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Geschichte von Aigen im Ennstal

Stich aus dem Jahr 1681
siehe auch Kulturgeschichtliche Entwicklung von Hohenberg im Ennstal

Im Jahre 1344 wird erstmals Aigen am Tanglsee (Putterersee) nachweislich genannt.

Die Geschichte der Gemeinde Aigen im Ennstal ist geprägt durch die Schlösser Pichlarn und Putterer sowie von Mühlen, die es in dieser Gegend gab. Eine der bedeutendsten Mühlen ist die Weppermühle, die 1786 erbaut wurde und einer Genossenschaft gehörte. Das einstmals bestandene Hammerwerk Gulling und die uralte Katholische Filialkirche hl. Johannes der Täufer und Evangelist in Hohenberg zählen zu den weiteren geschichtlich interessanten Dingen.

Einst hatte das Geschlecht der Putterer die Herrschaft über Aigen. Die Putterer bewohnten das Schloss Putterer, welches um 1200 erbaut wurde. Heute wird das Schloss als Jugendherberge benutzt.

Geschichte von 1200 bis 1900

Im 12. Jahrhundert überwogen noch große Sümpfe den kultivierten Boden, so dass zwischen Hohenberg und Irdning der Putterersee bedeutenden Raum einnahm. Die Krankheiten wie Aussatz, Blattern, die eingetretenen Elementarereignisse, das Erscheinen eines Kometen, und die Überschwemmungen erkannte man als Himmelsstrafe oder Gottes Zorn.

  • 1201 erschütterte ein furchtbares Erdbeben das Tal. Die Menschen verließen die Wohnungen und eilten in die Wälder. Dort erbauten sie Hütten und verbrachten darin die Sommerzeit. Erst bei Herannahen des Herbstes suchten sie ihre alten Wohnstätten auf.
  • 1210 richteten Regengüsse großen Schaden an. Die Enns und ihre Seitenbäche überfluteten das gesamte Tal. Im Jahre 1224 kam aus Griechenland über Ungarn eine fürchterliche Seuche.
  • 1254 herrschte eisige Kälte, sodass die Feldfrüchte erfroren. Die Chronik erzählt, dass 1255 kein Regen fiel, und somit weder Feld- noch Baumfrüchte gedeihen konnten.
  • 1256 gab es starke Regengüsse, die die Ernte verdarben.
  • 1259 gab es eine allgemeine Teuerung und durch eine pestartige Viehseuche kamen viele Tiere um. Von den Jahren 1261 bis 1263 ist bekannt, dass durch Viehseuchen, Missernten und Teuerungen große Hungersnöte herrschten.
  • 1292 besetzte ein Heer von Salzburgern das Ennstal und verheerte das Land.
  • 1310 bis 1337 gab es Seuchen unter Mensch und Tier. Ein strenger Winter 1340 und darauffolgende starke Regenfälle verdarben die Feldfrüchte. Mildes Wetter nach einem schneereichen Winter 1342 brachte den Schnee rasch zum Schmelzen, sodass Wiesen und Felder überflutet wurden. Zu Weihnachten 1344 herrschte sommerliches Wetter, im Februar 1345 dagegen erfroren viele Menschen und Tiere.
  • 1348 war ein Erdbebenjahr.
  • 1382 trat die Pest auf.
  • 1404 gab es katastrophale Überschwemmungen . Der Talkessel glich einer stürmischen See. Das abergläubische Volk dachte an die Wiederkehr der Sintflut.
  • 1486 trat wieder die Pest auf.
  • Der Winter 1626/27 war besonders streng. Raubtiere bedrohten und fielen Menschen und Haustiere an.
  • 1680 wütete die Pest am ärgsten, das Pestmarterl in Schlattham erinnert an diese Zeit.
  • 1783 umhüllte die Steiermark ein trockener Nebel. Es war ein Dunst, der die Atmosphäre und die Sonne verfinsterte. Dieser Dunst brachte eine Menge elektrischer Materie mit sich, wodurch starke Gewitter entstanden. Merkwürdig ist, dass dieses Jahr äußerst fruchtbar war.
  • 1787 verwüstete die Enns das Ennstal bei Aigen im Ennstal]].

Wappen

Das Wappen stellt ein gold-braunes Schild dar, welches mit einem schwarzen Balken schräg von der oberen linken Ecke bis zur rechten unteren Ecke durchzogen ist. Auf dem Balken befinden sich drei ovale Kreise. Auf der rechten Seite des Wappens ist ein Vogel abgebildet, auf der linken Seite ein Nadelbaum. Auch finden sich Teile im Wappen, die auf die Sage vom Putterersee zurückgehen.

Das Wappen wurde am 9. November 1959 mit Wirkung vom 1. Dezember 1959 verliehen[1].