Reinhard Walcher

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Reinhard Walcher (* 5. November 1936 in der Ramsau; † 2. August 2015) lebte in Ramsau-Schildlehen und war Politiker, Unternehmer und Landwirt.

Leben

Unter Vorantritt der Trachtenmusikkapelle Ramsau am Dachstein, gefolgt von Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr und der Jägerschaft, marschierte der Trauerzug bei seinem Begräbnis in die evangelische Kirche, in der Pfarrerin Martina Ahornegger den Trauergottesdienst hielt und den Lebensweg von Reinhard Walcher skizzierte.

Als Sohn von Matthias und Sophie Walcher vlg. Ramsberger geboren, wuchs er mit drei Geschwistern am elterlichen Hof auf und absolvierte nach der Pflichtschule die Landwirtschaftliche Fachschule Grabnerhof. Nachdem sein Halbbruder Hans 1957 den elterlichen Hof übernahm, bewirtschaftete er mit seinen Eltern das Zulehen in Schildlehen, den vlg. Karlbauer.

Einige Jahre später lernte der leidenschaftliche Tänzer und Plattler Ingrid Wieser kennen und lieben. Zwei Monate bevor sich das Paar am 29. November 1964 das Ja-Wort gab, erblickte Tochter Martina das Licht der Welt. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Familie auf den Aufbau des Hotels Jagdhof und dem Umbau des vlg. Karlbauer. Im Jahr 1981 stellte sich mit Sohn Reinhard weiterer Nachwuchs ein.

Eine weitere Herzensangelegenheit von Reinhard Walcher, der auch als leidenschaftlicher Jäger bekannt war, wurde 1994 umgesetzt – die Jagdhofhütte in der Neustattalm.

Reinhard Walcher engagierte sich aber auch im öffentlichen Leben, war 1951 Gründungsmitglied der örtlichen Landjugend, zehn Jahre Teil der Tanz- und Plattlergruppe, eine Periode im Gemeinderat sowie Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Jagdschutz- und Schafzuchtverein und Vorstand des Pinzgauer Zuchtverbandes.

Im Jahr 1996 trat Reinhard Walcher in den wohlverdienten Ruhestand – nur fünf Jahre später wurde eine heimtückische Krankheit diagnostiziert, die er mit unbändigem Lebenswillen ertrug, ehe er am 2. August für immer seine Augen schloss.

Mit Worten des Dankes im Namen der Jäger und der Bauernschaft verabschiedete sich Ortsstellenobmann Matthias Schrempf von Reinhard Walcher. Berührende Worte richtete auch Enkerl Markus Pilz an seinen Opa. Als Stammgast des Hotels „Jagdhof“ nahm Alois Paisch Abschied. Die Begräbnisfeierlichkeiten wurden von der Trachtenmusikkapelle Ramsau, der Bläsergruppe und dem evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Ilse Badura umrahmt.

Quelle