Gustav August Ritter

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Gustav August Ritter (* 5. Jänner 1807 in Aussee; † 27. März 1884 ebenda) war von 1. Oktober 1848 bis 9. September 1849 k. k. Hüttenmeister im Ischler Salzberg.

Leben

Gustav Ritter wurde als Sohn des k.k. Pfannhausverwalters Josef Ritter geboren und starb in Aussee in seinem Haus Gartengasse 4, heute noch unter „Ritterhäusel“ bekannt.

1829 begann er als Bergschüler und arbeitete in Ebensee, in swiki:Ischl[1], in swiki:Hallein, in Hallstatt, sowie in den galizischen k.k. Salinen. 1851 als Hüttenmeister nach Aussee.

Bekannt wurde der „Hüttenschaffer“ Ritter 1840 mit der erfolgreichen Einführung der Pultfeuerung beim Bau eines Ziegelofens. Dabei sparte er Brennholz und durch die vollkommene Verbrennung des Holzes konnte das Salz reiner gewonnen werden.

Aktuelle Themen, die er in Zeichnungen festhielt, waren ein weiteres Beschäftigungsfeld von Ritter. Er wird als „lustiger Kauz“ beschrieben. Durch seine treffenden Scherzzeichnungen erlangte über Aussee hinaus Bekanntheit. Sachkenner bezeichneten ihn als „Wilhelm Busch von Aussee“.

Anna Plochl, die seine Kunst ebenfalls sehr schätzte, erhielt viele Federzeichnungen von ihm.

Eine interessante Beschreibung des Faschings 1876 von ihm ist erhalten, in der er abschließend meinte:
„....Erinnerungen an 3 schöne Tage, die Schlusspunkte eines folgenschweren Traumes, so ähnlich unserem ganzen Leben, wo jeder bemüht ist, dem andern etwas vorzumachen und der Aufgabe zu genügen, in der Täuschung des Nächsten sein Fortkommen zu finden.“

Weblink

Quelle

Fußnote

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki