Heinrich Koechlin

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Ing. Heinrich Koechlin (* 30. Juni 1856 in Wien; † 5. Oktober 1938 ebenda) war ein österreichischer Architekt und Alpinist.

Leben

Er war der Sohn des Architekten Karl Koechlin (* 1828, † 1884), sein Bruder der Mineraloge Rudolf Koechlin. Heinrich Koechlin studierte an der Technischen Hochschule Wien. Ab 1878 war er Assistent der Lehrkanzel für Hochbau an der Technischen Hochschule Graz. Koechlin, der an den Bauten Heinrich Freiherr von Ferstels und seines Vaters mitarbeitete, wirkte ab 1889 als Ingenieur im Ministerium für Inneres, ab 1908 im Ministerium für öffentliche Arbeiten. 1915 wurde er Ministerialrat und ging 1917 in den Ruhestand.

Seit 1881 war Koechling 1881 Mitglied des Österreichischen Alpenklubs (Wien), bei dem er später auch Mitarbeiter und zuletzt Ehrenmitglied wurde.

Zu seinen Berggefährten zählten: E., K. und O. Zsigmondy, swiki:Ludwig Purtscheller, K. Schulz, H. Cranz, H. Wödl, R. Morauf, O. und E. Koechlin, die Bergführer Michael I Innerkofler (Sexten, Südtirol), Wagstätter und Widmoser (beide St. Ulrich am Pillersee, Nordtirol).

Bergfahrten

Koechlin unternahm bedeutende Bergfahrten in verschiedenen Teilen der Ostalpen, besonders in den Nördlichen Kalkalpen, der swiki:Glocknergruppe, den Zillertaler Alpen und in den Dolomiten.

Erste Ersteigungen und neue Anstiege

1884 erste führerlose Ersteigung der Kleinen Zinne in den Dolomiten;
1885 Westgipfel des Kleinen Buchsteins in den Gesäusebergen;
Ebenfalls 1885 Großer Löffler, Keilbachspitze, Reichenspitze und Gabelkopf in den Zillertaler Alpen;
1891 Südgrat der Hochwildstelle in den Schladminger Tauern;
1906 Nordwand des Großen Rothorns in den swiki:Loferer Steinbergen;

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 79