Haslebnerhof
| Haslebnerhof | |
|---|---|
| Informationen | |
| Besitzer: | Gemeinde Gaishorn am See |
| Hofname: | |
| Vulgoname: | Haslebner |
| Ort: | Gaishorn am See, Ortsteil Treglwang |
| seit: | urkundlich vor dem 16. Jh. |
| ehem. Grundherrschaft: | Stift Seckau |
| Urbarnummer: | |
Der Haslebnerhof ist ein ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb in der ehemaligen Gemeinde Treglwang, heute Gemeinde Gaishorn am See. Das Gebäude zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde.
Allgemeines
Der Haslebnerhof ist wohl das älteste Anwesen von Treglwang. Bis zur Gemeindezusammenlegung 2015 diente es als Gemeindeamt. Das Gebäude ist ein stattlicher zweigeschossiger, rechteckig verlaufender, ursprünglich mit Holzschindeln gedeckter Baukörper.
Geschichte
Bereits seit dem 16. Jahrhundert finden wir hier die sogenannte Haslebner Taferne, eine auf der B 113 Schoberpass Straße gelegene Einkehr samt Braugerechtigkeit. Dazu gehörte ein großer landwirtschaftlicher Betrieb.
Meist stammten die Besitzer aus bekannten Gewerkenfamilien.
Um 1640 war Martin Haslebner auf der Taferne zu Treglwang, verheiratet in erster Ehe mit Elisabeth Egger, in zweiter Ehe mit Maria Stanzinger. Die Kinder aus der zweiten Ehe waren: Elisabeth, verheiratete Schröckenfux; Catharina, Gattin von Jacob Schragl; Sohn Mathias, ehelicht mit Anna Maria Nagenzaun aus Stainach, welche in zweiter Ehe Johannes Leitner von der "Paulnwirt" Taferne in Wörschach heiratete.
Die Tochter Maria Leitner ehelicht zuerst Simon Schrittwieser und danach den Trieben Gewerkensohn Joseph Wallner. In zweiter Ehe heiratet Wallner die Maria Washueber, welche danach sich nochmals drei Mal verehelicht war. Unter anderem 1750 mit Mathias Schörkmayr, der als Bräuwirt das Haslebnerwirtshaus übernahm. Er war von Gröbming gebürtig und stammte aus der Brauerfamilie Schörkmayr. Ihr letzter Gatte war Mathias Katzensteiner aus Sankt Lorenzen im Paltental.
Übernommen wurde das Haus von Tochter Elisabeth des Mathias Schörkmayr und der Maria Wasslhuber. Sie heiratete Leonhard Schaffer aus Pöls. Es verblieb danach noch eine Generation bei der Familie Schaffer.
Um 1900 erwarb den Betrieb samt Gastwirtschaft Ernest Krenn. Er und danach seine Tochter Ernestine Sonnleitner führten das Gasthaus und den Gutsbetrieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg fort.
Die landwirtschaftlichen Gebäude wurden nach und nach abgetragen, das Haus von der damaligen Gemeinde Treglwang erworben und renoviert. Es diente danach als Gemeindeamt von Treglwang.
Das Haslebnerhaus mit der Hausnummer Treglwang 1 (auch historische Hausnummer) steht unter Denkmalschutz.
Quellen
- Franz Wohlgemuth: Die Geschichte der Pfarre Gaishorn und des Paltentales, Gaishorn 1955
- Forschungsarbeit in div. Pfarrmatriken, Aufsätzen etc. von Benutzer:Dietersdorff, Autor des Artikels
- Hist. Verein Jahresbericht-2001