Bergretter-Großeinsatz am Dachstein

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Ein Bergretter-Großeinsatz am Dachstein fand am 7. August 2014 statt.

Der Einsatz

Einen Großeinsatz hatte die Bergrettung am Donnerstag, den 7. August 2014 im Dachsteinmassiv zu bewältigen.

Zwei Bergsteiger aus Deutschland waren abgestürzt, wobei einer der beiden schwerste Verletzungen erlitt. Ein Bergsteiger aus Tschechien löste eine Suchaktion aus. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden Bergsteiger aus dem deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz, 40 bzw. 75 Jahre alt, am frühen Donnerstagabend auf dem Abstieg vom Hunerkogel.

Die beiden Männer kamen jedoch aus unbekannter Ursache vom markierten Weg ab und stürzten einige Meter in eine steile Rinne. Dabei erlitt der 40-Jährige eine Schädel- und eine Wirbelfraktur. Der 75-jährige Bergsteiger brach sich eine Rippe. Er war es auch, der die Rettungskräfte per Handynotruf alarmierte.

Die beiden Bergsteiger wurden vom Rettungshubschrauber „Christophorus 14“ mittel Tau geborgen und in die Krankenhäuser Salzburg und Schladming geflogen.

Kurz danach beschäftigte ein zweiter Notruf die Bergretter in Ramsau.

Abgesetzt hatte ihn ein 37-jähriger Bergsteiger aus Tschechien, der seinen 35-jährigen Bergkameraden vermisste. Die beiden Tschechen hatten einander beim Abstieg über die Ostschulter zum Hallstätter Gletscher aus den Augen verloren. Gegen 21 Uhr erreichte der 37-Jährige die Bergstation der Dachstein Südwandbahn. Da der 35-Jährige dort nicht eintraf, erstattete er Anzeige.

Die Folge war eine großangelegte Suchaktion. Zwölf Bergretter der Ortsstelle Ramsau und zwei Alpinpolizisten der Alpinen Einsatzgruppe Liezen machten sich auf die Suche nach dem Vermissten, ein Hubschrauber des Innenministeriums, Flugeinsatzstelle Klagenfurt, wurde ebenfalls eingesetzt.

Gegen 23:15 Uhr meldete sich der 35-Jährige von der Adamekhütte auf dem Gosaugletscher. Er hatte im Nebel auf dem Hallstätter Gletscher die Orientierung verloren und war Steigspuren über die Steinerscharte zur Hütte gefolgt. Der Mann blieb unverletzt.

Quelle