Hochgrößen

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Hochgrößen
Gipfelkreuz am Hochgrößen

Der Hochgrößen ist ein Berg im Südwesten in der ehemals selbständigen Gemeinde Oppenberg, heute Stadt Rottenmann. Er gehört zu den Wölzer Tauern und ist 2 115 m ü. A. hoch.

Ereignisse

Lawineneinsatz Hochgrößen im Februar 2014

Eine aus vier Personen bestehende Skitourengruppe stieg am Sonntag, den 9. Februar 2014, über die Rieden zum Gipfel des Hochgrößen auf. Bei der Abfahrt querte die Gruppe einzeln eine steile Rinne, wobei eine Frau als Letzte die Querung ansetzte. Oberhalb der Gruppe löste sich ein Schneebrett, welches die Skitourengeherin in die 400 m lange, steile und drehende Rinne mitriss.

Die Besatzung der Alouette III flog Einsatzleiter GL Stefan Schröck, Hundeführer Walter Flatscher und Bergführer Paul Sodamin in die Nähe des Lawinenkegels, während eine Gruppe von Bergrettern mit Tourenski zur Unglücksstelle aufstieg. Am Lawinenkegel wurde die erste Sondierkette gebildet und Hundeführer Flatscher schickte seinen Lawinensuchhund Eyck zur Suche. Nur einige Minuten später hatte Eyck bereits einen Treffer zu melden. Die Frau war 1,70 m tief verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden.

Am Einsatz beteiligt waren 69 Bergretter (davon neun Lawinenhundeführer), sieben Mitglieder der AEG Liezen, eine Alouette III des BMLV, ein Notarzt-Hubschrauber des ÖAMTC, KIT Team Rotes Kreuz, KIT Team Land Steiermark sowie drei Privatpersonen (Mannschaftstransport). Im östlich des Berges gelegenen des Gasthofes Schaffer gelegenen hatte die Bergrettung Ortsstelle Rottenmann eine Einsatzzentrale einerichtet.[1]

2015: Der Hochgrößen wird winterfest

Der Hochgrössen westlich des Oppenbergertales zählt nicht nur bei Insidern zu den begehrten Tourenzielen. Durch den zunehmenden Winterbetrieb wurde eine eindeutige Lenkung auf dem ohnedies bereits bisher benutzten Aufstiegsweg notwendig. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Grundbesitzern – der Familie Pernhofer, dem Landwirt Engelbert Schaunitzer sowie dem jagdausübenden Gerhard Abel – konnte nun eine sehr gute Lösung gefunden werden, wie der Alpenverein Rottenmann mitteilte.

Das Problem war bisher ein sensibler Wildeinstand im Bereich des Anwesens Gehöft Engelberger, der nun ohne Umwege über eine Wiese umgangen wird. Der weiterleitende Verbindungsweg zum Forstweg bietet als Abfahrt mehr Komfort als der ohnedies jährlich höher wachsende und mit Betretungsverbot belegte Jungbestand. Durch die gute Markierung werden die Vorzüge dieser Routenführung für alle Tourengeher erkennbar. Die folgenden zwei Kilometer unvermeidlichen Forstweg verfolgt man bis zur Markierung „Winterweg Hochgrössen“ und betritt den in Eigenverantwortlichkeit zu benützenden freien Skiraum.

Das Wegeteam des Alpenvereins Rottenmann richtet abschließend an alle Tourengeher die Bitte, sich im Bemühen eines gedeihlichen Miteinanders an die Markierungen im ersten Drittel des Aufstieges – bis zur Abzweigung Winterweg – sowie bei der Abfahrt zu halten.

Erreichbarkeit

Im Südwesten des Ortsteilzentrums Oppenberg (~ 1 000 m ü. A.) führt ein markierter Weg über den Engelberger zur Tröschmitzhütte (1 685 m ü. A.) entlang des Bergkamms in leicht südwestliche Richtung zum Gipfel.

Schutzhütten

In der Nähe des Bergs befinden sich folgende Schutzhütten:

Bilder

  • Hochgrößen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle www.paul-sodamin.at, abgefragt am 25. April 2018