Steinerne Welten - zur Kugel geschliffen

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Hornblendeschiefer - Schwarzgulling
Pyrit/Pyrrhotin - ehemaliger Bergbau Walchen
Silikatmarmor - Steinbruch Kleinsölk

"Steinerne Welten - zur Kugel geschliffen" war der Titel einer Sonderausstellung im Schloss Trautenfels Universalmuseum Joanneum, die von 5. Juli bis 31. Oktober 2001 zu besichtigen war.

Infos zum Sammler der Objekte

Die Ausstellung präsentierte heimische Besonderheiten und kostbare Gesteine der Antike aus der Sammlung von DI Heinz Bieler. Der Grazer Bauingenieur war einer der Ersten in Österreich, der edle Gesteinsstücke durch schleifen in Kugelform in Szene setzte. Anfänglich bearbeitete er nur einige Souvenir-Handstücke aus seinem Madagaskar-Urlaub, doch schon bald verlagerte er seinen Fokus auf heimische Gesteine und Minerale. Bei der Suche nach Informationen bezüglich Rohmaterialien und deren Fundpunkte, führte sein Weg zur Mineralogischen Abteilung des Joanneums in Graz. Dort wurde sein Talent und der Reiz dieser handwerklichen "Kunstobjekte" sofort erkannt und es entstand eine Kooperation anhand von mehreren Ausstellungen.

Kugeln aus der Steiermark

In erster Linie konzentrierte sich Heinz Bieler auf die Gesteine der Steiermark. Sowohl mineralogisch, als auch petrographisch ist es das Vielfältigste der Bundesländer.

Für seine Ausstellung auf Schloss Trautenfels legte er Schleifkugeln aus dem obersteirischen Bereich bereit. Eines dieser "Schmuckstücke" schöner, als das andere; jede Kugel hatte ihren optischen, aber auch fachkundigen Reiz. Besonderer Erwähnung bedürfen der Hornblendeschiefer aus dem Schwarzgullingtal im Grenzgebiet Rottenmanner Tauern-Wölzer Tauern, der gold- und messinggelb spiegelnde Pyrit-Pyrrhotin aus dem Bergbau in der Walchen und der schöne rosafarbene Silikatmarmor aus dem Sölker Steinbruch.

Kugeln aus der Welt

Des Weiteren sammelt Bieler auch Gesteine, die bereits in der Antike beim Bau von Gebäuden oder anderen Bauten genutzt wurden. So inkludiert sein Sammelbestand auch ägyptische, griechische und römische Gesteinskugeln. Diese waren ebenfalls in der Sonderausstellung auf Schloss Trautenfels exponiert.

Quelle


Ein Beitrag im Rahmen des Leader-Projekts "Heimatkunde - heimatkundig"
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