Karl Amon

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Univ.-Prof. Dr. Karl Amon (* 13. März 1924 in Bad Aussee; † 10. Jänner 2017 ebenda) war Priester und em. Univ.-Prof. für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.

Leben

Er wurde während des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront bei einem Einsatz schwer verwundet. Während des Lazarettaufenthaltes begann er im Februar 1944 an der Philosophisch-Theologischen Hauslehranstalt des Priesterseminars in Graz das Theologiestudium und wurde am 11. Juli 1948 zum Priester geweiht. Dem Doktoratsstudium mit der Dissertation zum Benediktinerinnenkloster Traunkirchen folgte am 19. Dezember 1953 die Promotion zum Doktor der Theologie. Es folgten außerdem ein Lehramtsstudium und schließlich 1959 die Habilitation im Fach Kirchengeschichte.

Der einer kinderreichen Familie entstammende Ausseer hatte seine Heimat immer wieder in geistlicher und materieller Hinsicht beschenkt und sich über mehrere Jahrzehnte in sehr vielen Bereichen eingebracht und engagiert.

Prof. Amon lehrte von 1960 bis 1987 als ordentlicher Professor Kirchengeschichte an der Universität Graz. Er verfasste unzählige Beiträge zur Kirchen-, Frömmigkeits- und Regionalgeschichte sowie auch zu liturgischen Fragen.

Als Mitglied der Historischen Landeskommission für Steiermark (HLK) regte er außer dem Quelleneditionen von Visitations-, Ordinations- und Konsekrationsprotokollen an. Auch war er maßgeblich an der Erstellung des Deutschen Messbuches und des Gesangbuches „Gotteslob“ beteiligt. Prof. Amon hatte weiters einen Lehrauftrag für Kirchenmusik an der heutigen Kunstuniversität Graz inne und trug den Titel eines päpstlichen Ehrenprälaten.

Ehrungen

Völlig zu Recht wurde ihm für seine zahlreichen Verdienste der Große Ehrenring der Pfarre Bad Aussee verliehen.

Quelle