Haselkaralm

Aus EnnstalWiki
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Die Haselkaralm (1 1482 m ü. A.) ist eine Almhütte in den Ennstaler Alpen im Johnsbachtal im Gesäuse.

Allgemeines

Die Alm liegt östlich vom Lugauer im Haselkar.

Geschichtliches

  • Haselkaralm – rätselhafte Ruinen

Wer auf der langen Wanderung vom Hartelsgraben zur Neuburgalm die Haselkaralm am Fuße des Lugauers besucht, wird sich über rätselhafte Reste von Steinbauten, etwa 200 Meter südlich der Hütte, wundern. Wie Ruinen im kolumbianischen Peru stehen sie auf einem kleinen Plateau direkt in der Lugauer Plan und werden jährlich von Frühjahrslawinen überrollt.

Wer mag auf diesem lawinengefährdeten Bauplatz gebaut haben?

Es war der Direktor der damaligen Alpwirtschaftsschule Grabnerhof Dr. Paul Schuppli, der 1912 einen „Alpstall“ mit den Maßen 41,1 m lang, 8,4 m breit erbauen ließ.

Unterm gleichen Dach befand sich ein Wohngebäude mit 4 Wohnräumen und nebenan ein Wasserreservoir von ca. 40 Kubikmetern aus Zement. Vermutlich vertraute Schuppli der Bauweise: das Mauerwerk, in den Hang hineingebaut, mit einem Pultdach angeglichen an die Hangneigung, sollte den Lawinen standhalten. Das Holzdach wurde aber bald danach von einer großen Lawine weggerissen. Eine riesige Staublawine im Jahre 1944 trug alle Holzteile ab und lagerte sie hoch am Gegenhang ab. Schupplis Experiment war gescheitert.

Bewirtschaftung

Die Haselkaralm ist nicht bewirtschaftet.

Quellen

Das Beiheft als PDF