Karl von Binzer

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Karl von Binzer, auch Carl geschrieben (* 19. Oktober 1824 in Glücksburg an der Ostsee; † 22. Juli 1902 in Schwabach), war Maler, Schriftsteller und Journalist sowie eine Persönlichkeit im steirischen Salzkammergut.

Leben

1849 wurde er in die Akademie der bildenden Künste in München aufgenommen. Seit 1860 mit Antonie Zwez verheiratet, die Tochter des Geheimen Justizrats in Weimar war. 1861 kam Sohn Adolf Christian zur Welt, im Jahr 1865 Sohn August. Die 24-jährige Mutter starb nach der Geburt von August an Kindbettfieber.

Zeichnung "Schloss Worlik" (links oben) von Karl von Binzer um 1900.
Portrait des Linzer Malers Josef Sutter (* 1781; † 1866), um 1860 von Karl von Binzer, Landesmuseum Linz,

Das Haus Fischerndorf 59 in Altaussee, das sein Vater für ihn als Atelier erbauen hatte lassen, baute Karl von Binzer als Villa aus.

Die große Stärke Binzers lag im "Landschaftlichen". Er war bestrebt, die Landschaft malerisch in allen Einzelheiten wiederzugeben. Dazu soll er ein froher, heller Mensch gewesen sein, der in späteren Jahren auch schriftstellerisch und journalistisch tätig war. Er war Mitarbeiter einiger Zeitungen und hinterließ seiner Nachwelt fünf Bände Lebenserinnerungen.

Das Haus Fischerndorf Nr. 59 wurde nach dem Tode Karl von Binzers an seinen Sohn August von Binzer vererbt, sein Sohn Adolf Christian erhielt Fischerndorf Nr. 39.

Nach dem Ersten Weltkrieg entschlossen sich die Brüder von Binzer, ihre Villen zu verkaufen. Ernst Königsgarten kaufte das einstige Atelier und die Villa erhielt den Namen "Villa Königsgarten".

Später bewohnte der Schriftsteller Friedrich Torberg viele Jahre diese Villa. Seit 1979 ist die Villa Königsgarten im Besitz des Künstlers Horst K. Jandl, der stilgerecht renovierte.

In Altaussee steht noch der Gedenkstein Karl von Binzer.

Werke (Auswahl)

  • Blick vom Loser auf die Trisselwand, um 1882[1]
  • Altaussee, Villa Nassau, Wandgemälde von Binzer. Maler Vierterberger stellte für die Restaurierung der von der Hand des Malers Karl von Binzer gemalten Szenen aus dem epischen Gedichte „Waldfräulein“ von Zedlitz darstellenden Gemälde ein Programm auf, das in dem Ergänzen der Fehlstellen und dem Fixieren der eingetrockneten Farben mit Eitempera- oder Kaseinlösung besteht.[2]

Quelle

Einzelnachweise

  1. ANNO, swiki:Salzburger Chronik, Ausgabe vom 21. Februar 1882, Seite 2
  2. ANNO, Mittheilungen der kaiserl. königl. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale, 1911

Fußnote

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