Hubert Neuper

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Hubert Neuper (* 29. September 1960 in Bad Aussee) ist ein ehemaliger Skispringer, der in Bad Mitterndorf lebt. Heute ist er als Sportmanager tätig.

Karriere

Seine ersten Sprungskis fand er zu Weihnachten 1970 als Zehnjähriger unter dem Weihnachtsbaum. 1977 wurde er Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Gstaad in der Schweiz. Nach einer Verletzung im Sommer 1977 brachte ihm bei seiner Premiere bei der swiki:Vierschanzentournee[1] in Oberstdorf in Bayern Ende Dezember 1977 nur den 49. Platz und in der Gesamtwertung dann Platz 63. Aber schon bei der Junioren-Europameisterschaft in Murau in der Steiermark belegte er Rang elf. Für die Saison 1978/1979 trainierte ihn dann die Trainer-Legende Badur Preiml, was aber bei der Vierschanzentournee noch nicht Wirkung zeigte (47. Gesamtrang). Dann aber ging es Schlag auf Schlag, es folgte Siege und Plätze unter den ersten Sechs.[2]

Am Donnerstag, den 27. Dezember 1979, trat Neuper erstmals bei einem Skispringen an den Start. Es war im italienischen Cortina d'Ampezzo, wo die Weltcup-Premiere der Skispringer stattfand. Neuper wurde auf Anhieb 2. hinter seinem Teamkollegen Toni Innauer und vor Alfred Groyer.[3] Bereits am Sonntag, 30. Dezember, wurde Neuper beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee] in Oberstdorf abermals 2. hinter dem Ostdeutschen Jochen Danneberg, nachdem er nach dem ersten Durchgang sogar in Führung lag. In der Weltcupwertung übernahm nun Neuper die Führung.[4] Beim Neujahrsspringen am 1. Jänner 1980 in Garmisch-Partenkirchen in Bayern übertraf sich der 19-jährige Neuper selbst und gewann nach zwei begeisternswerten Sprüngen den zweiten Sprungbewerb der Vierschanzentournee vor dem Finnen Jari Puikkonen und dem Norweger Johann Sätre.[2] Mit seinem Sieg am 4. Jänner auf der Berg-Isel-Schanze in Innsbruck, das er gewann, übernahm Neuper die Führung in der Vierschanzentournee-Wertung.[5] Am Sonntag, den 6. Jänner 1980, konnten dann Schlachtenbummler aus Bad Mitterndorf nach einem ziemlich farblosen Springen in swiki:Bischofshofen ihren Hubert Neuper als Gesamtsieger der 28. Vierschanzentournee feiern. Er war nach swiki:Sepp Bradl (1953) und Willi Pürstl (1975) der dritte Österreicher, der die Vierschanzentournee gewinnen konnte.[6]

Den in diesem Winter erstmals ausgetragenen FIS-Skisprungsweltcup gewann dann Neuper. Auch 1981 war er Sieger Vierschanzentournee, im Weltcup wurde er Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Lake Placid 1980 und der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1982 in Oslo gewann er jeweils eine Silbermedaille. In der Saison 1983/84 erreichte er noch einmal den zweiten Rang der Gesamtwertung. Sein letztes Weltcupspringen bestritt er am 6. Jänner 1985 bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen.

In jungen Jahren zählte er gemeinsam mit Armin Kogler schon zum Stamm des österreichischen Skisprungwunderteams um Karl Schnabl, Anton Innauer, Alois Lipburger und Willi Pürstl, das Baldur Preiml in den frühen 1970er-Jahren ausgeformt hatte. Hubert Neuper und Armin Kogler prolongierten die Erfolgsgeschichte der österreichischen Skisprungnationalmannschaft bis weit in die 1980er-Jahre hinein. Neuper erreichte 50 Top Ten Platzierungen bei Skisprunggroßveranstaltungen von 1977 bis 1985.

Am 23. Jänner 1985 erklärte er in Seefeld anlässlich der dort stattfindenden Nordischen Skiweltmeisterschaft seinen Rücktritt vom aktiven Sport. Nach seinem Karriereende arbeitete Neuper zunächst in seinem Beruf als Pilot bei swiki:Tyrolean Airways und führte gleichzeitig die väterliche Skischule.

Von 1996 bis 2018 war er Organisator der Skiflug-Weltmeisterschaft auf der Skiflugschanze am Kulm in Bad Mitterndorf-Tauplitz. Zwischen 1997 und 2000 war Neuper Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe. In dieser Funktion rief er die World Sports Awards of the Century ins Leben. Aus dieser Sportgala, die erstmals am 19. November 1999 in der Wiener Staatsoper stattgefunden hatte, ging die Stiftung World Sports Awards Foundation hervor. Sie wurde mit den Laureus Awards zusammengeführt, der nun jährlich in Monte Carlo vergeben wird. Neuper hat einen Sitz im Aufsichtsrat der dazugehörigen Stiftung und ist zudem Geschäftsführer der Neuper & Team GmbH, die jährlich bis 2018 den Skiflugweltcup am Kulm organisierte. Im Februar 2019 gab Neuper bekannt, das Skifliegen am Kulm nicht mehr organisieren zu wollen.[7]

Hubert Neuper ist seit 1984 verheiratet und hat zwei Töchter. 2003 veröffentlichte er seine Autobiografie unter dem Titel Flatline.

Auszeichnungen

1996 wurde er mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Quelle

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Hubert Neuper"

Einzelnachweise

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  2. 2,0 2,1 "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 2. Jänner 1980, Seite 13
  3. "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 28. Dezember 1979, Seite 11
  4. "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 31. Dezember 1979, Seite 9
  5. "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 5. Jänner 1980, Seite 13
  6. "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 7. Jänner 1980, Seite 13
  7. www.kleinezeitung.at, vom 28. Februar 2019