Karl Prodinger

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Dr. phil. Karl Prodinger (* 26. Februar 1875 in Leoben, Steiermark; † 4. Dezember 1948 in Korneuburg; .) war ein österreichischer Bergsteiger und Schulmann.

Leben

Er kam als Sohn eines Optikers und studierte in Graz und Klagenfurt von 1894 bis 1896 katholische Theologie und von 1896 bis 1900 klassische Philologie und Deutsch an der Universität Graz. 1900 promovierte er zum Dr. phil. und bestand 1902 Lehramtsprüfung für Latein, Griechisch und Deutsch. Ab 1901 war er als Supplent am Gymnasium in Klagenfurt tätig, von 1902 bis 1905 als Gymnasialprofessor in Kaaden (Kadaň, Tschechien), von 1905 bis 1908 in Gottschee (Kočevje. Slowenien), von 1908 bis 1918 in Pola (Pula, Kroatein), 1920/21 in Wien und von 1929 bis 1932 in Hollabrunn tätig. Ab 1932 lebte er in Korneuburg.

Prodinger war ein überaus kenntnisreicher und vielseitiger Alpinist. Er setzte sich auch mit theoretischen Fragen des Bergsteigens auseinander. Ab 1900 war er Mitglied des Österreichischen Alpenklubs.

Zu seinen Begleitern zählte u. a. swiki:Karl Domenigg, F. Glatter, Stephan Höfele), O. Müller, M. Prodinger, G. v. Saar, O. Sehrig, G. Stopper, V. Wolf v. Glanvell.

Bergfahrten

Neue Bergfahrten:

Vordernberger Reichenstein von Norden und von Nordwesten (1896), Eisenerzer Schieferalpen;
Planspitze, neuer Anstieg zur Krummholzstufe, Nordwand (1898), Ennstaler Alpen;
Tischlerspitze, Südostgrat (im Abstieg), Grubenkarkopf, Nordwand (beide 1906), beide swiki:Ankogelgruppe;
Hochschwabgruppe;

Publikationen

  • Über die Westwand auf die Meßnerin, in: Hochschwab, Ghacktstein, Kleiner und Großer Feistringstein, Großer Winkelkogel, Pfaffenstein, Frauenmauer, Pribitz, Meßnerin, Eisenerzer Griesmauer und Techniker-Alpen-Club-Spitze (1895–1900), alle Empor! G. Winklers Tagebuch, hrsg. von E. König, o. J.;
  • zahlreiche Rezensionen und Abhandlungen in Fachzeitungen, u. a. ÖTZ 15, 1896, 17, 1898, 19, 1900, 24, 1905, ÖAZ 17–19, 1899–1901, 23–24, 1905–06, 44, 1926, 60, 1942,
  • Gebirgsfreund, 1911,
  • Bergsteiger, 1938

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 39, 1982), S. 299f.