Kalkalpen

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Die Kalkalpen, im Fall der in diesem Ennstalwiki zu behandelnden Kalkalpen, die Nördlichen Kalkalpen, reichen vom swiki:Bundesland Salzburg, vom Gosaukamm kommend im Westen, über das Dachsteinmassiv in die Steiermark, wo sich sich nach Osten im Kemetgebirge, dem Grimming, dem Hochangern, den Ennstaler Alpen über den Hochschwab weiter fortsetzen.

Allgemeines

Die Nördlichen Kalkalpen stellen einen wesentlicher Teil der Alpen in Österreich dar und bilden eine Deckeneinheit des Oberostalpins. Sie durchziehen Österreich von Vorarlberg im Westen bis zum Wiener Becken im Osten in einer Breite von 25 bis 45 km. Sie grenzen im Süden an die Grauwackenzone, die ihre ursprüngliche geologische Unterlage bildet. Sie bildete sich bei der Entstehung der Alpen durch Verschiebung über die swiki:Zentralalpen nach Norden.

Geologie

Sie bestehen im Wesentlichen aus Gesteinen des Mesozoikums (Erdmittelalter) mit besonderen Ausbildungen der alpinen Trias wie z. B. beim Dachsteinkalk. Entsprechend dem ursprünglichen Bildungsraum der Gesteine, sind folgende Großdeckensysteme zu unterscheiden (vom Hangenden zum Liegenden gelistet):


Eine Einteilung der Nördlichen Kalkalpen wird nach den Bundesländern getroffen, von Westen nach Osten: Nordtiroler Kalkalpen, Salzburger Kalkalpen, Oberösterreichische Kalkalpen und Steirisch-niederösterreichische Kalkalpen. Das Klima ist, besonders im Westen, niederschlagsreich und kühl.

Wichtige kalkalpine Gesteine der Region

Oberperm-Zeit

Trias-Zeit

Die triadischen Ablagerungen des Bezirks Liezen entstammen einem tropischen Klima nahe des Äquators. Es gab damals zwei Sedimentationsbereiche: Einerseits den Schelfbereich des Tethys-Meeres (Dachsteinkalk-Entwicklung) und andererseits den tieferen Schelfbereich und das offene Meer (Hallstätter-Entwicklung). Je nach Sedimentationsbereich sind Fossilien wichtige Indikatoren in den Gesteinsformationen. Die wichtigsten Vertreter dieser Sedimentationsräume sind:

Jura-Zeit

Gegen Ende der Trias hin dünnte der Meeresboden stark aus und sank ab. Folglich wurde das Meer tiefer, die bisherigen Riffbewohner starben ab und es dauerte bis sich Faunen des tieferen Wasserbereichs etablieren konnten. Dieser Effekt setzte sich bis in das Oberjura fort. Außerdem begann zu dieser Zeit aufgrund der Plattentektonik der Ur-Großkontinent Pangäa zu zerbrechen. Die Hauptvertreter der Jura-Gesteine sind:

Kreide-Zeit

Auch in der Kreide setzte sich das Zerbrechen von Pangäa weiter fort. Die kalkalpinen Gesteinsmassen lagen zu dieser Zeit am Nordrand der afrikanischen Platte. Durch die Nordbewegung in Richtung europäischer Platte wurden die Gesteinspakete gestaucht und überschoben. Es entstand eine Inselkette mit Buchten und Seichtwasserbereichen. Hier war der Bildungsraum

Sie basieren einerseits auf tropischer Verwitterung der bestehenden Kalkinseln und andererseits auf Neuablagerungen von Kalkschlamm.

Quellen

  • Eintrag zu Nördliche Kalkalpen in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
  • Lobitzer, H. (2011). Geologische Spaziergänge. Ausseerland – Salzkammergut. Wien: Geologische Bundesanstalt
  • Salzburg und seine Landschaften, Erich Seefeldner, 1961, Verlag "Das Bergland-Buch"