Matthias Preininger

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Gemälde von Abt Matthias Preininger
Wappen von Matthias Preininger

Matthias Preininger (* in Bömisch Krumau) war in den Jahren 1615 bis 1628 der 46. Abt des Benediktinerstiftes Admont.

Biografie

1608 trat Matthias Preininger in das Kloster und Benediktinerstift St. Lambrecht in der Steiermark ein. Nach freier Wahl wurde er im Jahr 1615 zum Abt gewählt. Abt Matthias Preininger hob während seiner Amtszeit als Stiftsvorsteher die Ordnung des klösterlichen Lebens. Zudem förderte er durch finanzielle Unterstützung andere kirchliche Einrichtungen. 1617 erneuerte er vertraglich die Konföderation mit dem Kloster Sankt Emmeram in Regensburg. 1619 wurde Abt Matthias Preininger zum Rath des Erzherzogs Ferdinand II. ernannt. Er veranlasste den Umbau der Stiftskirche Admont, indem der Kreuzgang abgetragen wird. An Stelle des alten Kreuzganges wurden an der südlichen Kirchenwand Seitenkapellen errichtet. Unter seiner Leitung wurden Bienenstöcke von Graz nach Admont gebracht, um dort die Bienenzucht zu fördern.

Geschichtliche Ereignisse

1618 beginnt der Dreißigjährige Krieg, der zugleich auch ein Religonskrieg zwischen katholische und protestantische Staaten war. In den Folgejahren herrscht Sorge, dass Heere in das Ennstal einmarschieren und somit auch die Besitztümer des Stiftes Admont vereinnahmen.

Persönliches Wappen

Das Wappen von Abt Matthias Preininger besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Wappenschildern, die an der Unterseite jeweils abgerundet sind. Im Oberwappen befindet sich in der Mitte eine Mitra[1], aus der an beiden Seiten je ein Abtstab (oder Bischofstab, auch Krummstab genannt) ragt. Das Mitra ist von zwei Ritterhelmen gesäumt. Der linke[2] Helm wir von einem Tier (vermutlich Pferd) darüber geziert, während der rechte Helm mit zwei langen Hörnern versehen ist. Das linke Wappenschild ist horizontal und vertikal in vier gleich große Bereiche geteilt. Im rechten oberen und im linken unteren Abschnitt ist jeweils ein stehendes Pferd mit einer Blüte abgebildet, während an den jeweils gegenüberliegenden Abschnitten zwei horizontale Streifen sind. Das rechte Wappenschild ist vertikal in zwei Hälften geteilt, wobei in jeder Hälfte eine Rauteform abgebildet ist. Die Schildträger sind schwunghafte Verzierungen.

Einzelnachweise

  1. dreiecksähnliche Kopfbedeckung von Bischöfen und anderen kirchlichen Würdenträgern mit Jurisdiktion (zum Beispiel Äbte).
  2. In der Wappenkunde werden die Seiten links und rechts (auch hinten oder vorne genannt) nicht aus der Sicht des Betrachters, sondern aus der Sicht des Schildträgers, bezeichnet.

Quelle

  • Druckwerk und digitales Speichermedium mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des Stiftes Admont zur Verwendung im Ennstalwiki.
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