Wolfgang Suppan

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Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Suppan (* 5. August 1933 in Irdning; † 4. Mai 2015 in Graz) war ein Musikethnologe und ein Autor sowie Ehrenbürger der Gemeinde Pürgg-Trautenfels.

Leben

Wolfgang Suppan wurde als Sohn des Kapellmeisters und Finanzbeamten Emil Suppan in Irdning geboren. Er studierte Musik und Musikwissenschaft und promovierte 1959 an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Seine landeskundliche Musikforschung in der Steiermark führte zur Edition des Buches Steirisches Musiklexikon 1962 – 1966. 1971 habilierte[1] er für das Fach Musikwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, wo er zum außerplanmäßigen Universitätsprofessor ernannt wurde. 1974 war Suppan als Ordinarius am Institut für Musikethnologie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz tätig. 1977 bis 1984 war er Gastprofessor am Institut für Musikpädagogik an der Universität in Frankfurt. Im Wintersemester 1980/81 vertrat er den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität in Göttingen. Suppan gelang es, die Blasmusik von dem einstigen negativen Image der Subkultur zu befreien und mit zahlreichen Editionen der wissenschaftlichen Erforschung der Blasmusik wegbereitende Impulse zu geben.

1974 gründete er die Internationale Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik (IGEB).

Als Präsident der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik (IGEB), als Funktionär der internationalen Blasmusikorganisation WASBE, aber auch als Spitzenfunktionär verschiedener Musikorganisationen ist es ihm gelungen, den Aufschwung und die kulturelle Anerkennung des Blasmusikwesens zu erreichen und zu festigen. Von 1966 bis 1998 gehörte Suppan dem Präsidium des Bundes Deutscher Blasmusikverbände an und wurde 1998 zum Ehrenmitglied ernannt. In Österreich wurde Suppan 1995 zum Präsidenten der Johann-Joseph-Fux-Gesellschaft und 1996 zum Landesobmann des Steirischen Blasmusikverbandes gewählt.

Auszeichnungen

Für seine Verdienste um das Musikwesen wurde Dr. Wolfgang Suppan vielfach ausgezeichnet.

  • 1984 erhielt er den Forschungspreis des Landes Steiermark.
  • 1988 erhielt er in Japan den Kulturfilmpreis des japanischen Fernsehens für sein Mitwirken an dem Film Heidenröslein.
  • 1993 erhielt er in Deutschland das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im selben Jahr bekam er von seiner Heimatgemeinde Pürgg-Trautenfels den Ehrenring.
  • 1994 erhielt er in Österreich das Große Silberne Verdienstzeichen der Republik.
  • 1995 wurde er mit dem Großen Goldenen Verdienstzeichen des Landes Steiermark geehrt. Im selben wurde er in den USA von der MID WEST-Conference in Chicago mit dem International Award ausgezeichnet.
  • 1998 erhielt er von der Confédération Internationale des Sociétés Musicales (CISM) der UNESCO das Goldene Ehren-Kreuz.
  • Von den Blasmusikverbänden Österreichs, Deutschlands, Ungarns, Schwedens und Bulgariens erhielt er höchste Auszeichnungen.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. Habilitation ist die höchstrangige Hochschulprüfung in Deutschland, Österreich und in einigen anderen Ländern.