Anfang September tagelanger starker Regen ein und ließ die Bäche übertreten. In höheren Lagen kam es zu Schneefall, so war die Stoderstraße mit 2-3m Schnee bedeckt.

Bericht von Reisen­den, durch das Ennstal

Die Bahnfahrt ging bis St. Michael ganz anstandslos, durch das Liesingthal aufwärts bis Wald zeigten sich schon die Wirkungen des Unwetters und im Paltenthale war das Bahngeleise schon an vielen Stellen überschwemmt. Von Station zu Station hieß es, der Zug werde nicht weiter verkehren können, aber es ging doch langsam fort. Donnerstag gegen 10 Uhr vormittags langte man in Selzthal an. Das Ennsthal bot einen trostlosen Anblick, von Selzthal an bis hinauf nach Untergrimming und in der ganzen Breite bis Irdning hin bildeten die ausgetretenen Gewässer der Enns und deren Seitenbäche einen See. Von Selzthal ging der Zug auf der Strecke gegen Stainach noch ab, kam aber nur bis Liezen. Die Reisenden fuhren von da zu Wagen bis Stainach. Da zwischen Stainach und Klachaudie Reichsstraße nicht fahrbar war, indem der Grimmingbach bei Untergrimming ein Stück aus derselben gerissen hat, setzten die Reisenden ihre Wanderung zu Fuße auf der Bahnstrecke fort. Auch da war nicht so leicht fortzukommen, da Erd- und Fels­stürze stattgefunden und die Geleise verlegt hatten. Von Klachau bis Kainisch wurde wieder mit Wagen gefahren und die Strecke von da bis Bad Aussee zu Fuße zurückgelegt. Auf dieser Strecke konnten die Reisenden die Verwüstungen der Ödenseer Traun an der Straße bei der Wasenbrücke beobachten und sehen, dass auch das Bahngeleise durch abgegangene Erdabrutschungen unfahrbar geworden war.

Weblink

Quelle

  • ANNO, "Zeitschrift des österreichischen Ingenieur-Vereines", Ausgabe 1900, eine weitere Nennung des Hochwassers neben anderen Nennungen in digitalisierten Zeitungen und Zeitschriften
  • ANNO, Steirische Alpenpost, Ausgabe vom 16. September 1899, Seite 4 und 5
  • ANNO, Steirische Alpenpost, Ausgabe vom 23. September 1899, Seite 3


Einzelnachweis

  1. www.wetterundco.com, Link war bei einer Überprüfung am 29. November 2024 nicht mehr abrufbar