Constantin Keller (Benediktiner)

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Geistlicher Rat Constantin Keller (* 18. April 1778 in Graz; † 4. September 1864[1]) war ein Benediktiner im Benediktinerstift Admont, der sich mit Botanik beschäftigte.

Leben

Er wurde 1801 zum Priester geweiht.[2]

Von 1802 bis 1810 war er Gymnasiallehrer am Stiftsgymnasium, Hauptschul-Direktor und Professor der Kathechetik und Pädagogik in Admont.

1810 wurde er Pfarrer in Mautern, wo er bis 1824 blieb. In diesem Jahr kam er als Pfarrer nach Gröbming. In dieser Funktion trug er den Landwirt Paul Adler aus der Pfarre Kumitz im Hinterbergertal, der mit Erzherzog Johann von Österreich eng befreundet war, zu Grabe.[3]

Er war zeitlebens Filial-Vorsteher der k. k. steierm. Landwirthschaftsgesellschaft.[4] Zunächst von 1819 bis 1824 der Filiale in Mautern, ab 1824 bis Quellendatum (1862) der Filiale in Gröbming.[5] Die Gesellschaft ehrte ihn dafür mit der silbernen Medaille für Obstbaumkultur und mit der großen Medaille.[6]

Er führte Aufzeichnungen in Gröbming, wo er Pfarrer[7] war, über die Phänologie der Pflanzen- und Tierwelt, insbesondere obstbauliche Untersuchungen. Von 1829 bis 1833 legte er eine eigenartige pomologische Sammung ihm selbst gezogenen Obstsorten (Kern- und Steinfrüchte) an (245 Sorten).

Auszeichnung

Mit Beschluss vom 28. Jänner 1862 wurde ihm von Kaiser Franz Joseph I. in Anerkennung seines vieljährigen verdienten Wirken für die Kirche und Schule das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen.[8]

Der Tag der Übergabe, der 16. Februar 1862, war ein festlicher Tag für Gröbming, wo Keller Pfarrer war. Um 8 Uhr in der Früh zog ein Festzug vom Pfarrhof in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Nach dem Gottesdienst erhielt Keller von Bezirksvorsteher Johann Weber feierlich die Auszeichnung überreicht.[5]

Quelle

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Grazer Zeitung, Ausgabe vom 13. September 1864, Seite 7
  2. Quelle ANNO, Salzburger Kirchenblatt, Ausgabe vom 28. August 1856, Seite 5
  3. Quelle ANNO, Grazer Volksblatt, Ausgabe vom 15. Februar 1872, seite 7
  4. Quelle ANNO, Tagespost Graz, Ausgabe vom 8. Februar 1862, Seite 4
  5. 5,0 5,1 Quelle ANNO, Tagespost Graz, Ausgabe vom 25. Februar 1862, seite 7
  6. Quelle ANNO, Tagespost Graz, Ausgabe 8. Februar 1862, Seite 4
  7. Quelle ANNO, Tagespost Graz, Ausgabe vom 29. September 1864, Seite 5
  8. Quelle ANNO, Grazer Zeitung, Ausgabe vom 29. Jänner 1862, Seite 1