Sturm Petra

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Sturm Petra war ein Wintersturm, der am Dienstag, den 4. Februar 2020 über das Ennstal fegte.

Über den Sturm

Aufgrund der Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h wurden die Aufstiegshilfen in den Skigebieten stillgelegt. Die Strecke der Ennstalbahn zwischen Öblarn und Stainach war wegen Unwetterschäden gesperrt. Vereisungen führten am späten Nachmittag dann zu Straßensperren im Raum Schladming, die Ramsauer Straße (L 711) und die Rohrmooserstraße (L 722) mussten vorübergehend gesperrt werden. Im Steirischen Salzkammergut kam es zu Niederschlägen (meist Regen) von 110 Liter pro Quadratmeter.

In der gesamten Steiermark waren bis zu 5 000 Haushalte ohne Elektrizität. Noch am Tag danach, dem 5. Februar, waren 800 Haushalte ohne Stromversorgung, am meisten betroffen war der Raum Öblarn. Laut Unwetterzentrale wurden am Dienstag am Schneeberg (in der Rax-Schneeberg-Gruppe in Niederösterreich) über 200 km/h gemessen. Am Dachsteinmassiv am Hunerkogel wurden Windböen mit 143 km/h gemessen und in Irdning 87,5 km/h.

Lawinenabgang auf der Planai

Trotz des Sturmes fuhr am Dienstagnachmittag ein Snowboard-Fahrer von der Planai ab und löste dabei unterhalb der Burgstallalm eine Lawine aus. Ein Liftbediensteter hatte dies beobachtet und konnte wegen der schlechten Sicht aufgrund des Schneesturms den Boarder nicht mehr sehen. Er alarmiert um 13:50 Uhr die Bergrettung. Diese suchten den Lawinenkegel per LVS, Recco und Sonden ab, unterstützt von fünf Suchhunde. Nach eineinhalb Stunden konnte schließlich Entwarnung gegeben werden - es war niemand von der Lawine verschüttet worden.

Quellen