Dachstein-Südwandhöhle

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Dachstein-Südwandhöhle
Plandarstellung der Dachstein-Südwandhöhle

Die Dachstein-Südwandhöhle ist ein großes Höhlensystem im Dachsteinmassiv.

Allgemeines

Die Dachstein-Südwandhöhle trägt im Höhlenkataster die Nummer 1543/28 und ist die bedeutendste Höhle im Bereich der Südseite des Dachsteins. Sie liegt in der Steiermark, greift aber auch nach Oberösterreich über. Der bislang einzig bekannte Zugang ist am Fuß des Mittersteins, welcher sich unterhalb des Hohen Dachsteins befindet. Das Höhlensystem ist derart weit ausgedehnt, sodass die hinteren Teile bereits unterhalb des Hallstätter Gletschers und des Gosaugletschers auf oberösterreichischem Landesgebiet lokalisiert sind.

Geologie

Geologisch befindet sich die Dachstein-Südwandhöhle zur Gänze innerhalb der Nördlichen Kalkalpen. Vom Zugang der Höhle bis zum Ramsauer Dom ist sie im Wettersteinkalk. Die Bereiche weiter nördlich sind in gebanktem und massigem Dachsteinkalk entwickelt.

Charakteristika

Das Höhlen-Gebäude ist ein nach Norden ausgerichtetes Schlingersystem mit sehr großen Tunneln und aktiven Bodencanyons. Die Entstehungsgeschichte dieses Höhlensystems ist wohl mit jener der Höhlen auf der Dachstein-Nordseite zu korrelieren.

Forschungsstand

Die Höhle wurde im Jahr 1886 von Johann Knauß, einem Bergführer aus Ramsau am Dachstein entdeckt und erkundet. Es folgten zahlreiche weitere Befahrungen durch Forscher, wodurch heute eine vermessene Gesamtlänge von 10 904 m beziffert werden kann. Die Niveaudifferenz beträgt 509 m (+17 m, -492 m), die Nord/Süd-Erstreckung 1 425 m und die Ost/West-Erstreckung 1 025 m (Stand März 2014).

Quellen

  • Verein für Höhlenkunde in Obersteier, [1], abgefragt am 20. September 2016

Weiterführendes