Zweitwohnsitze im Bezirk Liezen

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Zweitwohnsitze im Bezirk Liezen wurden 2019 zu einem Thema im Bezirk.

Ausverkauf der Heimat ist bereits voll im Gang

Ausverkauf der Heimat ist bereits voll im Gang war der Titel eines Beitrags des Ennstalers in seiner Ausgabe vom 14. August 2019.

Zweitwohnsitze schaden uns

sagte Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH-Geschäftsführer Mathias Schattleitner in einem Gespräch mit der Kleinen Zeitung (Ausgabe 4. Oktober 2019).

Der Fremdenverkehr ist der der Hauptgrund für hohe Mietpreise und illegale Zweitwohnsitze im oberen Ennstal. Schattleitner meint, dass Gäste, die früher in Hotels oder Pensionen übernachteten heute in Zweitwohnungen schlafen. Diese Gäste fehlen jedoch in den gewerblichen Übernachtungsbetrieben. Ob es sich nun legale oder illegale Appartements handle, so der Fremdenverkehrsmanager, bei viele handelt es sich um Anlegerwohnungen, die sich auf diese Weise refinanzieren würden. „Diese schwarzen Schafe profitieren vom Boom, ohne sich an den Allgemeinkosten zu beteiligen“ und darin sieht Schattleitner fehlende Chancengleichheit.

Die Benutzer dieser Zweitwohnungen belasten in der Hauptsaison die Infrastruktur und „in den Nebenzeiten gleichen bestimmte Bereiche in Schladming einer Geisterstadt.“ so Schattleitner. Ein weiteres Phänomen der Zweitwohnsitze ergibt sich dadurch, dass den Fremdenverkehrsbetrieben die notwendigen Mitarbeiterunterkünfte fehlen.

Zu Buchungsplattformen wie Airbnb meint Schattleitner in diesem Zusammenhang: „Es ist ein Vertriebskanal wie jeder andere. Wenn die Unterkunft registriert ist und die Gäste korrekt angemeldet sind, haben wir kein Problem.“ Aber wenn sie nicht registriert sind, gäbe es über Airbnb im Gegensatz zu anderen Plattformen aber keine Möglichkeit, die genaue Adresse der Unterkunft herauszufinden, erzählte Schattleitner der 'Kleinen Zeitung'.

Bei Schladming Dachstein stellt man sich deswegen ganz klar gegen weitere Appartementanlagen wie sie beispielsweise an der Augasse geplant sind.

Quelle