Franz I.

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Kaiser Franz II./I. (* 12. Februar 1768 Florenz, Italien; † 2. März 1935 in Wien) war als Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und als Franz I. erster Kaiser von Österreich. Sein Vater war Kaiser Leopold II.. Eine für die Steiermark und das Ennstal zentrale Persönlichkeit war Franz jüngerer Bruder Erzherzog Johann.

Leben

Die Politik der beiden Reformkaiser und Brüder Joseph II. und Leopold II. verfolgte Franz nicht. Er zeichnete sich durch eine konservative Politik aus. In seiner 43 Jahre dauernden Regierungszeit fiel die Französische Revolution, die napoleonischen Kriege und die Zeit nach dem Wiener Kongress 1814 bis 1815, auch als Ära Metternichs bekannt.

Ennstalbezüge

Eine wichtige Maßnahme in der Regierung von Kaiser Franz I. war der franziszeische Kataster von 18171861. Aufgrund von Besteuerungsüberlegungen wurde das gesamte Kaiserreich bis zur kleinsten Parzelle erfasst. So entstanden 30 556 Katastralgemeinden. Somit wurde auch das Ennstal vermessen.

Die Steiermark war für den Bruder von Kaiser Franz I., Erzherzog Johann, ursprünglich nicht als Wirkungsstätte vorgesehen. Im Zuge der Napoleonischen Kriege schloss sich Johann dem Alpenbund, einer Tiroler Widerstandsbewegung an. Nach der Niederschlagung des Tiroler Volksaufstands wurde ihm jedoch der Zugang zu Tirol durch seinen Bruder Franz verboten. Daraufhin widmete sich der Erzherzog der Steiermark und war auch für das Ennstal von prägender Bedeutung.

Quellen