Schaf

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Schafherde auf der Neualm am Höhenweg Planai

Das Schaf ist seit Jahrtausenden im Alpenraum nachgewiesen.

Das Schaf im Bezirk Liezen

In der Region des Enns- und Paltentales hat man in der Nähe von bronzezeitlichen Schmelzstätten Knochen von Schafen gefunden. In vielen Almordnungen wurde seit dem 17. Jahrhundert festgelegt, dass das wertvolle Weideland in der Nähe der Almhütten und im begehbaren Gelände den Rindern vorbehalten war, die Schafweide dagegen meist oberhalb auf Magerrasen. Oft lag dieser Magerrasen zwischen Felszonen und auf sehr steilen Alm- und Berghängen. Die Zonen oberhalb der letzten Hochalmen wurden daher stets optimal genutzt. Die Höhenwanderung der Schafe von Gipfel zu Gipfel kann man an den dichten, durch den Schafmist üppig grün gedüngten Rasenteppich auf den „Schafgipfeln“ erkennen (Beispiele werden die Schoberspitze oder der Sinabell im Dachsteingebirge).

Der Vorteil der Beweidung mit Schafen besteht in der Schonung der oft dünnen Humusdecke im Gebirge. Während das heutige Jungrind, doppelt so schwer wie vor 150 Jahren, die Weidegangeln und starke Humus-Zerstörungen bei Tränken usw. verursacht, kann das leichte Schaf mit seiner „goldenen Klaue“ den Boden verfestigen, ohne Schaden anzurichten.

Das Schaf ist auch ein idealer „Rasenmäher“ auf Flächen, die im Winter als Skipisten genutzt werden. Es kommt zu einer schonenden Verfestigung der aufgebrachten Humusdecke, es bleiben keine Trittspuren, das Schaf hat sicheren Halt auf den Steilstücken, ist ein idealer „Miststreuer“, weil es zu einer gleichmäßigen Düngung kommt und es sorgt für kurzen Rasenschnitt.

Das Schaf als Ennstaler Produkt

Ennstal Lamm ist ein EU-Leader-Projekt im Ennstal, das 2008 begonnen wurde. Als Genuss Region Ennstal Lamm werden die Produkte in Küchen und Geschäften des Ennstals vermarktet.

Quelle