Günther Dembski

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Günther Dembski (* 17. Juni 1921 in Fürstenau im Kreis Templin (Uckermark-Brandenburg); † 5. April 2014 in Öblarn) war Ehrenobmann des Bergbauvereins Öblarn und Träger des Ehrenrings der Marktgemeinde Öblarn.

Leben

Günther Dembski wurde am 17. Juni 1921 in dem 100-Seelen-Dorf Fürstenau im Kreis Templin (Uckermark-Brandenburg) als ältester von vier Brüdern der Eltern Emilie und Wilhelm Dembski geboren. In Buchenhain, dem Nachbardorf, besuchte er die Volksschule, um anschließend eine Lehre bei den Flugzeugwerken in Rostock zu absolvieren. Zeitig zum Militär eingezogen, musste er den wahnsinnigen Krieg mit all seinen Schrecken und seinem Grauen durchstehen. Als Fallschirmjäger war er an allen Fronten eingesetzt, sprang auf Kreta in diesem mörderischen Inferno ab, war in Russland, in Italien und an anderen Kampflinien eingesetzt.

Nach dem Krieg lebte er mit seiner ersten Frau in Bischofshofen (Salzburg), dann in zweiter Ehe mit seiner Frau Veronika in Öblarn.

Sein Wirken ist mit dem Bergbau (Marmor aus Öblarn) und dem Wiederaufbau des mittelalterlichen Bergwerkes als Schaustollen und dem „Öblarner Kupferweg“ mit der Erzgewinnungsanlage eng verbunden. Günther Dembski war von 1970 bis 1984 Betriebsleiter im ehemaligen Marmorabbau Öblarn Walchental. Nach seiner Pensionierung widmete er sich der Rettung und Restaurierung der Überreste des historischen Kupfererz- und Schwefelkiesbergbaus. Er war Initiator und Gründungsmitgliedes des Bergbauvereins Öblarn und Gründer des Schaupfades Öblarner Kupferweg.

In seiner „Steinboutique“ in Öblarn konnte er seine künstlerischen Ambitionen ausleben.

Ehrungen

Seine außerordentlichen Leistungen im montanhistorischen Bereich wurden mit dem Ehrenring der Marktgemeinde Öblarn gewürdigt. Vom Land Steiermark wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen verliehen.

Anlässlich seines 90. Geburtstags 2011 organisierte der Bergbauverein Öblarn und der Montanhistorische Verein Österreich die Fachtagung über Geschichte und Verwendung von Marmor in Öblarn. Als Geburtstagsgeschenk wurde der Platz vor dem Schwefelofen im Walchental in Günther-Dembsiki-Platz umbenannt.

Quelle