Katholische Pfarrkirche St. Lorenzen im Paltental

Pfarrkirche St Lorenzen 2016.
Pfarrkirche St. Lorenzen Trieben, Innenaufnahme 2020.
Freskenreste im Kircheninneren.

Die katholische Pfarrkirche St. Lorenzen im Paltental ist die Pfarrkirche in Sankt Lorenzen im Paltental, einer Katastralgemeinde in Nordwesten der Stadt Trieben in den Rottenmanner Tauern. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.

Einleitung

Die dem heiligen Laurentius von Rom geweihte römisch-katholische Pfarrkirche – dem Benediktinerstift Admont inkorporiert – gehört zum Dekanat Admont in der swiki:Diözese Graz-Seckau[1]. Die Kirche und der Friedhof zählen zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.

Geschichte

1125 wurde die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Die Mutterkirche aller Kirchen des Paltentales wurde 1168 dem Benediktinerstift Admont inkorporiert.

1414 wurde die baufällige Kirche erneuert. Nachdem sie 1480 bei einem Türkeneinfall abgebrannt wurde, wurde die Kirche neu aufgebaut. 1677/1678 wurde die Kirche barockisiert. Nach einem Brand 1833 erhielt die Kirche neue Dächer. 1963/1964 kam es zu einer Innen- und 1974 zu einer Außenrenovierung, 2006 erfolgte die bisher letzte Innen- und 2016 letzte Außenrenovierung.

Ausstattung

Der barocke Hochaltar aus 1790 mit Umgangsportalen zeigt das Hochaltarbild Marter des hl. Laurentius aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts, die zeitgleichen Statuen Martin und Georg schuf Balthasar Prandtstätter.

Architektur

Die Kirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.

Das im Kern romanische vierjochige Langhaus hat eingestellte gotische Wandpfeiler mit aufgesetzten Halbkreisdiensten, das gotische Gewölbe hat gemalte Rippen. An das Ostjoch ist beidseits eine flachgedeckte Seitenkapelle angebaut. Die barocke dreiachsige Westempore steht auf abgefasten Pfeilern. Der nur angedeutete Fronbogen zeigt das Admonter Wappen und die Jahresangabe 1732. Der schmale im Kern gotische barockisierte Chor hat drei unterschiedlich lange Joche mit einem geraden Schluss. Das barocke Kreuzgratgewölbe zeigt einfache Eistab-Stuckleisten. In der Mitte der Chorschlusswand ist ein Strebepfeiler mit beidseits je einem gotischen Spitzbogenfenster. Am Westjoch des Chores steht nördlich ein Sakristeianbau unter einer Stichkappentonne, darunter befindet sich das ehemalige Beinhaus, darüber das Oratorium, südlich des Chores ist eine flachgedeckte Kapelle. Der viergeschoßige gotische Westturm mit Traufgesimsen verjüngt sich nach oben, die Turmhalle ist kreuzgratgewölbt. Die gotischen Portale des Turmes und des Langhauses sind spitzbogig.

Im Kircheninneren zeigt die südliche Langhauswand Reste einer romanischen Ornamentmalerei, an der nördlichen Langhauswand gotische Wandmalerei mit Heiligen aus dem 14. Jahrhundert. Der Chor zeigt Dekorationsmalerei aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Die südliche Kapelle zeigt außen ein Sgraffito hl. Laurentius des Malers Siegfried Schwab.

Bilder

   Katholische Pfarrkirche St. Lorenzen im Paltental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quelle

Einzelnachweis

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki