Militärflughafen Aigen im Ennstal

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Einsatz eines Hubschraubers des Fliegerhorstes bei einem Waldbrand 2013 im Gesäuse beim Himbeerstein

Der Militärflughafen Aigen im Ennstal, der Fliegerhorst Fiala Fernbrugg, ist ein Fliegerhorst der Luftstreitkräfte des österreichischen Bundesheeres.

Allgemeines

Es ist ein Stützpunkt von Hubschraubern im Nordosten der Ennstaler Gemeinde Aigen im Ennstal. Der ICAO-Code[1] des Flughafens lautet LOXA. Er befindet sich südlich der Enns zwischen Maitschern in der Gemeinde Wörschach im Norden und Ketten im Süden.

Geschichte

Der Fliegerhorst wurde 1955 dem österreichischen Bundesheer zugeteilt. Der Name des Fliegerhorstes wurde 1967 in Fliegerhorst Fiala Fernbrugg umbenannt. Benno Fiala von Fernbrugg[2] war ein österreichischer Jagdflieger Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg.

Es sind Alouette III Helikopter am Flughafen stationiert.

Am Militärflughafen Aigen im Ennstal fanden 2002 die Hubschrauber Weltmeisterschaft und 2004 die Österreichische Hubschrauber-Staatsmeisterschaft statt.

2011

Eine Verordnung des Bundesministeriums für Inneres sorgte im Mai 2011 für Verwirrung und Unmut. Zu einem Waldbrand im Ausseerland durfte nicht ein am Militärflughafen Aigen im Ennstal stationierte Alouette-Hubschrauber zum Löschen aufsteigen, sondern es musste zunächst ein Hubschrauber aus Graz angefordert werden. Üblicherweise werden die Polizei und die Florian Liezen informiert, die dann über die Landeswarnzentrale einen Hubschrauber anfordern.

Eine gesetzliche Grundlage sieht nun aber seit 2011 vor, dass zunächst in Graz ein Hubschrauber angefordert werden muss. Und dies, obwohl ständig ein Alouette-Hubschrauber am Militärflughafen Aigen im Ennstal für den Eurofighter-Betrieb in Bereitschaft stehen muss und die Mannschaft in Aigen im Ennstal permanente Schulungen mit dem Löschwasserbehälter im Gebirge durchführt.

Die Interventionszeit eines Hubschraubers in der Steiermark bei einem Waldbrand liegt bei 20 Minuten. Zum Vergleich: in Griechenland bei 90 bis 180 Minuten.

2017

Am 22. September 2017 feierte der Fliegerhorst sein 80jähriges Bestehen und "50 Jahre Alouette III".

Zahlreiche Ehrengäste und viele Besucher gaben dem Fliegerhorst, den dort tätigen Piloten, Technikern und Soldaten sowie dem Fluggerät die Ehre. Einbegleitet wurde der Festakt von der Militärmusik Oberösterreich. Kasern- und Garnisonskommandanten Oberst Andreas Staudacher begrüßte neben Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Bezirkshauptmann Josef Dick auch Kabinettschef Generalleutnant Karl Schmidseder, dem Kommandanten der Luftstreitkräfte Brigadier Karl Gruber, den steirischen Militärkommandanten Brigadier Heinz Zöllner, dem Standort-Bürgermeister Raimund Hager mit einer ganzen Reihe von Ennstaler Amtskollegen und der Militärgeistlichkeit beider Konfessionen sowie den vielen Mitfeiernden aus der Bevölkerung.

Die 50 Jahre der Alouette waren anfänglich bestimmt von der Ära des Geräts als Rettungshubschrauber bis zum Übergang auf jene des ÖAMTC. Erst später kamen die Maschinen im Ausland als Beobachtungsgerät in militärischen Einsatz.

Als Trainingsplatz für alpine Heerespiloten aus benachbarten Staaten habe sich Aigen in den letzten Jahren bereits bestens eingeführt.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. siehe Wikipedia ICAO-Code
  2. siehe Wikipedia Benno Fiala von Fernbrugg