Elsass zu Gast in Schladming

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Hochelsass
der Ausstellungsstand in Schladming
Munstertal, © Christophe Meyer
bei den Oberelsässern in Schladming
Eguisheim: Fest der Winzer, © Christophe Dumoulin
bei den Oberelsässern in Schladming
Flammkuchen, © Christophe Dumoulin
bei den Oberelsässern in Schladming
Gugelhupf und Wein, © Christophe Dumoulin
bei den Oberelsässern in Schladming

Elsass zu Gast in Schladming war eine der kulturellen Veranstaltungen während der alpinen Ski WM im Februar 2013.

Die französische Region Elsass im Ennstal

Das Oberelsass, Teil der französischen Region Elsass, war während den Skiweltmeisterschaften 2013 in Schladming vom 4. bis zum 17. Februar 2013 mit einer touristischen und gastronomischen Botschaft auf dem Hauptplatz von Schladming vertreten.

Die Besucher der FIS Alpinen Ski WM 2013 konnten die kleinste Region Frankreichs und ihre zahlreichen Facetten kennenlernen. Die Tourismusagentur des Oberelsass (Haute-Alsace Tourisme) informierte über das vielfältige Angebot der Region: Unterkünfte, Restaurants, Städte- und Kulturreisen, Gastronomie, Weinproben, technischer Tourismus, Aktivurlaub (Wandern, Radfahren, Golf usw.), Flusskreuzfahrten und Flusstourismus, Veranstaltungen u. a.

Vertreter der elsässischen Winzergenossenschaften boten den Besuchern Weine und Crémants zur Verkostung (und Kauf) an, sowie Varianten der beliebten regionalen Spezialität, des Flammenkuchens (natur: Sauerrahm, Zwiebel, geräucherte Speckstücke; oder gratiniert oder mit Münsterkäse).

8. Februar "Elsass Tag"

Am 8. Februar war in Schladming ein offizieller Elsass Tag, zu dem sich prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben angesagt hatten. Mit dem Auftritt des Tourismusbüros sollten neue Gästeschichten und Zielgruppen angesprochen werden. Dabei dachte man an Reisende, die besonders entdeckungsfreudig und kulturinteressiert sind.

Die Veranstaltung "Elsass zu Besuch in Schladming" kam über Kontakt der Wahl-Ramsauerin Dr. Angelika Liedler-Janoschik zustande, die im Wirtschaftsministerium in Wien für die internationalen Tourismusangelegenheiten verantwortlich ist[1]. Auch Bürgermeister Jürgen Winter findet die Veranstaltung eine gute Ergänzung zum Kulturangebot während der Skiweltmeisterschaft und sieht die Auffrischung historischer Verbindungen auch als einen der gewünschten Nachhaltigkeitseffekte der Ski WM, denn mit den Elsässern sind kaum sprachliche Barrieren zu erwarten, da der Großteil [noch immer] Deutsch spricht.

Über das Elsass

Die kleinste Region Frankreichs erstreckt sich mit 190 Kilometern Länge und 50 Kilometern Breite über das Departement „Bas-Rhin“ (Unterelsass) im Norden und das Departement „Haut-Rhin“ (Oberelsass) im Süden. „Vielfalt“ ist das Schlagwort, mit dem sich das touristische Angebot am besten beschreiben lässt und das jährlich um die elf Millionen Besucher anzieht. 17 000 Kilometer markierte Wanderwege in den Vogesen, 80 Seen, 100 Burgen, 50 Festivals, 300 Weinstuben und 130 Museen gibt es im Elsass.

Das Elsass ist die Region Europas mit der höchsten Dichte an Burgen, u.a. die bekannte Hochkönigsburg. Die Städte Straßburg, Colmar mit dem Museum Unterlinden (Isenheimer-Altar) und Mülhausen mit seinen technischen Museen (die berühmten Automobil- und Eisenbahnmuseen) und die idyllischen Winzerdörfer (Ribeauvillé, Riquewihr, Eguisheim, Turckheim,…) locken Gäste immer wieder in diese östlichste Region Frankreichs.

Im Elsass zu reisen bedeutet, die eindrucksvolle Natur zu erleben (z.B. im regionalen Naturpark des Bergmassivs der Vogesen) und dabei in charmanten und gemütlichen Fermes-Auberges mit regionalen Köstlichkeiten und Elsässer Wein umsorgt zu werden. Die wasserreiche Region bietet zahlreiche urtümliche und üppige Naturlandschaften: dschungelartigen Rheinwald, Parklandschaften und Gärten in der Rheinebene, herrliche Auwälder, außergewöhnliche Artenvielfalt in der "Kleinen Camargue" im südlichen Elsass.

Die Natur übt einen starken Reiz zum Spazierengehen und zum Wandern aus, sei es zwischen den Hügeln der Weinberge im Tal von Munster oder in den blumenreichen Tälern des Florivals.

2013 feierte die beliebte Elsässische Weinstraße ihr 60-jähriges Bestehen

Auf mehr als 170 Kilometer schlängelt sie sich liebevoll von Nord nach Süd, durchquert über 70 Weindörfer, in denen mehr als 400 Winzer die Türen ihrer Weinkeller öffnen, um ihre Leidenschaft für Reben und Trauben mit Besuchern zu teilen. Weinlehrpfade, gemütliche „Winstubs“ und einladende Weinkeller säumen den Wegesrand. Besonders gut lässt sie sich bei einem Spaziergang oder per Rad erkunden. Zum 60. Jubiläum putzte sich die Elsässische Weinstraße von Thann bis Marlenheim besonders heraus und lockte Sportler mit neuen Radstrecken, Technologie-Fans mit Erkundungen per GPS, und Familien mit Quizspielen für Groß und Klein sowie neuen Themenrouten. Der Marathon durch die Weinberge im Juni 2015 und zahlreiche Weinfeste von Juni bis Oktober waren einige der beliebten Festveranstaltungen.

Das Elsass und das Ennstal

Im Südwesten des Elsass erheben sich die Vogesen, deren höchster Gipfel der Große Belchen (Grand Ballon) mit 1 424 m ü. A. auch der höchste Gipfel im Elsass ist. Elsass hat also durchaus auch eine Berglandschaft zu bieten, wie sie im Ennstal zu finden ist.

Das Kloster Odilienberg, der meistbesuchte Wallfahrtsorts des Elsass ist auch für die Ennstaler immer wieder Ziel oder Teil einer Reise, wie beispielsweise bei der Kunst- und Pilgerreise 2013 "Kunst & Heilige auf dem Weg nach Lourdes" des Dekanats Oberes Ennstal - Steirisches Salzkammergut[2].

Die Wirtschaftskammer Regionalstelle Ennstal - Salzkammergut in Gröbming hatte am 12. September 2007 einen Fachvortrag mit dem Thema "Elsass, das Tor in den französischen Markt Geschäftsabwicklung und Marktbearbeitung in Frankreich". Da das Elsass die zweitwichtigste Region für die österreichische Exportwirtschaft in Frankreich ist, wollte die Wirtschaftskammer Ennstaler Wirtschafttreibende über die Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Engagements in dieser Region informieren[3].

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle www.lbn.at
  2. Quelle dekanat-ennstal.graz-seckau.at
  3. Quelle www.ic-steiermark.eu, abgefragt am 24. Jänner 2013