Rohrauerhaus

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Rohrauerhaus

Das Rohrauerhaus ist eine Naturfreunde-Hütte im Südwesten der Haller Mauern in den Ennstaler Alpen.

Geografie

Das Rohrauerhaus befindet sich auf 1 308 m ü. A. wenige Meter nördlich des Übergangs Pyhrgasgatterl (auch Pyhrgassattel). Dieser stellt einen Übergang zwischen dem südöstlich gelegenen Mühlau im Norden von Hall in der Marktgemeinde Admont und Spittal am Pyhrn im Nordwesten dar. Sie befindet sich bereits in Oberösterreich.

Das Rohrauerhaus 1926.

Ausstattung

Das Rohrauerhaus bietet maximal 45 Nächtigungsmöglichkeit. Je nach Bedarf stehen drei Dreibettzimmer, drei Vierbettzimmer, ein Fünfbettzimmer sowie drei Bettenlager (für insgesamt 19 Personen) zur Verfügung.

Der Skiabteilung der Naturfreunde 1928 beim Rohrauerhaus.

Alpinismus

Das Rohrauerhaus ist Ausgangspunkt für Touren nach Nordosten in die Haller Mauern, beispielsweise auf den Großen Pyhrgas (2 244 m ü. A.) oder den Scheiblingstein (2 197 m ü. A.) oder für Touren nach Südwesten die Bachermauern entlang zur Ardningalm.

Geschichte

Der "Naturfreund" berichtet in seiner Ausgabe vom vom Brand der Hütte:[1]

Das Rohrauerhaus am Pyhrgasgatterl ab­gebrannt. Das Jahr 1933 hat für unseren Ver­ein einen tief traurigen Abschluß gefunden. Am 29. Dezember um 15 Uhr ist das Rohrauer­haus, eines der schönsten Schutzhäuser unseres Vereines, vollständig niedergebrannt. Nur rauchgeschwärzte Wände und der hochragende Kamin zeigen jene Stelle an, wo das wunder­schön eingerichtete Bergsteigerheim behagliche Unterkunft geboten hat. Während der Hütten­pächter unterhalb des Brandtuerjoches einen Skikurs leitete und seine Gattin allein im Hause war, brach der Brand aus. Als die Frau, die mit Reinigungsarbeiten in den unteren Räumen beschäftigt war, das Feuer entdeckte, stand schon das obere Stockwerk in hellen Flammen. Ohne Schuhe, nur mit Strümpfen bekleidet, mußte die Frau aus dem Hause flüchten, um das Leben zu retten. Der mit den Gästen herbeieilende Hüttenwirt konnte nicht mehr helfen; in einem ungeheuren Flammenmeer brach das schöne Haus zusam­men. Den Flammen fielen die vollständige Inneneinrichtung, Betten, Matratzen, zahlreiche Decken und die Wäsche, der im Sommer 1933 erfolgte Zubau, ferner die Lichtanlage, der Elektromotor usw. zum Opfer, so daß ein Gesamtschaden von über 80.000 Schilling ent­stand. Leider aber ist das Haus nur mit 30.000 Schilling versichert. Die Pächtersleute, die von ihrem Hab und Gut nichts retten konnten, erleiden einen Schaden von 7000 bis 8000 Schilling, während sie nur mit 5000 Schil­ling versichert sind. Das Rohrauerhaus, dessen Außenwand mit einer großen von Künstler­hand geschaffenen Bronzeplakette unseres ver­storbenen Führers Rohrauer geschmückt war, ist am 2. August 1925 eröffnet worden. Es war eine vorbildliche Leistung unserer Ortsgruppe Linz, die nur durch den beispiellosen Opfer­mut der Mitglieder (es wurden rund 40.000 Arbeitsstunden geleistet) ermöglicht worden ist. Die Ortsgruppenleitung hat einmütig be­schlossen, sofort mit dem Wiederaufbau des Hauses zu beginnen. Die Brandursache dürfte die Überheizung eines Ofens im ersten Stock­werk sein.

Bilder

  • Rohrauerhaus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Weblink

  • Position auf AMap (korrigierter neuer Link, Datenstand, 07.02.2025)

Quellen

  • GIS (gis.stmk.gv.at Grenzen - Regionale Gliederung)
  • www.naturfreunde-huetten.at
  • Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar. Hinweis: Da BEV mit Anfang November 2022 sein Internet-Link-System umgestellt hatte, stimmen aktuell noch nicht alle EnnstalWiki-AMap-Weblinks, sofern nicht beim Link auf eine bereits erfolgte Aktualisierung hingewiesen wird.

Einzelnachweis

  1. ANNO, "Naturfreund", Ausgabe 4/1934, Seite 27