Siegfried Schwab

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Siegfried Schwab (* 13. Oktober 1927 in Rottenmann; † Anfang Juli 2010[1]) war Maler und Bildhauer.

Leben

Siegfried Schwab war ein Findelkind: Acht Tage nach seiner Geburt legte ihn seine Mutter vor die Haustüre Armin Schwabs, der sein Ziehvater wurde.

Schon während seines Volks- und Hauptschulbesuches ließ Siegfried Schwab großes Talent im Zeichnen erkennen. Nach Beendigung der Schulzeit wandte er sich dem Malerberuf zu, vernachlässigte dabei aber seine künstlerischen Fähigkeiten nicht. Im Berufswettkampf wurde er 1943 Kreissieger in Judenburg, Gausieger der Steiermark und schließlich auch Reichssieger unter Zuerkennung eines 14.000-Mark-Stipendiums. Dieses ermöglichte Siegfried Schwab den Besuch der Akademie für bildende Kunst in Posen[2].

Nach Kriegsdienst in der Deutschen Wehrmacht und nachfolgender Kriegsgefangenschaft konnte Schwab seine Studien an der Grazer Kunstge­werbeschule fortsetzen. Hier besuchte er von 1945 bis 1947 die Meisterklasse für bildende Kunst bei Prof. Rudolf Szyskowits. Lebensunterhalt und Schulgeld verdiente er sich als Kohlenträger, Schotterführer, Fensterputzer udgl., sein Nachtquartier war in den Som­mermonaten eine Bank im Grazer Stadtpark und in der kalten Jahreszeit ein Abteil in der Aufbahrungshalle des Friedhofs St. Peter (für das er durch Bombenabwurf im Friedhofsgelände entstandene Erdtrichter zuzuschütten hatte).

Auch seine Ausbildung im Malerhandwerk schloss er ab und wurde Malermeister, war aber ebenso als freischaffender Künstler tätig.

Im Jahre 1957 ließ er sich in Trieben nieder.

Neben der Leitung seines Malerbetriebes schuf er zahlreiche Sgraffiti und Fresken an Hausfassaden und beteiligte sich an namhaften Ausstellungen im In- und Ausland.

1968 löste er seinen Handwerksbetrieb auf und lebte seitdem nur mehr als freischaffender Maler und Bildhauer in Trieben und Rottenmann.

Werke

Einzelnachweise

  1. Das Datum der Bestattung wird mit 8. Juli 2010 angegeben: Kondolenzbuch für Siegfried Schwab
  2. Eine Stadt in Westpreußen, heutiger Name Poznań, Polen).

Quellen

  • Walter Stipperger: Peter Rosegger – Ein Freund des Stoderzinken. Erinnerungen an vergangene Tage. Herausgegeben von der öffentlich-rechtlichen Weggenossenschaft Stoderzinken, Gröbming 1968. S. 20 f.
  • Eröffnungszeitung des Gstauderfestes in Au bei Gaishorn am See vom 12. Juli 2003, S. 7, Artikel „Siegfried Schwab“.