Friedrich Ritter von Lössl

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Portrait in späten Jahren von Friedrich Ritter von Lössl.
Friedrich Ritter von Lössl (* 14. Jänner 1817 in Weiler im Allgäu; † 14. Mai 1907 in Wien) war ein technisch vielseitig interessierter und naturwissenschaftlich gebildeter Ingenieur, ein herausragender Pionier des Eisenbahnstreckenbaus des 19. Jahrhunderts in Bayern und in Österreich, Flugpionier und Erfinder (unter anderem des autodynamischen Uhrensystems). Daneben trat er als Schöpfer schöner Landschafts- und Gebäudeskizzen und als Förderer von Kunst und Kultur hervor.

Leben

Friedrich Ritter von Lössl studierte in München an der technischen Universität und graduierte 1871 zum Ingenieur. Er interpretierte die geografischen Höhenschichtlinien neu und verwendete die gewonnenen Erkenntnisse bei der Trassierung von Eisenbahnlinien. Unter anderen war er maßgeblich bei der Trassierung der Salzkammergutbahn, die 1877 eröffnet wurde, beteiligt.

1880, im Alter von 63 Jahren, stellte er der Öffentlichkeit seine bekannteste Erfindung, die von ihm konstruierte autodynamische Uhr vor, die als Energiequelle für den Aufzug die Schwankungen von Luftdruck und Lufttemperatur nutzte. Die einzige noch existierende Uhr ist die Lössl-Uhr in Bad Aussee.

Lössl war auch als Forscher und Pionier auf dem Gebiet der Luftfahrt tätig und schrieb ein bahnbrechendes Buch über die Gesetze des Luftwiderstandes. In Bad Aussee erinnern darüber hinaus seine mit Flug-Versuchsmodellen gefüllte Villa Gentiana, die er 1890 baute und bis zu seinem Lebensende 1907 bewohnte, sowie die dort beginnende Lössl-Promenade an den großen Erfinder und Gönner von Bad Aussee.

Ritter von Lössl besaß in Aussee die Villa „Gentiana“, die er 1890 erbaute und bis zu seinem Lebensende bewohnte. Nach seinem Tod fand man das Haus angefüllt mit Flugversuchs-Modellen.

Ehrung

Heute erinnert die Lössl-Promenade, die in der Nähe seiner ehemaligen Villa beginnt, an den großen Erfinder und Gönner von Bad Aussee.

Quellen