Bräualmtal
Das Bräualmtal ist ein geformtes U-Tal in den Schladminger Tauern in Sölk, das in der letzten Eiszeit entstanden ist.
Geografie
Das Bräualmtal ist ein südwestliches Seitental des Großsölktals, das vom Ortschaftszentrum der ehemaligen Gemeinde St. Nikolai im Sölktal nach Südwesten abzweigt. Es steigt von 1 127 m ü. A. (St. Nikolai im Sölktal) bis auf rund 1 200 m ü. A., wo es sich neuerlich in kleine Täler auflöst:
- Bei der Bräualm verläuft eines nach Westen am Riedlbach entlang zum Seengebiet östlich des Großen Knallsteins;
- 1,2 Kilometer südlich der Bräualm, beim Kreuzsteg, mündet von Südwesten der Hohenseebach aus der Melk (mit Schwarzen- und Grünsee) über den Hohensee kommend ins Tal der Bräualm,
- und noch kurz vor dieser Einmündung kommt ebenfalls aus südwestlicher Richtung der Schimpelbach aus der Brachen
Eine weiteres Tal (oder Graben) kommt aus dem Dürrmoos
Geschichte
Durch die Bewegung des Eises kam es zu einer enormen Beanspruchung des Untergrundes. Eine typische dieser Schürfwirkung eigenen Form stellt das U-Tal, auch Trogtal genannt, dar, das in vielen Tälern der Alpen, wie auch im Bräualmtal ausgeprägt ist. Das charakteristische U-Tal weist einen breiten Talboden auf, der beidseitig in steil aufsteigende Talflanken übergeht. Während des Abschmelzens des Eispanzers vor ca 15 000 Jahren wurden große Wassermassen frei, die sich im Bereich der Geländeverstellung vor St. Nikolai im Sölktal tief eingruben, wodurch die Schlucht entstand.
Auch die Strubschlucht, eine wesentlich eindrucksvollere Schlucht des Sölkbaches zwischen Großsölk und Stein an der Enns, entstand durch die Schürfwirkung des Wassers.
Wasserfälle und Bäche im Bräualmtal
Randliche Kare und Flurbezeichnungen
Von Norden nach Süden:
Bilder
- Bräualmtal – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki
Weblink
- Position auf AMap (korrigierter neuer Link, Datenstand, 10.12.2023)
Quellen
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar. Hinweis: Da BEV mit Anfang November 2022 sein Internet-Link-System umgestellt hatte, stimmen aktuell noch nicht alle EnnstalWiki-AMap-Weblinks, sofern nicht beim Link auf eine bereits erfolgte Aktualisierung hingewiesen wird.
- GIS (gis.stmk.gv.at Grenzen - Regionale Gliederung)
- Schautafel im Tal