Schladming, der Hofmannsche Markt und der Protestantismus

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Schladming, der Hofmannsche Markt und der Protestantismus

Einleitung

Die Bauernkriege im Ennstal und die Zerstörung Schladmings 1525 lasteten schwer auf der Wirtschaft Schladmings. In den Aufständen der Jahre 1525 und 1526 sollen etwa 15 000 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Schwäbische Bundeskasse forderte als Kriegssold 14.000 Gulden, Ludwig von Bayern 54.000 Gulden, Österreich im ersten Zorn über den Überfall auf Schladming sogar 235.700 Gulden. Doch erließ zuletzt Österreich dem Salzburger Erzstift (von dem aus die Bauernaufstände auf das Ennstal übergegriffen hatten) die gesamte Summe.

Zur Zahlung der Beträge wurden natürlich vor allen die Ennstaler Bauern und Knappen gezwungen. Außerdem mussten die Bauern die abgebrannten Schlösser auf ihre Kosten neu erbauen, alles Erbeutete zurückgeben oder ersetzen.

Bereits am 14. April 1526, also nur ein halbes Jahr nach der Zerstörung Schladmings, erging von Wien aus des Erzherzogs Ferdinand Befehl an Wilhelm Schrott, Verweser, und Wolfgang Graswein, Vizdom in der Steiermark, Schladming wieder aufzubauen.

1529 richten die Bürger in ihrer Not eine "Supplication zu Wiederlangung bürgerlicher Rechte und Freiheiten" an den König: "Ihre königl. Majestät möge der gemain Burgerschaft zu Schaming merkliche Beschwerde und unschuldiges Verderben mit herziglichem Gemüt bedenken". Am 31. Dezember desselben Jahres erging ein Auftrag Ferdinands an die niederösterreichische Regierung, demgemäß "die königliche Majestät denen von Schladming auf ihr bittliches Ansuchen aus Gnaden Marktrecht zu verleihen bewilligt, daß sie füran Hantierung zu treiben Gewalt und Macht haben, und sonst in allem wie andere Burger in den Märkten Steiermarks gehalten werden sollten".

Noch war der förmliche (neue) Marktbrief nicht ausgefertigt, als auch schon mit königlichem Befehl vom 24. März 1530 der wiedererstandene Markt Schladming Hans Hofmann zu Grünbüchel und Strechau für eine Summe von 1.000 fl. verpfändet wurde.

Quelle