Helmut Tritscher

Aus EnnstalWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Helmut Tritscher (* 1957; † 17. Jänner 2020) war ein beliebter Gastwirt und Kaufmann im Großsölktal.

Über Helmut Tritscher

Eigentlich seit 2016 in Pension, blieb Helmut Tritscher der emsige Arbeitsgeist und die Nahversorgung ein besonderes Anliegen. Vor über vier Jahrzehnten begann seine Karriere als Gastronom. Andreas und Hanni Moser, kinderlose Besitzer des Gast- und Kaufhauses „Zum Gamsjäger“ in St. Nikolai im Sölktal, holten ihren Neffen als Nachfolger in den Betrieb. Und die Liebe zur im Kaufhaus angestellten Dorli Wegscheider sollte zur Erfolgsgeschichte des Traditionshauses werden. 1985 heirateten die beiden und 1987 übernahmen sie zur Gänze.

Helmut gelernter Installateur und begabter Praktiker, forcierte mit Unterstützung von Vater Jakob und vielen freiwilligen Helfern Sanierung und Erweiterung. Das Gebäude wurde aufgestockt, zehn neue Gästezimmer und eine Wohnetage entstanden, Küche und Bewirtungsbereich wurden auf aktuellen Stand gebracht.

1993 übernahm Helmut Tritscher als stellvertretender Obmann des Tourismusverbandes Naturparkes Sölktäler öffentliche Verantwortung, fünf Jahre später wurde er Vorsitzender. Viele Initiativen zur Verbesserung der Infrastruktur für die Gäste tragen seine Handschrift.

2007 wurde er Obmann des Dorfentwicklungsvereins.

Der Familienbetrieb „Tritscher“ funktionierte bestens, mit Küchenchefin Dorli arbeitete er Hand in Hand und die Kinder Christian und Manuela waren stets in den Betrieb eingebunden.

Verabschiedung

Bei der Verabschiedung am Dienstag, den 21. Jänner 2020 würdigte Bürgermeister Werner Schwab die vielen Verdienste der Familie, den Einsatz für den Fremdenverkehr, Gastfreundlichkeit für Einheimische, Gäste sowie Vereine, mit der Großzügigkeit als deren Sponsoren.

Harald Maier hielt für den Musikverein St. Nikolai den ehrenden Nachruf. Helmut Tritscher war begeisterter Musiker, mit seiner Klarinette über Jahrzehnte aktives Mitglied, außerdem 17 Jahre mit der beliebten Oberkrainergruppe „Knallsteinecho“ unterwegs.

Franz Menneweger bedankte sich für über 40-jährige Mitgliedschaft beim Kameradschaftsbund. 2016 trat Helmut Tritscher in Pensionistenverband und Seniorenbund ein, Teilnahme bei Aktivitäten waren ihm nicht mehr vergönnt.

Als Nachbar der katholischen Pfarrkirche war der evangelische „Gamsjägerwirt“ auch „Kirchenwirt“. Katholische und evangelische Christen versammelten sich am Vortag der Verabschiedung beim Wachtgebet, geleitet durch Diakon Wolfgang Griesebner, im Gotteshaus. Den evangelischen Verabschiedungsgottesdienst feierte Pfarrer Dr. Manfred Mitteregger mit der Trauergemeinde. Er wünschte in den Gebeten der Familie Kraft und die Auferstehungshoffnung aus dem Glauben.

Die Chorgemeinschaft St. Nikolai umrahmte die Feier. Der emotionale Abschied vor der Einäscherungsüberführung und vor „seinem“ Gasthaus fand unter den Trauermärschen der Musikkapelle St. Nikolai und den Oberkrainerklängen von Musikerfreunden statt. Das dreimalige Senken der Kameradschaftsbundfahne, das Lied vom guten Kameraden und die Kirchenglocken brachten nochmals Dankbarkeit und Betroffenheit über den Verlust des menschenfreundlichen Nahversorgers Helmut Tritscher zum Ausdruck.

Quelle