Hochgolling

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Westseite des Hochgollings von der Engelkarspitze Ende April 2016.
Hochgolling1828.jpg

Der Hochgolling ist mit seinen 2 862,5 m ü. A. der höchste Gipfel der Niederen Tauern in den Ostalpen und damit auch der Schladminger Tauern, an deren Südrand er steht.

Geografie

Der Hochgolling markiert die Grenze zwischen der Steiermark (Ennstal) im Norden und dem Salzburger swiki:Lungau[1] im Süden. Bekannt ist seine über 1 200 m hohe Nordwand unter den Bergsteigern. Von der nordwestlich gelegenen Gollingscharte führt ein hochalpiner Steig auf den Gipfel. Sein Gipfel ist ein trigonometrischer Punkt.

Geschichte

swiki:Ignaz von Kürsinger vermeldete in der "Lungauer Chronik": "Damsweger Bürger haben am 8. August 1791 den Hochgailling bestiegen"[2]. Allerdings sind diese Tamsweger Bürger nicht namentlich angeführt. Das Nachschlagewerk "swiki:Salzburgs Synchronik" berichtet von einer Erstbesteigung im Jahr 1790 durch vier Tamsweger und nennt gleichzeitig andere Quellen, die 1811 anführen.

Am 28. August 1817 kam es dann durch Erzherzog Johann zur ersten namentlich bekannten Erstbesteigung.

Im Sommer 1927 wurde der Bergsteiger Erwin Glaser aus Wien am Hochgolling nach längerer Vermisstzeit tot aufgefunden.[3]

2017: Gedenkfeier 200 Jahre Erstbesteigung

Am 28. August 2017 machte sich noch lange vor Tagesanbruch eine Gruppe von 19 Bergfreunden, darunter vier Frauen, auf, um – wie vor 200 Jahren – am selben Tag die Gedenkfeier zu begehen. Auf dem Gipfel sollte eine Gedenkfeier gestaltet werden. Die Wetterbedingungen waren dieses Mal allerdings sehr wechselhaft. Der Festgottesdienst wurde von Stefan Schaumberger, der auch seine Trompete mit in den Rucksack gepackt hatte, musikalisch umrahmt. Nach der äußerst stimmungs- und würdevollen Bergfeier machte sich die Gruppe bald wieder auf den Weg zurück ins Tal, begann es doch zu nieseln, was den Rückweg noch anspruchsvoller machte.

Als man bereits zur Gollingscharte hinuntersah, wurden die Berggeher jedoch mit Wärme, Sonnenschein und einem wild-romantischen Wolkentreiben belohnt. Wetterfleck, Haube und Handschuhe wurden abgelegt, und nach einer kurzen Rast zog man zur Gollinghütte weiter. Dort wartete eine weitere Überraschung: Die charmanten Wirtsleute kredenzten einen blumigen Erzherzog-Johann-Rotwein. Somit fand das "Jahrhundertereignis" einen würdigen Ausklang.[4]

Schutzhütten

Bilder

  • Hochgolling – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Weblink

  • Position auf AMap (korrigierter Link, Datenstand 20. Dezember 2022)
Ein Film von Ewald Gabardi

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Hochgolling"

Einzelnachweise und Fußnote

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im SALZBURGWIKI, dem Mutterwiki des EnnstalWikis
  2. In: "Stadtnachrichten Schladming" Dezember 2011 sowie in seinem Buch, Seite 272: Lungau. Ignaz von Kürsinger, 1873
  3. ANNO, "Der Naturfreund", 1927
  4. "Der Ennstaler", 8. September 2017